Im Tierpark Cottbus sind zwei junge Kamele zur Welt gekommen. Tierparkdirektor Dr. Jens Kämmerling stellte im NL-Videotalk den Nachwuchs offiziell vor und gab zugleich einen Ausblick auf die neue Saison. Die beiden Fohlen, ein Hengst und eine Stute, tragen die Namen Rocco und Mina. Bei frühlingshaften Temperaturen startet der Tierpark damit in eine belebte Zeit mit weiteren Jungtieren und umfangreichen Bauvorhaben. Besonders der Eingangsbereich soll grundlegend erneuert und modern gestaltet werden. Eindrücke und Infos aus erster Hand im NL-Video ->> Hier anschauen.
Erste Schritte im Vorgatter
Auf der Kamelanlage gibt es derzeit besonderen Anlass zur Freude. Zwei gesunde Fohlen wurden geboren. Wie Dr. Kämmerling im NL-Videotalk erklärte, handele es sich um „einen kleinen Hengst, eine kleine Stute“, die nun behutsam an die große Außenanlage herangeführt werden. Kamel-Nachwuchs sei in Cottbus zwar keine Seltenheit, da die Tiere bereits seit den 1950er Jahren im Tierpark gehalten werden. Dennoch bleibe jede Geburt anspruchsvoll. Entscheidend sei, dass die Fohlen rasch aufstehen und bei der Mutter trinken. Bei einem Jungtier habe es anfangs etwas Geduld gebraucht, bis alles reibungslos funktionierte. Die Tierpfleger hätten hier mit Erfahrung unterstützt. „Man ist bei Kamelen dann froh, wenn sie gut laufen“, sagte der Tierparkdirektor im NL-Videotalk.
Derzeit sind Rocco und Mina noch im Vorgatter untergebracht. Mit aufmerksamen Blicken lassen sie sich dort bereits beobachten. In den kommenden Tagen sollen sie die gesamte Anlage kennenlernen, auch im Zusammenspiel mit der übrigen Gruppe. Ein genauer Termin lasse sich nicht festlegen, da die Entwicklung individuell verlaufe. Im Laufe der nächsten Woche könnten sie jedoch erstmals auf der großen Fläche unterwegs sein.
Jungtiere nur auf Zeit in Cottbus
Wie Dr. Kämmerling weiter im NL-Videotalk erläuterte, bleiben die beiden Fohlen nicht dauerhaft im Tierpark. Die Einrichtung arbeitet mit einer kleinen Zuchtgruppe, sodass es üblich sei, die Tiere später an andere Tiergärten oder auch private Halter abzugeben. In der Regel bleiben die Jungtiere etwa ein Jahr vor Ort. Kamele gelten als domestizierte Tiere, die früher als Trag- und Wolltiere genutzt wurden. Dennoch seien sie nicht so unkompliziert zu handhaben wie andere Haustierarten. Die soziale Reifung dauere vergleichsweise lange.
Saisonbeginn und umfangreiche Bauprojekte
Mit dem Frühlingsbeginn startet der Tierpark in eine arbeitsreiche Phase. Neben den Kamelen gibt es auch bei Ziegen und Schafen Nachwuchs. Gleichzeitig stehen nach dem Winter zahlreiche Instandsetzungsarbeiten an Wegen und Anlagen an. Ein zentrales Vorhaben ist die umfassende Neugestaltung des Eingangsbereichs. Wie im NL-Videotalk erläutert wurde, soll der Bereich rundum erneuert und modern gestaltet werden. Geplant ist ein zurückhaltender Holzbau mit zeitgemäßer Kassenzone und verbesserten Besucherabläufen. Zudem wird ein Informationszentrum für einen regionalen Parkverbund integriert, in dem weitere Parks der Region vorgestellt werden. Ziel ist es, den Eingangsbereich insgesamt moderner, einladender und funktionaler zu gestalten. Der Baubeginn ist für dieses Jahr vorgesehen, die Fertigstellung wird nach aktuellem Stand im kommenden Jahr angestrebt.
Darüber hinaus soll im Sommer mit Arbeiten an der Vogelaufzuchtanlage begonnen werden, die im Winter auch als Geflügelpest-Quartier dient. Die Hauptbauphase ist hier für das kommende Jahr geplant. Bei den Rentieren laufen Vorbereitungen an der Anlage, und die Schneeulen sollen noch vor Ostern in ihre neue Voliere umziehen.





