Freie Bauern verlieren ihr Land und ihre selbstständige Existenz. Normen für die Arbeiter wurden erhöht. Die Löhne dadurch gesenkt. So gingen die Arbeiter am 17. Juni 1953 auf die Straße und forderten politische Veränderungen. Am Ende rollten sowjetische Panzer. Menschen sind erschossen worden oder landeten willkürlich in den Gefängnissen.
Auch im Zuchthaus Cottbus waren die Zellen in den Tagen nach dem Volksaufstand überfüllt. Nahezu 2000 Häftlinge belegten die Zellen in dem Zuchthaus, was für 600 Insassen gebaut worden war.
Daran erinnerten am Montag, sechzig Jahre danach, die CDU-Kreisvorstände aus Cottbus und Spree-Neiße gemeinsam mit einigen Cottbuser Einwohnern im heutigen Menschenrechtszentrum in der Bautzener Straße. Sie waren zu einer gemeinsamen Gedenkstunde zusammen gekommen.
Landesvorsitzender Prof. Dr. Michael Schierack erinnerte in seiner Gedenkrede auch daran, dass dieser 17. Juni 1953 auch das Schicksal der CDU Brandenburg und ihrer Mitglieder geprägt hat. Durch Verhaftung, Vertreibung und Mord wurde fast die gesamte Führungsmannschaft der CDU Brandenburg politisch und physisch liquidiert.
Umso mehr wiegt die Standhaftigkeit vieler aufrechter und ehrlicher Christdemokraten, wie sie Wilhelm Wolf zum Ausdruck gebracht hat: „Wenn wir alle gehen, ist Deutschland geteilt. Wir bleiben, solange es geht.“ Auch er bezahlte seine Standhaftigkeit mit seinem Leben, fasste Schierack zusammen.
Abschließend mahnte er, dass die Menschen, welche damals für ihre Visionen einstanden und für Demokratie, Freiheit und ein einiges Deutschland kämpften, nicht vergessen werden.
Foto: Dr. Klaus- Peter Schulze (l.) und Landesvorsitzender Prof. Dr. Michael Schierack (2.v.r.) legen zum Gedenken ein Blumengebinde am Gedenkstein im ehemaligen Zuchthaus Cottbus nieder
Quelle und Foto: Uwe Kneschk, CDU Cottbus







