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Cottbus Freitag, 28 Oktober 2016 18:21 |  von Redaktion

Kunst an der BTU: „COLLAGEN" von Dr. Martin Stelzig

Der Künstler im Gespräch mit Studierenden. Der Künstler im Gespräch mit Studierenden. Foto: Ralf-Peter Witzmann/BTU Cottbus–Senftenberg

Eine Ausstellung mit Arbeiten des Berliner Malers und Grafikers Dr. Martin Stelzig wurde am 24. Oktober 2016 an der BTU in Cottbus-Sachsendorf eröffnet. Das Institut für Soziale Arbeit präsentiert die Ausstellung "COLLAGEN" bis zum 23. Januar 2017 in der ersten Etage des Gebäudes 10 in der Lipezker Straße 47.

Sowohl Studierende als auch weitere Interessierte aus der Region und darüber hinaus folgten der Einladung zur Ausstellungseröffnung. Dr. Martin Stelzig nutzte diese Veranstaltung, um Prof. Dr. Agnes Saretz vom Fachgebiet Medienpädagogik der Universität, der Wissenschaftlichen Mitarbeiterin Anja Raschke sowie dem technischen Personal für die hervorragende Zusammenarbeit bei der Vorbereitung der Ausstellung zu danken. Mit Gitarrenmusik stimmte Richard Schönfelder aus dem Studiengang Instrumental-und Gesangspädagogik die Besucher auf die visuellen Eindrücke ein. Auch gab Dr. Stelzig eine Einführung in die zeitgenössische Kunstform der Collage.

"Collage ist die Sammelbezeichnung für die Spielbreite gänzlich oder teilweise aus Papier, Textil, Fotos und anderem Material montierten geklebten Bildern." Zuerst wurde sie um 1910 von den französischen Kubisten in einige ihrer Bilder einbezogen. Bei den Dadaisten erreichte sie einen Höhepunkt, und vielfach gebraucht die Pop-Art dieses bildnerische Verfahren. Collagen werden nicht nur zunehmend für Plakate, Buchumschläge, Literaturillustrationen verwendet, sondern die Collagetechnik hat auch pädagogische und therapeutische Bedeutung und ist vom Schulkind bis zum Rentner und bei Versehrten erfolgreich einsetzbar.

Mit seinen an der BTU Cottbus-Senftenberg gezeigten Collagen möchte Dr. Stelzig insbesondere den Studierenden, aber auch allen anderen Interessierten Anregungen für den Einsatz dieses bildnerischen Verfahrens geben. In 57 Rahmen können die Besucher jeweils zwei oder vier Collagen, vorrangig im Format A4, betrachten. Die Arbeiten tragen keine Titel, sollen zum Nachdenken anregen. Bei vielen Collagen mit verblüffenden Grundideen erschließen sich dem Betrachter die Themen - zum Beispiel Technik, Musik, Natur, Geld oder Reisen - ganz einfach. Daneben gibt es unter anderem geometrische Formen und Arbeiten, die den Besucher besonders fordern, ihm zum Beispiel Kenntnisse der griechischen Mythologie abverlangen, wie im Falle der als Landkarte auf dem Stier reitenden Europa.

"Der Betrachter soll sich nicht langweilen", erklärt der Künstler. "Ich finde etwas, und mit dem gefundenen Material erfinde ich etwas Neues." Viele seiner Collagen tendieren zu abstrakten Bildern. Sein Material ist zumeist farbiges oder bedrucktes Papier, seltener sind es zum Beispiel Garn, Stoffreste oder Folie. Zwei Materialkästen ergänzen die gezeigten Arbeiten und geben Aufschluss über weitere Möglichkeiten.

Nachdem der Maler und Grafiker Dr. Martin Stelzig bereits im Jahre 2002 kleine Farblinolschnitte am Hochschulstandort Cottbus-Sachsendorf zeigte, ist er mit "COLLAGEN" nun bereits zum zweiten Mal hier präsent. Offen steht diese sehenswerte Ausstellung im Gebäude 10 der BTU in Cottbus-Sachsendorf allen Interessierten wochentags jeweils von 8 bis 16 Uhr.

Martin Stelzig, geboren 1934, studierte Kunsterziehung/Kunstgeschichte an der Universität Greifswald, wo er auch mehr als zehn Jahre lehrte. 1966 promovierte er. Von 1971 bis 1991 betrieb er kunstpädagogische Forschung in Berlin, wo er von 1991 bis 1996 einen Lehrauftrag zu Bild-Text-Beziehungen an der Freien Universität hatte und ein Forschungsprojekt realisierte. Seit 1996 widmet sich Dr. Martin Stelzig verstärkt seinem künstlerischen Schaffen, beteiligt sich an Gruppenausstellungen und macht seine bildkünstlerischen Werke in Personalausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich.

Bild: Der Künstler im Gespräch mit Studierenden. Foto: Ralf-Peter Witzmann/BTU Cottbus–Senftenberg

pm/red

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