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Cottbus Mittwoch, 01 April 2020 von Redaktion

Tesla erwägt gläserne Produktion in Cottbuser Innenstadt

Tesla erwägt gläserne Produktion in Cottbuser Innenstadt

Wie geht es weiter mit der Brache in der Cottbuser Innenstadt? Bis zum Märzende wollte sich Besitzer René Becker, Geschäftsführer der EKZ Stadtpromenade Cottbus, zu den künftigen Plänen mit dem Gelände äußern. Nun hat sich ein potentieller Interessent zu Wort gemeldet. Tesla, die in Grünheide ihre europäische Gigafabrik bauen, teilte nun mit, die Errichtung einer gläsernen Produktionsstätte in Brandenburg zu prüfen. Das Vorhaben soll die Endfertigung für alle sichtbar machen. Aktuell wird ein Standort in der Cottbuser Innenstadt (Brandenburg) diskutiert. "Dort gibt es mitten in der Stadt eine große ungenutzte Brachfläche" so Tesla, "die genutzt werden könnte."

Magnet für Touristen

"Für die Brandenburger Großstadt im Osten Deutschlands wäre dies ein wichtiger Schritt in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten etwas großartiges für die Region zu tun.", so ein Unternehmenssprecher. "In Cottbus gibt es eine Technische Universität und auch die Nähe zur zukünftigen Gigafactory in Grünheide sprechen für die Stadt." heißt es weiter. Ausserdem wird so ein gläserner Produktionsplatz ein Magnet für Touristen sein und auch dieser wichtigen Wirtschaftssektor der Region großartig beleben." 

Brachfläche in der Cottbuser Innenstadt; Cottbus-Bilder

Drei Etagen - bis zu 4.000 Autos

In der Fabrik könnten bis zu 350 Arbeitsplätze entstehen, sie soll oberirdisch dreietagig, unterirdisch mit Kellergeschoss gebaut und völlig gläsern sein. Die Zulieferung und eine Ausfahrt für fertig gestellte Autos ist in Richtung Postparkplatz vorstellbar, um Anwohner nicht zu verärgern soll insbesondere für die Anlieferung von Teilen Teslas elektrischer Semi-Truck genutzt werden, der ebenfalls vollelektrisch unterwegs ist. Bis zu 4.000 Autos der Modelle 3, Y und X pro Jahr sollen in der kleinen "Showfabrik" entstehen. - dazu sind Führungen und persönliche Abholungen für Autokäufer geplant. Zwischen Postparkplatz und Blechen Carré sollte eigentlich der Anbau des Einkaufszentrums entstehen, doch seit Jahren gibt es keine Bewegung in der Sache. Investor Becker vertröstet die Stadtverwaltung ein ums andere Mal, lediglich das Gras wächst langsam über die Brachfläche mit Bauzaunumrandung. 

Foto: Symbolfoto

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