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Spremberg Mittwoch, 10 Mai 2017 10:10 |  von Redaktion

Aufsteiger Asahi Spremberg holt zweiten Punkt beim Favoriten in Holle

Aufsteiger Asahi Spremberg holt zweiten Punkt beim Favoriten in Holle

„Die Holler sind heiß auf die Spremberger“ so im Vorbericht der Holler Judoka am Freitag zu lesen. Und Holle legte auch los wie die Feuerwehr. Mit einem Blitzsieg nach bereits 6 Sekunden zeigten die Niedersachsen gleich im ersten Duell wer hier der Hausherr ist. Nach vier weiteren vorzeitigen Siegen sah die Lage zur Pause für den Aufsteiger aus Spremberg mehr als trostlos aus. Lediglich die beiden polnischen Kämpfer konnten ihre Begegnungen gewinnen. Während Patryk Ciechomski den holländischen Meister Mistral Janssen im Golden Score niederrang, siegte Mariusz Krueger gegen den Studenten Europameister Viktor Semenko.

Mit einem Halbzeitstand von 2:5 und 8:50 nach Unterpunkten aus Spremberger Sicht war eigentlich nur noch Schadensbegrenzung möglich. Ja eigentlich, und da es dieses Wort nicht gibt, entschloss sich Trainer Michael Rex zu einer mehr als außergewöhnlichen Maßnahme. Er wechselte kurzerhand die beiden Punktgaranten aus und stellte gleich sechs „Neue“ auf die Matte. Lediglich Leichtgewichtler Maximilian Zimmermann musste zum zweiten Mal auf die Matte. Da die Spremberger aber auch  nur einen 60Kg Kämpfer mit hatten, keine Überraschung für Holle. Nicht schlecht staunten die Holler Verantwortlichen beim Blick auf die Liste und so manch Einer belächelte die Spremberger und dachte die sind verrückt und das hier wird ein Spaziergang.

Die Spremberger indes ließen sich Ihre Gute Laune auch vom Rückstand nicht verderben. Die Mannschaft stand wie ein Fels hinter jedem einzelnen Kämpfer und war lauter als die ca. 100 Holler Zuschauer. Vizekäpt`n Johannes Kruse sorgte dann auch für den ersten Sieg nach der Halbzeitpause. Neuling Valentin Kiesche durfte anschließend nicht zeigen was in Ihm steckt. Zum Erstaunen der Spremberger Mannschaft und auch der Holler Fans hob sein Kontrahend die Hand und gab den Punkt somit freiwillig ab. Danach kam es zur einzigen Neuauflage der Hinrunde. Und wieder gingen Maximilian Zimmermann und ehemalige Deutsche Juniorenmeister Danny Paul Kiel in den Golden Score. Frenetischer Beifall aus den eigenen Reihen und eine bewundernswerte Willensstärke gaben letztlich den Ausschlag. Maximilian zwang seinen Gegner  förmlich in die Knie. Plötzlich stand es 5:5 und die Spremberger fighteten. Selbst Marcel Jamet versuchte gegen den 30 Kg schwereren 6fachen Belgischen Meister und Europacupsieger B. Harmegnies Alles, stand aber letztendlich auf verlorenem Posten. Michel Daue war es dann, der wie Maxilmilian Zimmermann eine echte Energie Leistung vollbrachte. Michel siegte über den Drittplazierten der letztjährigen Deutschen Meisterschaften und bis dahin ungeschlagenen Maxime Junghänel im Golden Score und glich wieder aus. Nach einer Niederlage durch Kevin Schröder war es Kapitän Stefan Niesecke der die Sensation perfekt machte. Souverän holte Stefan den 7. Punkt und damit das Unentschieden.

Während die ASAHI Kämpfer dieses Unentschieden ausgelassen feierten, blieben die Holler hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück und machten Ihrem Ärger Luft. Die Kabinenansprache nach dem verpassten Sieg gegen die „Freizeitsportler aus Spremberg“ hörte man bis in die Halle. Der Stimmung im ASAHI Lager tat dies keinen Abbruch. Die Freude über den zweiten Punkt im zweiten Kampf war so groß und stärkte umso mehr den Zusammenhalt im Spremberger Team.

Für die Lausitzer geht es am 27. Mai zum Deutschen Meister nach Hamburg. Angst haben die Männer um Trainer Michael Rex keine. Im Gegenteil der Aufsteiger ist wohl eher das einzige Team der Liga, welches sich auf die Hamburger freut. „Wir haben ja so schon nix zu verlieren und erst Recht nicht gegen den Deutschen Meister. Die Jungs wollen kämpfen und freuen sich auf die großen Namen im Hamburger Team wie zum Beispiel auf einen meiner persönlichen Lieblingskämpfer den Deutschen WM- und Olympiadritten Dimitri Peters.“ so Vereinschef Dirk Meyer

Foto: Mariusz Krueger ausgewechselt trotz Sieg im 1. Durchgang. Geniestreich oder Wahnsinn? Der polnische Kämpfer sah es gelassen und freute sich über den Erfolg der Mannschaft.

pm/red

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