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Cottbus Donnerstag, 29 Juni 2017 16:02 |  von Redaktion

Neu im dkw.: Paukenschlag der Moderne

Neu im dkw.: Paukenschlag der Moderne
PAUKENSCHLAG DER MODERNE
Man Ray, László Moholy-Nagy, El Lissitzky, Alexander Rodtschenko, 
Raoul Hausmann, Umbo
1.7. ‒ 3.9.2017

Am Freitag, 30.Juni 2017, 19.00 Uhr, lädt das dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus (Uferstr. / Am Amtsteich 15) zur Eröffnung der Ausstellung „Paukenschlag der Moderne“ mit Werken der sechs Fotoavantgardisten Man Ray, László Moholy-Nagy, El Lissitzky, Alexander Rodtschenko, Raoul Hausmann und Umbo ein. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei. Die Schau ist bis 3. September 2017 im Dieselkraftwerk zu sehen.

Die Ausstellung zeigt mehr als 80 Schlüsselwerke der Moderne aus der Sammlung von Barbara und Horst Hahn. Die Bedeutung der Künstler dieser Ausstellung für die Kunst des 20. Jahrhunderts kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ihr Wirken, das miteinander verknüpft war, und ihre Werke, die sich gegenseitig befruchtet haben, übertrugen die Ideen der Moderne auf die Fotografie. In der Art und Weise ihres „Neuen Sehens“ manifestierte sich der unmittelbare Ausdruck der Zeit nach dem 1. Weltkrieg. Die Fundamente dieser neuen Bildästhetik tragen bis heute.

Man Ray gehört zu den einflussreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Er ist einer der ersten multimedialen Künstler im heutigen Sinne und gilt als Fotoavantgardist, der die Ästhetik der Fotografie revolutionierte. László Moholy-Nagy zählt als wegweisender Repräsentant der Bauhaus-Fotografie zu den Protagonisten des „Neuen Sehens“. El Lissitzky, der eine avantgardistische und dynamische Bildgestaltung anstrebte, gilt als Pionier der konstruktivistischen Fotografie. Alexander Rodtschenko modernisierte durch neuartige Perspektiven, ungewohnte Blickwinkel und Verkürzungen die Bildästhetik. Raoul Hausmann zählt als experimenteller Fotograf zu den Erfindern der modernen Fotomontage und Vertretern des ganzheitlichen Sehens. Umbo experimentierte als Bahnbrecher der Moderne stilbildend mit Fotogrammen, Fotomontagen und Mehrfachbelichtungen.

Der Auftritt dieser sechs Künstler in den 1920er Jahren wirkte wie ein Paukenschlag der Moderne, dessen Widerhall in der Kunstgeschichte bis in unsere Tage zu vernehmen ist. Ihnen gemeinsam diente die Fotografie als wirksames Mittel im künstlerischen Prozess, um der Wirklichkeit eine eigene Vorstellungswelt entgegenzusetzen. Damit einher ging auch die endgültige Anerkennung der Fotografie als künstlerisches Medium.

Führungen:
Dienstag, 4. Juli 2017, 16.30 Uhr,
Sonntag, 30. Juli 2017, 16.00 Uhr,
Donnerstag, 31. August 2017, 16.30 Uhr
 
Foto: © VG Bild-Kunst
 
pm/red
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