Schwedt war ab 1968 der Standort des DDR-Militärstrafvollzugs und für viele männliche wehrpflichtige DDR-Bürger ein negativ besetzter Begriff. Die dort praktizierte Kombination von Freiheitsentzug mit Schichtarbeit, militärischer Ausbildung und politischer Schulung bedeutete gegenüber anderen Gefängnissen eine verschärfte Situation.
Wegen der überwiegend fehlenden Gefangenen-, Personal- und Verwaltungsakten wertete Arno Polzin (BStU) für die Publikation „Mythos Schwedt“ mehr als 900 Vorgänge aus dem Bestand des Stasi-Unterlagen-Archivs aus. Die wichtigsten Ergebnisse stellt er im Stadtmuseum Cottbus vor.
Im Vorfeld besteht die Möglichkeit einen Antrag auf persönliche Akteneinsicht zu stellen. Kostenfreie Informationsmaterialien zu verschiedenen Themen werden angeboten.
Termin: Dienstag, 20. August 2019
Ort: Stadtmuseum Cottbus, Bahnhofstraße 22, 03044 Cottbus
Programm:
16.00 – 19.00 Uhr Bürgerberatung zum Thema Akteneinsicht (bitte Personalausweis mitbringen)
17.00 – 19.00 Uhr Buchvorstellung „Mythos Schwedt: DDR- Militärstrafvollzug und NVA-Disziplinareinheit aus dem Blick der Staatssicherheit“, Arno Polzin (BStU)
Der Eintritt ist frei.
pm/red







