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Lieberose Donnerstag, 13 September 2018 von Redaktion

Update Lieberoser Heide: Löscharbeiten gehen weiter

Update Lieberoser Heide: Löscharbeiten gehen weiter

Die Löscharbeiten in der Lieberoser Heide sind in vollem Gange. Auf den kleinen ca. 3 Hektar großen Einsatzabschnitten am Teerofensee und nördlich von Byhlen ist das Feuer gelöscht. Allerdings brennt die große 200 Hektar Waldfläche auf dem stark munitionsbelasteten Gelände weiterhin. Nach Einschätzung von Kreisbrandmeister Ronald Judis war der Waldbrand heute Vormittag noch immer nicht unter Kontrolle. Ortschaften und Menschen seien derzeit jedoch nicht in Gefahr.

Aktuell sind ca. 200  Einsatzkräfte von der Brandschutzeinheit aus Oder-Spree sowie Helfer des Technischen Hilfswerkes und von Sanitätsdiensten vor Ort. Am Boden wurde inzwischen mit Hilfe der Bundeswehr westlich der Einsatzstelle ein  fünf Meter breiter Schutzstreifen gezogen.

Die beiden Hubschrauber von Bundespolizei und Bundeswehr löschen das Feuer weiterhin aus der Luft. Auf einer Länge von über sechs Kilometern entstand mit Hilfe des THW eine stabile Wasserversorgung. „Die große Wasserversorgungskette war ein sehr aufwendiges Projekt, das gut funktioniert“, sagt Judis.

Über eine Strecke von 2,5 Kilometern durch das Waldgebiet beliefert das THW seit gestern 21.45 Uhr rund um die Uhr die Löschfahrzeuge der Feuerwehren kontinuierlich mit Löschwasser. Das hat das THW am Nachmittag mitgeteilt. Heute übernahm das THW zusätzlich die mobile Kraftstoffversorgung für alle Einsatzfahrzeuge im Waldbrandgebiet. Damit die Feuerwehren in den für sie zugänglichen Bereichen so dicht wie möglich zum Löschen vordringen können, sind seit gestern THW-Kraftfahrer mit ihrem Bergeräumgerät und dem Kipper direkt im Auftrag der Einsatzleitung unterwegs. So können sie zügig neue Wegeverbindungen für die Löschfahrzeuge herrichten. Zurzeit sei die Telekom dabei, mittels eines Umsetzers die Telefon- und Funkleitungen zu stabilisieren. Wie das Hifswerk weiter mitteilte, ist der Waldbrand laut Einsatzleitung zwischenzeitlich unter Kontrolle.

Am Boden wurde inzwischen mit Hilfe der Bundeswehr westlich der Einsatzstelle ein fünf Meter breiter Schutzstreifen gezogen. Ein Panzer der Bundeswehr ist zur Lagebeurteilung im Einsatzgebiet unterwegs. Heute um 18 Uhr wird die Brandschutzeinheit abgelöst. Die Löscharbeiten werden noch länger anhalten und sind sehr Kräfte zehrend, schätzt Judis ein. „Wir brauchen viele Einsatzkräfte, die sich im Brandgebiet abwechseln können, daher appelliere ich vor allem an die Arbeitgeber, die Kameradinnen und Kameraden für den Einsatz freizustellen, so Judis.

red/pm

Bild: THW Saskia Grote Buder

 

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