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Cottbus Donnerstag, 25 August 2016 15:11 |  von Redaktion

Hundeköder mit Nägeln in der Saarbrücker Straße gefunden

Hundeköder mit Nägeln in der Saarbrücker Straße gefunden

In Cottbus sind erneut giftige und präparierte Köder für Hunde aufgetaucht. Nach Angaben der Polizei wurden am Mittwoch durch einen Anwohner in Sachsendorf insgesamt sieben Fleischbällchen bemerkt, die mit Nägeln und Splittern von Rasierklingen gespickt waren. Die gefährlichen Köder, die in der Nähe einer Gartenanlage in der Saarbrücker Straße gefunden wurden, sind sichergestellt worden.  

In diesem Zusammenhang warnt die Stadtverwaltung vor sorglosen Gassigängen mit den Hunden. Immer wieder werden auch giftige Köder ausgelegt. Für den Hund kann die Aufnahme im schlimmsten Fall tödlich enden. Das Veterinäramt warnt deshalb alle Hundebesitzer, aufmerksam und mit angeleintem Hund auf Gassitour zu gehen. Das Auslegen solcher Giftköder ist kein Kavaliersdelikt und wird als Ordnungswidrigkeit bzw. als Straftat nach dem Tierschutzgesetzt geahndet.

In aktuellen Fällen handelt es sich um gegarte Fleischwürfel, in denen Nadeln versteckt und im Stadtgebiet, vermehrt im Stadtteil Sachsendorf, ausgelegt wurden. Es sind bereits Hunde erkrankt und auch vermutlich daran verstorben. Typische Giftköder bestehen aus rohem oder gegartem, gewürztem Fleisch, das mit scharfen Gegenständen wie Rasierklingen, Scherben, Nägeln usw. gespickt oder mit Rattengift oder Schneckenkorn versetzt wurde.

Typische Verstecke von Giftködern:

- dichtes Gebüsch
- Hundeauslaufgebiete, Hundewiesen
- Gehwege mit Rasenflächen am Rand

Sollten Bürger oder Hundebesitzer ein solches verdächtiges Stück Wer solches Fleisch oder ähnlich verdächtige Köder findet, sollte diese in einer Tüte sichern und umgehend Polizei oder Veterinäramt informieren. Die Behörden sind auf Hilfen aus der Bevölkerung angewiesen. Sie können helfen, indem Sie verdächtige Beobachtungen melden, sich Notizen machen oder Personen, die Ihnen verdächtig erscheinen, bei der zuständigen Polizeidienststelle anzeigen. Das Veterinäramt möchte deshalb alle Hundebesitzer und Bürger sensibilisieren, bei der Aufklärung der aktuellen Giftköderfälle behilflich zu sein. Eine Untersuchung eines Köders in einem speziellen Labor kann veranlasst werden, wenn aufgrund von sicheren Erkenntnissen die Giftart eingegrenzt werden kann. Bei einer ungezielten Giftsuche können sonst extrem hohe Kosten entstehen.

Wie kann ich meinen Hund vor Giftködern schützen?  

- Gebiete mit Giftköderwarnung meiden
- den Hund ablenken, wenn ihm etwas „in die Nase kommt“
- vorausschauend sein und den Hund gut beschäftigen
- selbst Futter dabei haben, so dass der Hund nicht auf Futtersuche geht
- mit dem Hund üben, nicht jedes Futter aufzunehmen
- wenn notwendig, einen Maulkorb aufsetzen Erste Hilfe bei Vergiftungen

Symptome, die auf Vergiftungen hinweisen können:

- Übelkeit, Durchfall, Atemstörungen, helle Schleimhäute im Rachenbereich
- starkes Speicheln, schwankender Gang, Taumeln, Atemstillstand, Krämpfe
- schneller Herzschlag, Herzstillstand, Lähmungserscheinungen
- Erbrechen, Bewusstlosigkeit, übermäßiges Hecheln

Sofortmaßnahmen:

- entfernen Sie den Hund vom Giftköder
- bringen Sie ihn nicht zum Erbrechen, wenn Sie nicht wissen, was er zu sich genommen hat (ätzende Gifte verätzen den Rachen; scharfe Gegenstände verletzen)
- rufen Sie den Tierarzt an und berichten Sie Ihren Verdacht und schildern Sie Symptome (Arzt kann evtl. schon Gegengift bereit legen)
- schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen
- festhalten, was, wie viel und wann gefressen wurde
- wenn möglich, eine Probe mitnehmen Jeder Hundehalter sollte einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren, um seinem Vierbeiner im Ernstfall helfen zu können. Zudem ist es ratsam, die Telefonnummer des Tierarztes mitzuführen.

pm/red

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