Cottbus Mittwoch, 19 Februar 2020 von Redaktion / Presseinfo

Anhaltende Trockenheit: Cottbus fällt ca. 20 Hektar kranken Kiefernwald

In Cottbus müssen in den nächsten Wochen und Monaten kranke und abgestorbene Kiefern auf einer Fläche von insgesamt rund 20 Hektar gefällt werden. Die anhaltende Trockenheit in den letzten zwei Jahren hat dazu geführt, dass auch stadteigene Kiefernwälder unter verstärktem Schädlingsbefall zu leiden hatten. Wie es aus dem Fachbereich Umwelt und Natur heißt, gab es Baumfällungen wegen Schädlingsbefall in diesem Außmaß zuvor noch nie in Cottbus.

Mehr Infos dazu gibt es im Videogespräch im Titelvideo.

Die Stadt Cottbus teilte dazu mit:

Stadteigener Wald ist durch den Befall mit Käfern und Pilzen schwer geschädigt worden. Ein Grund dafür ist die Trockenheit der zurückliegenden Jahre. Deshalb wird derzeit und weiterhin teils massiv in die ca. 270 Hektar kommunaler Wald eingegriffen. Es ist vorgesehen, bis Ende dieses Jahres, die kranken und bereits abgestorbenen Kiefern zu fällen und aufzuarbeiten. Dafür wird ein Forstunternehmen mit entsprechender Technik hinzugezogen. Das Vorgehen dient auch dazu, der Verkehrssicherungspflicht gerecht zu werden.

Der weitere Verlauf der Schädigung der stadteigenen Kiefernwälder durch den Borkenkäfer und das Kieferntriebsterben (Pilzerkrankung) ist derzeit nicht abzusehen. Davon ist nicht nur die Stadt Cottbus/Chóśebuz betroffen. Infolge der vergangenen zwei sehr trockenen Jahre hat sich der Borkenkäfer und das Kieferntriebsterben bundesweit rasant ausgebreitet.

Aufgrund der kleinen Flächenstrukturen in der Stadt – die 270 Hektar verteilen sich auf ca. 140 Einzelflächen (Splitterflächen bilden kein schützendes Mikroklima aus) – wurden die Kiefern einem permanenten Hitzestress ausgesetzt, welcher dazu geführt hat, dass die Bäume geschwächt und den Fressschädlingen und Baumpilzen ausgeliefert sind. Bereits nach wenigen Wochen kommt es zum Absterben der befallenen Kiefern. Die befallenen Bäume, auch wenn sie teilweise noch grüne Nadeln aufweisen, sind definitiv nicht mehr zu retten.

Die Vegetationsperiode 2021 wird zeigen, ob die Naturverjüngung die entstandenen Lücken schließen kann. Wo das nicht der Fall ist, wird ab 2022 nachgepflanzt. Dazu kommen ausschließlich heimische Arten wie Linde, Eiche oder Esskastanie zum Einsatz.

Durch Käfer- und Pilzbefall betroffene stadteigene Waldflächen:

Spremberger Vorstadt:

  • Hermann-Löns-Straße
  • Bautzener Straße
  • Volkspark Madlower Schluchten
  • Seeweg

Sandow:

  • Tierparkstraße
  • Gustav-Hermann-Straße
  • Damaschkeallee
  • Pyramidenstraße
  • Parkstraße
  • Böcklinplatz
  • Lenbachstraße
  • Wilhelm-Busch-Straße

Branitz:

  • Rund um den Branitzer See
  • Westlich des Parkplatzes am Branitzer See

Schmellwitz:

  • Siedlerstraße
  • Nordparkstraße
  • Drachhausener Straße westlich vom Garagenkomplex
  • Waldfläche zwischen „Siedlung Nord" und Krennewitzer Straße
  • Waldfläche nördlich der Astrid-Lindgren-Grundschule
  • Butzener Straße / Ecke Siedlung Nord
  • Feldstraße

Sielow:

  • Alter Tontaubenschießplatz

Saspow:

  • Südlich der Deponie und auf dem Deponiegelände
  • Saspower Landstraße

Dissenchen:

  • Heidesiedlung und Umgebung

Kahren:

  • Frauendorfer Weg hinter dem Friedhof an der Autobahn

Ströbitz:

  • Nördlich Fichtestraße am Ortsausgang Cottbus

Sachsendorf:

  • Rund um den Sachsendorfer See

Eine 2 Hektar große Waldbrandfläche auf dem TIP-Gelände ist ebenfalls betroffen.

Diese Übersicht wird voraussichtlich im Juni 2020 aktualisiert.

Red/Presseinf

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