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Finsterwalde Donnerstag, 24 November 2016 16:28 |  von Redaktion

Erster Bauabschnitt der Berliner Straße in Finsterwalde freigegeben

Erster Bauabschnitt der Berliner Straße in Finsterwalde freigegeben

Am 24. November ist der erste Bauabschnitt der Berliner Straße, der bedeutenden innerstädtischen Einkaufsstraße, nach der Sanierung feierlich übergegeben worden. Anlässlich der Verkehrsfreigabe waren neben dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Andreas Holfeld, Vertreter der Fraktionen, Bürgermeister Jörg Gampe, Mitarbeiter der Stadt Finsterwalde, die beteiligten Baufirmen sowie Anwohner, Geschäftsinhaber und viele Bürgerinnen und Bürger anwesend. Insbesondere die Händlerschaft präsentierte sich von ihrer besten Seite. Nach einer Durststrecke von etwa sieben Monaten atmen die Inhaber der Einzelhandelsgeschäfte auf. Das Fazit fällt ausschließlich positiv aus. „Als ich vor drei Jahren zum ersten Mal nach Finsterwalde kam, war ich nicht sonderlich begeistert von der Atmosphäre in der Berliner Straße. Nun sieht man schon von der Kreuzung am Brückenkopf aus, dass die Straße freundlich und einladend ist. Wir halten die Sanierung für eine nachhaltige und sinnvolle Maßnahme zur Belebung der Stadt. Zum Verlauf der Bauarbeiten können wir uns nur positiv äußern. Die Mitarbeiter der Baufirmen haben alles möglich gemacht, damit unsere Kunden den Weg zu uns finden. Es war stets eine offene und konstruktive Atmosphäre“, sagt Christian Kilinski von der Buchhandlung Mayer und spricht dabei für das ganze Team.

Ziel der Baumaßnahme war es, neben den nötigen Sanierungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Kanalarbeiten oder die Erneuerung von Leitungsnetzen und maroden Hausanschlüssen, die Einkaufsstraße attraktiver, weitläufiger und zeitgemäßer zu gestalten. Seitens der Stadt Finsterwalde wurde großer Wert auf eine möglichst kurze Bauzeit und eine offene Kommunikation mit den Anliegern und Händlern gelegt. Es ist gelungen, die Baufirmen zur Arbeit im Zweischichtsystem zu verpflichten und die Anlieger stets in die Planungen einzubeziehen. Auch der Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Elbe-Elster, Jürgen Riecke, sieht es so: „Ein Kompliment an die Stadtverwaltung für einen guten Einbezug der Anrainer in der Planungsphase sowie für eine offene und fortlaufende Kommunikation. Finsterwalde mausert sich. Die Umgestaltung des zweiten Teils der Einkaufstraße wird hoffentlich ebenso zügig und reibungslos vorangehen. Wir wünschen den Finsterwaldern und den Besuchern von Nah und Fern viel Freude an dem Straßenbild. Mögen alle Geschäfte Vorteile davon haben und ein reger Zulauf das Investment bestätigen. Wir sind stolz in dieser Stadt unseren Sparkassensitz zu haben“, sagte er.  

Fleischermeister Uwe Arnold, Inhaber der gleichnamigen Fleischerei in der Berliner Straße ist erleichtert: „Es war mitunter schwierig. Wir haben die Phase mit leichten Blessuren überstanden. Auf jeden Fall geht ein Lob an die Bauarbeiter und auch mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Die Straße ist attraktiv und freundlich“. Dieselben Töne schlägt das Team vom Schreibwarencenter Schmidt an: „Mit den Bauleuten war ein sehr gutes Auskommen, vor allem haben sie schnell gearbeitet.“ Nun freut man sich in der Berliner Straße wieder auf mehr Laufkundschaft und Durchfahrende, die zum Einkaufen anhalten.

Mit der Einweihungsfeier zeigt die Stadt Finsterwalde Bürgern und Gästen, dass die wichtige Innenstadtstraße bis zum Beginn des nächsten Bauabschnittes nun wieder ohne Einschränkungen zu passieren und schöner denn je ist. Für den ersten Bauabschnitt sind von der Stadt Finsterwalde, dem Entwässerungsbetrieb und den Stadtwerken insgesamt etwa 1,3 Mio. Euro investiert worden. Die Investitionen der Stadt Finsterwalde liegen bei etwa 600.000 Euro, wovon zwei Drittel durch Bund und Land gefördert wurden. Somit entfallen etwa 200.000 Euro Eigenanteil für den Bauabschnitt zwischen Sparkassen-Kreuzung und Einmündung August-Bebel-Straße.

Wechselseitig angeordnete Parkflächen, verschiedene Materialien im Straßenbelag und gekennzeichnete Flächen zum Überqueren für Fußgänger machen nun deutlicher kenntlich, dass es sich um eine Einkaufsstraße handelt. Zudem wird mit dieser abwechslungsreichen Gestaltung erreicht, dass sich der Verkehr verlangsamt. Die Straße ist zugunsten der Gehwege etwas schmaler, was sie fortan noch mehr als Einkaufsstraße erlebbar macht. Eine der wichtigen Komponenten bei der Sanierung der Straße ist das Stichwort Barrierefreiheit. Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern und Eltern mit Kinderwagen sind genauso berücksichtigt worden wie die von Sehbehinderten. Sechs Bäume, von Optiker Fielmann gespendet, sind bereits gepflanzt.  

Bei der Verwendung von Baumaterialien setzte man auf Tradition und verwendet das für Finsterwalde typische Natursteinpflaster und die sogenannten Berliner Borde.

Rechts vor links gilt künftig an der Sparkassen-Kreuzung. Hier haben sich die Planer für eine Variante entschieden, die beim Linksabbiegen das sogenannte deutsche Abbiegen, das Umfahren des entgegenkommenden Fahrzeuges, vorsieht. Eine ellipsenförmige Aufpflasterung in der Mitte der Kreuzung gibt dafür die nötige Orientierung. Damit ist die Ampel überflüssig. Aufgrund der Straßen- und Kreuzungsgestaltung gewinnt in der Berliner Straße das Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme an Bedeutung und der Verkehr wird künftig beruhigter die Straße durchfahren. 

Voraussetzung für die Sanierung der Straße war die Umwidmung von einer Landesstraße in eine kommunale Straße, was nach langem Drängen der Stadt Finsterwalde im Jahr 2013 vom Land Brandenburg endlich in Aussicht gestellt wurde und Ende des Jahres 2014 rechtssicher war. In Voraussicht auf diese Umwidmung hat die Stadt Finsterwalde bereits Anfang 2014 Anlieger, Mieter, Gewerbetreibende und Hausbesitzer zur künftigen Verkehrsführung der Berliner Straße befragt. Die Mehrheit der Befragten entschied sich dafür, dass die Straße künftig in beide Richtungen befahrbar sein soll. 

Anfang 2015 konnten den Abgeordneten und den Anliegern drei verschiedene Ausbauvarianten vorgestellt werden. Nach Beratungen in den Ausschüssen und einer weiteren Bürgerinformationsveranstaltung beschlossen die Stadtverordneten am 27. Mai 2015 eine Ausbauvariante mit einer sogenannten Rhythmisierung des Verkehrs.

Foto: (v.l.n.r.) Albrecht Marschetzky, Geschäftsführer der Finsterwalder Bauunion, Stadtverordnetenvorsteher Andreas Holfeld; Dominica Ramos, Leiterin des städtischen Entwässerungsbetriebes; Ralf Reichelt von den Finsterwalder Stadtwerken und Bürgermeister Jörg Gampe.

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