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Senftenberg Samstag, 08 Juli 2017 16:57 |  von Redaktion

Neue Kooperation zur Erforschung von Bergbaulandschaften

Neue Kooperation zur Erforschung von Bergbaulandschaften

Fachleute aus Brandenburg und Berlin wollen Rekultivierungsmaßnahmen optimieren

Bergbaulandschaften funktionieren anders als die unbeeinflussten Gebiete in ihrer direkten Umgebung. Dieser Beobachtung will das neu eingerichtete Cluster »Signaturen stark gestörter Landschaften – am Fallbeispiel von Bergbaulandschaften« am Zentrum für Nachhaltige Landschaftsentwicklung (ZfNL) an der BTU Cottbus-Senftenberg in den kommenden drei Jahren nachgehen. Signaturen stehen in Kartenwerken für bestimmte Eigenschaften von Landschaften. Inzwischen ist eigentlich nahezu die gesamte Erdoberfläche vollständig auf Landkarten abgebildet. Die Forscherinnen und Forscher des neu eingerichteten Clusters der BTU Graduate Research School (GRS) gehen jedoch davon aus, dass es noch »weiße Flecken« auf der Landkarte gibt – nämlich Bergbaugebiete und andere ähnlich stark ge- oder zerstörte Landschaften. Welche speziellen Eigenschaften eine »Bergbau-Signatur« darstellen müsste, wird Gegenstand dieses Forschungsprojekts sein. Geleitet wird es von Prof. Klaus Birkhofer vom Fachgebiet Ökologie und Prof. Brigitte Nixdorf vom Fachgebiet Gewässerschutz. Die Forscherinnen und Forscher erwarten unter anderem Erkenntnisse zur Optimierung von Rekultivierungsmaßnahmen für derartige vom Mensch veränderte Landschaften.

Den Ansatzpunkt der Forschungsbemühungen bildet der Kohlenstoffhaushalt von Bergbaulandschaften, sowohl im Land- wie im Gewässerbereich. Dahinter steht die Annahme, dass gestörte Landschaftsausschnitte andere räumliche und zeitliche Muster zum Beispiel bei der Abgabe von Kohlendioxid aus dem Boden oder Gewässer als Folge von veränderten Stoffwechselprozessen erkennen lassen. Um dies zu überprüfen, haben sich die BTU-Fachgebiete Ökologie, Bodenschutz und Rekultivierung, Hydrologie und Wasserressourcenbewirtschaftung sowie Gewässerschutz mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ und Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin zusammengeschlossen. Das Forschungsprojekt bietet Themen für insgesamt 5 Doktorandinnen und Doktoranden an den drei Einrichtungen. BTU, GFZ und IGB tragen zusammen das ZfNL, das damit eine zentrale Empfehlung des Wissenschaftsrates zu einer intensivierten Vernetzung mit außeruniversitären Partnern umsetzt.

Foto: BTU Cottbus-Sentenberg

pm/red

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