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Brandenburg Sonntag, 27 März 2016 16:00 |  von Redaktion

"Das Übel an der Zahnwurzel": Ursachen und Behandlung

"Das Übel an der Zahnwurzel": Ursachen und Behandlung Pixabay CC0 gemeinfrei

ZahnRat Nr. 88 widmet sich der Wurzelerkrankung

Pochender Schmerz, gegen den irgendwann keine Tablette mehr hilft, und immer stärker werdende Berührungsempfindlichkeit: Die Erkrankung der Zahnwurzel hat so manchem Patienten schon den Schlaf geraubt.

In Deutschland werden sieben Millionen Wurzelkanalbehandlungen erfolgreich im Jahr durchgeführt. Über die Ursachen des "Übels an der Wurzel" klärt die Patientenzeitschrift ZahnRat in ihrer neuesten Ausgabe auf.


Was geschieht an der Zahnwurzel?

Bakterien, die durch Verletzungen der Zahnhartsubstanz oder des Zahnmarks eindringen, können ungehindert in Richtung Wurzel "wandern"

und Entzündungen auslösen. Diese äußern sich durch pulsierende Schmerzen und zunehmende Empfindlichkeit. Ohne Behandlung kann sich die Entzündung auf den Kieferknochen ausbreiten und dort zu akuten Schwellungen – der "dicken Backe" – oder sogar zu schwerwiegenden Infektionen führen.


Karies – die Ursache?

Häufig ist eine unbehandelte Karieserkrankung Schuld an der Wurzelentzündung. Doch auch Unfälle, Frakturen des Zahnes oder starke Risse, über die Bakterien ins Innere des Zahnes gelangen, können zu Erkrankungen führen. Auch dauerhafte Belastungen der Zahnhartsubstanz wie etwa beim nächtlichen Zähneknirschen bergen ein gewisses Risiko.


Was passiert bei der Wurzelkanalbehandlung?

Zunächst ist eine gründliche Diagnostik entscheidend, bevor der erkrankte Zahn behandelt wird. Je nach Schweregrad werden die Wurzelspitzen entweder von infiziertem Gewebe  befreit und mit Füllmaterial aufgebaut oder aber reseziert, also abgetrennt. "Das genaue Vorgehen ist vom Einzelfall abhängig. Über die Behandlung muss der Zahnarzt den Patienten genau aufklären und dabei auf mögliche Risiken eingehen", erklärt Dipl.-Stom. Bettina Suchan, Vizepräsidentin der Landeszahnärztekammer Brandenburg.


Wie stehen die Erfolgschancen?

"Die stehen sehr gut: Wie die European Society of Endodontology (ESE) festgestellt hat, liegen die Erfolgsraten bei Wurzelkanalbehandlungen zwischen 85 und 95 Prozent", bestätigt Bettina Suchan. In jedem Fall lindert der Eingriff die Schmerzen.




Hintergrund:

Die Zeitschrift ZahnRat wird seit über 20 Jahren gemeinsam von den Landeszahnärztekammern Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern herausgegeben.

Die aktuelle Nummer 88 zur Wurzelkanalbehandlung liegt ab sofort in den Wartezimmern der Zahnarztpraxen aus. Alle Ausgaben finden Sie auch im Internet unter www.zahnrat.de

 

 

 

Quelle: 4iMEDIA GmbH

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