Cottbus Montag, 20 Januar 2020 von Redaktion

Zweifach-Weltmeister Sam Kendricks will den „King of Cottbus“ ärgern

Zweifach-Weltmeister Sam Kendricks will den „King of Cottbus“ ärgern

In zwei WM-Finals hatte der Stabhochspringer Sam Kendricks (USA) die Nase vorn – in Cottbus ist ihm das noch nicht gelungen. Bei seinem dritten Besuch in der Lausitz zum Springer-Meeting am 29. Januar 2020 soll sich das ändern.

Das Springer-Meeting in der LausitzArena ist seit Monaten ausverkauft, Niederlausitz aktuell überträgt das Event live über Youtube und auf der Webseite. 

Sam Kendricks, Sie waren schon zwei Mal beim Springer-Meeting. Was verbinden Sie mit der Veranstaltung?
Das ist wirklich ein besonderes Meetingt. Voriges Jahr bin ich mit dem kleinen Milo in die Arena eingelaufen. Das war sehr besonders und dafür danke ich ihm sehr. Die Organisatoren senden mir nach dem Meeting immer tolle Fotos, die ich auch aufbewahre. Das sagt einem ein bisschen etwas über das Herz dieses Meetings.

Wird Cottbus Ihr erstes Meeting der Hallensaison 2020 sein?
Ja, es ist das erste. Und ich hoffe, dass ich Piotr „King of Cottbus“ Lisek einen echten Wettkampf liefern kann. Er hat das Meeting ja nun drei Mal hintereinander gewonnen.

Im Finale der Weltmeisterschaft 2019 sind drei relaxte Athleten in aller Freundschaft um den WM-Titel gesprungen. Piotr Lisek, Armand Duplantis und Sie waren dafür sogar für einen Fair-Play-Preis nominiert. Weltmeister sind erneut Sie geworden – ist dieser Umgang mit Ihren Gegnern das Geheimnis Ihres Erfolgs?
Absolut. Gute Rivalen machen eine Meisterschaft erst aus. Wir drei und viele andere sind gute Freunde geworden während all der gemeinsam erlebten Wettkämpfe, Siege und Niederlagen – sowohl im Sport als auch im Leben. Wir sind sowas wie Seelenverwandte, und das ist mir viel mehr wert als all meine Medaillen.  Die Fair-Play-Trophäe haben wir leider nicht bekommen, aber es war toll, nominiert zu sein.

Die Saison 2019 war sehr lang durch die späte Weltmeisterschaft in Doha im Oktober. Wie sah Ihr Trainingsplan seitdem aus? Sind Sie vorbereitet auf die Hallensaison?
Nach der WM habe ich zunächst 30 Tage Pause gemacht. Das war erstmal komisch nach der langen Saison. Freunde und Familie wollten natürlich alle ihren Teil an Aufmerksamkeit, um die Zeit ein bisschen nachzuholen, die ich mit meinen anderen Freunden irgendwo auf der Welt verbracht hatte. Diese Balance ist nicht immer ganz einfach, aber beide Seiten sind mir sehr wichtig.
Und nun habe ich wieder viele Wochen Training hinter mir und habe das Gefühl, ich bin erneut auf einem Höhepunkt. Ich bin nicht weit entfernt von meiner Bestleistung und will neue Höhen in Angriff nehmen.

Die Saison 2020 ist eine olympische Saison. Ihr Ziel als zweifacher Weltmeister scheint klar zu sein. Wie wollen Sie das erreichen und wer sind dabei Ihre stärksten Gegner?
Das Spiel ist das gleiche, aber der Einsatz ändert sich jedes Mal. Ich sage das, weil ich die Männer, die mit mir um die Medaillen kämpfen werden, alle kenne. Aber alle Wettkämpfe bis zu Olympia stellen immer wieder andere Herausforderungen dar. Allen wünsche ich dafür viel Glück!

Auf Ihrem Instagram-Account haben Sie ein Foto von sich und Ihrer Frau ganz naturverbunden und im Cowboy-Outfit gepostet. Das sieht nach einer völlig anderen Welt als der Stabhochsprung-Welt aus.

Das Foto ist bei mir zu Hause entstanden. Ich war schon immer gern in der Natur und bin total tierlieb. Das habe ich im Blut, und meine Frau ist genauso. Diese Momente sind meine Atempausen. Die zwei Welten sind total unterschiedlich, aber meine Leidenschaft für beide macht mich aus.

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