Großkmehlen Dienstag, 25 Oktober 2011 von Benjamin Andriske

Gelder für Großkmehlener Schloss fließen

Ein Traum wird wahr in Großkmehlen: Am Freitag, 28.10.2011, 15.30 Uhr,
übergeben Staatssekretär Rainer Brettschneider und Landtagsabgeordnete Gabriele Theiss (SPD) gemeinsam gleich zwei Fördermittelbescheide an Amtsdirektor Kersten Sickert und Bürgermeister Gerd Müller-Hagen. Insgesamt werden mit 5,78 Millionen Euro Gesamtinvestitionssumme das Großkmehlener Schloss und der unter Denkmalschutz stehende Schlosspark saniert. Land und EU unterstützen das Vorhaben kräftig.
Zwei Projekte werden in den nächsten Monaten angepackt: Der Gutshof ausgebaut und der Schlosspark nach denkmalpflegerischen Aspekten wiedererrichtet. Insgesamt kostet dieser Teil des Vorhabens 3,4 Millionen Euro, davon geben der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER) und das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) des Landes Brandenburg 2,19 Millionen Euro.
In dem in seiner heutigen Form zwischen 1540 und 1560 errichteten Schloss werden demnächst die Bauarbeiter ein- und ausgehen. In einem zweiten Projekt wird das Schloss einschließlich Ringmauer, Schlossgraben und Westbrücke erneuert. Dieses Projekt schlägt insgesamt mit 2,38 Millionen Euro zu Buche. Hier stützen MIL und ELA mit 1,4 Millionen kräftig. Auch diesen Fördermittelbescheid wird Staatssekretär Rainer Brettschneider aus dem MIL ebenfalls am Freitag überreichen. Einen großen Teil der Baukosten trägt die gemeinnützige Gesellschaft Schlösser GmbH Brandenburg, die auch Eigentümerin des Gebäudes und des Jägerhauses ist.
Dass die lang ersehnten Baumaßnahmen an dem Kleinod neben der Schlosskirche und der Kmehlener Schule beginnen können, ist auch dem hartnäckigen Wirken der Landtagsabgeordneten Gabriele Theiss (SPD) zu verdanken. "Ich war immer wieder mit Amtsdirektor Kersten Sickert, Bürgermeister Gerd Müller-Hagen und dem Land im Gespräch, wie wir dieses wunderbare und geschichtlich für unsere Region bedeutsame Ensemble sichern und erhalten können", sagt Gabriele Theiss.
Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Über viele Generationen entstand durch die Eigentümerfamilie Lüttichau aus der ehemaligen Wehranlage ein Schloss, der Wassergraben war vermutlich von Beginn an Bestandteil des Ensembles. Nach mehreren Eigentumswechseln gelangte das Schloss in Besitz der Familie zu Lynar, die bis 1945 in der gesamten Region um Ortrand wirkte. Graf zu Lynar schuf eine noch heute sichtbare landschaftsgestalterische Verbindung zu seinem ehemaligen Besitz in Lindenau. Seit 2000 ist die Brandenburgische Schlösser GmbH Eigentümer.
Die äußere Hülle des Schlosses sowie das Jägerhaus und der Pavillon im Schlosspark wurden bereits saniert.

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