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Finsterwalde Donnerstag, 24 November 2016 12:09 |  von Redaktion

Baumpflanzung schließt Finsterwalder Schlosshofsanierung ab

Baumpflanzung schließt Finsterwalder Schlosshofsanierung ab

Am 24. November ist mit dem Pflanzen eines Feldahorns die Sanierung des Schlosshofes in Finsterwalde abgeschlossen worden. Für Achim Krekeler, Geschäftsführer des betreuenden Architekturbüros Krekeler und Partner, ist ein bedeutender Abschnitt zu Ende gegangen. Die Sanierung am Denkmal sei stets eine große Herausforderung. Der Finsterwalder Schlosshof habe mit der baufälligen Brücke und einem großen Höhenunterschied so manche Hürde geliefert. „Beachtenswert war außerdem, dass man in Finsterwalde sehr früh auf Barrierefreiheit gesetzt hat. Da war Bürgermeister Gampe kompromisslos. Es erforderte viele Gespräche, die jedoch stets zielorientiert verlaufen sind“, sagte er und wendete sich dabei auch an die Vertreter der Landesdenkmalbehörde und an den Integrationsbeauftragten des Landkreises Elbe-Elster, Jürgen Brückner.

Seit Juni 2014 wurde im Rahmen der Gesamtsanierungsmaßnahme Schloss der Schlosshof neu gestaltet. Mit dem Abriss eines in den 20er Jahren errichteten Anbaus im Innenhof ergab sich wieder die ursprüngliche Situation im Hof, der eine Gesamtfläche von etwa 1000 Quadratmeter besitzt. Die Neugestaltung ist gekennzeichnet durch einen umlaufenden Weg aus mehrformatigen Natursteinplatten, der die einzelnen Eingänge erschließt. Die übrige Hoffläche wurde mit Kleinsteinpflaster ausgepflastert. Das Gesamtbild des Schlosshofes ist nun wieder ruhig und stimmig. Die Remise, ein ursprüngliches Wirtschaftsgebäude, ist heute ein modern ausgestatteter Tagungsraum mit Backsteinoptik und großem Tagungstisch.

Zur Baumaßnahme Schlosshof gehört außerdem der Bau einer Fahrradüberdachung. Während der Fundamentsanierung des Westflügels im Innenhof des Vorderschlosses kam Überraschendes zutage. Es zeigte sich, dass das Fundament aus mindestens fünf aus Backsteinen gemauerten Bögen bestand. Sie waren wesentlich älter als der Westflügel selbst. Archäologische Untersuchungen ergaben eine zeitliche Einordnung in das 14./15. Jahrhundert.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme betragen etwa 558.000 Euro. Es konnten Fördermittel über das Programm Aktive Stadtteilzentren (ASZ) eingeworben werden. Somit entfiel auf die Stadt Finsterwalde ein Eigenanteil von etwa 186.000 Euro.

Die Gesamtplanung der Schlosssanierung erfolgt durch das Architekturbüro Dr. Krekeler und Partner in Brandenburg. Für die Schlosshofplanung wurde das Büro Landschaftsarchitekten Gunnar Lange aus Bad Belzig und das Büro HACON –interplan aus Finsterwalde für die TGA-Planung gebunden. Die beteiligten Baufirmen waren Galabau und Erden Tuschke GmbH aus Vetschau, die Röder und Sohn Bau GmbH aus Doberlug-Kirchhain und die Firma Gebrüder Richter aus Massen.

Foto: Bürgermeister Jörg Gampe (Mitte), Architekt Dr. Achim Krekeler (links) und Landschaftsarchitekt Gunnar Lange (rechts) pflanzen einen Feldahorn ein. Die Pflanzfläche ist von einer Cortenstahlfläche umfasst. Darin ist die erste Textzeile des Finsterwalder Sängerliedes eingestanzt.

pm/red

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