Sonnewalde Freitag, 22 Mai 2020 von Redaktion

Schweinemastanlage in Sonnewalde: Säue als Gebärmaschinen fixiert

Schweinemastanlage in Sonnewalde: Säue als Gebärmaschinen fixiert

Animal Rights Watch (ARIWA) hat erneut Bilder aus einer kombinierten Schweinezucht- und Schweinemastanlage veröffentlicht. Dieses Mal stammen die Aufnahmen aus der Görtz Sonnewalde GmbH & Co. Landwirtschaftsbetrieb KG (Landkreis Elbe-Elster, Brandenburg) mit über 10.000 Schweinen und laut Unternehmensregister mit Sitz in Sonnewalde. Laut Tierschutzorganisation entstanden die Bilder im April 2020. "Einmal mehr zeigt ARIWA damit, dass in deutschen Schweinezuchten illegal enge Kastenstände an der Tagesordnung sind, in denen die Säue nahezu bewegungsunfähig fixiert werden und im Liegen nicht mals die Beine ausstrecken können. Die Tiere dienen hier nur als Gebärmaschinen, die möglichst kostengünstig viele Ferkel zur Welt bringen sollen. Ihre fundamentalen Bedürfnisse und Interessen werden dabei missachtet. Alles, was ein Schweineleben ausmacht, bleibt ihnen in ihrer trostlosen Existenz vorenthalten“, kommentiert Sandra Franz, Pressesprecherin von ARIWA.

Säue als Gebärmaschinen missbraucht

Schweinemastanlage in Sonnewalde: Schweine als Gebärmaschinen fixiert; Foto: Animal Rights Watch

 

"Seit Jahrzehnten machen solche Bilder immer und immer wieder deutlich, für welch enormes Leid die Schweinezucht und mit ihr die gesamte Tierindustrie verantwortlich ist. Daher fordert ARIWA ein radikales Umdenken. Politik und Gesellschaft dürfen dieses System nicht länger unterstützen. Stattdessen müssen pflanzliche Alternativen und ein veganer Ökolandbau gefördert werden. Nur so können wir wirklich verhindern, dass Abermillionen Tiere sinnlos für uns Menschen leiden“, so Franz abschließend.

Weiterer Betrieb in Elbe-Elster betroffen

Animal Rights Watch veröffentlichte bereits im Februar 2020 Videomaterial aus der Schweinezucht des Unternehmens Hoyaer Ferkelaufzucht GmbH & Co. KG aus Kölsa im Brandenburger Landkreis Elbe-Elster. "Auch hier werden Sauen für die „Ferkelproduktion“ jahrelang in körpergroßen Metallkäfigen und trostlosen Betonbuchten eingesperrt. Ferkel werden brutal umgebracht, weil sich ihre Aufzucht nicht rentiert. Dabei handelt es sich nicht um einen Einzelfall, sondern um den gängigen Standard in der Schweinezucht." hieß es damals von der Tierschutzorganisation. -> Weiterlesen

Anmerkung der Redaktion: Wir hatten irrtümlich den Sonnewalder Ortsteil Zeckerin als Unternehmenssitz angegeben, das ist falsch, der Unternehmenssitz des hier angesprochenen Unternehmens ist Sonnewalde (Görtz Sonnewalde GmbH & Co. Landwirtschaftsbetrieb KG, Kirchhainer Straße 12)

Bilder und Video: Animal Rights Watch

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