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Cottbus Mittwoch, 26 Oktober 2016 18:28 |  von Redaktion

7. Branitzer Parkseminar. Wiederentdeckte Wege und Gehölze für die Baumuniversität

7. Branitzer Parkseminar. Wiederentdeckte Wege und Gehölze für die Baumuniversität

Das nunmehr 7. Branitzer Parkseminar widmet sich dem zugewachsenen Mittelweg im Branitzer Vorpark, Partien am Cottbuser Torhaus und der Baumuniversität. Für die praktischen Arbeiten am 5.11.2016 haben sich bereits 65 ehrenamtliche Teilnehmer angemeldet. Zum einführenden Vortragsabend am Freitag, den 4.11.2016, 18:30 Uhr, Besucherzentrum Gutshof Branitz, ist jedermann herzlich eingeladen. Es werden drei Referenten mit hochspannenden Themen erwartet.

Zu Beginn spricht Antje Schmidt, Laborleitung der Humboldt-Universität zu Berlin im Fachgebiet Urbane Ökophysiologie der Pflanzen, über die In vitro Vermehrung wichtiger Branitzer Gehölze für die Baumuniversität. Mit dem in-vitro-Verfahren werden besondere Gehölze des Branitzer Parks in speziellen Nährlösungen im Reagenzglas vermehrt, um später bei Bedarf am historischen Standort nachgepflanzt werden zu können.

Im Anschluss stellt der Cottbuser Archäologe Jens Lipsdorf seine Ergebnisse von gartenarchäologischen Untersuchungen im Branitzer Park vor. In den vergangenen Jahren konnten auf Grundlage seiner Recherchen historische Beetstrukturen des Venusbeetes und historische Wege im Rehgarten wiederentdeckt werden. Er erklärt die Fragen: wie findet man alte Wege, wie sind sie aufgebaut und was wurde außerdem Überraschendes gefunden.

Abschließend führt Parkleiter Claudius Wecke in das 7. Parkseminar ein und erläutert die historischen Hintergründe des im Dornröschenschlaf liegenden Mittelweges. Außerdem stellt er die geplanten Arbeiten, wie die Öffnung von Blickbeziehungen auf das Zollhaus oder die Pflanzung von „in vitro“-vermehrten Gehölzen in die Baumuniversität vor.

Der Eintritt zum Vortragsabend des ehrenamtlichen Parkseminars ist frei.

Bild: Nahe dem Hardenbergplatz im Branitzer Pleasureground konnte der Archäologe Jens Lipsdorf historische Wege nachweisen. Foto: Claudius Wecke (SFPM) 2014.

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