Niederlausitz Donnerstag, 06 August 2015 von Redaktion

Blockade bei Bergbaugewerkschaft in Cottbus

Blockade bei Bergbaugewerkschaft in Cottbus

Aktivist*innen des Lausitzer Klima- und Energiecamps haben am Vormittag symbolisch den Eingang zur Zentrale der IG BCE in Cottbus blockiert und das Gespräch mit den Mitarbeiter*innen gesucht. Mit ihrer Aktion fordern die Aktiven die Industriegewerkschaft auf, von ihrer Blockade eines planvollen Kohleausstiegs abzurücken.

„Braunkohle ist der klimaschädlichste Energieträger überhaupt. Ein Ausstieg ist deshalb unumgänglich und der Strukturwandel in der Lausitz hat mit Vattenfalls Ausstiegsplänen längst begonnen. Das zu leugnen, ist Augenwischerei. Es liegt nun an der IG BCE, einen sozialverträglichen Wandel im Sinne ihrer Mitglieder mitzugestalten“, sagt Christina Eichberger, Aktivistin vom Lausitzcamp.

IG BCE Blockade in Cottbus; Foto: Lausitzcamp„Die IG BCE gaukelt ihren Mitgliedern vor, es könne mit der Braunkohle ewig so weitergehen“, ergänzte Eichberger. „Dabei ist der Stellenabbau in der Kohlewirtschaft längst in vollem Gange. Die IG BCE handelt nicht im Interesse ihrer Mitglieder, wenn sie sich lautstark für lebensverlängernde Maßnahmen einer sterbenden Industrie einsetzt. Sie sollte vielmehr jetzt schon für gute Arbeit in nachhaltigen Branchen streiten, statt die Zeichen der Zeit zu verpassen“.

Die Aktiven erklärten sich in ihrer Aktion solidarisch mit der geplanten Baggerblockade im rheinischen Braunkohlerevier vom 14. - 16. August. „Es muss endlich Ende Gelände sein für die Braunkohle. Da von den internationalen Klimaverhandlungen nicht das deutliche Signal ausgehen wird, das wir brauchen, und Sigmar Gabriel vor der Kohlelobby eingeknickt ist, ist die friedliche Baggerblockade im Rheinland legitim und notwendig“, so Eichberger.

Das Lausitzer Klima- und Energiecamp findet dieses Jahr zum fünften Mal statt, dieses Mal in Groß Gastrose. Unter dem Motto „Kein Land mehr für Kohle – Energiedemokratie jetzt!“ treffen sich vom 5. - 9. August lokale und überregionale Aktive zu Austausch, Weiterbildung und gemeinsamen Aktionen gegen neue Tagebaue und für ein Ende der Kohleverstromung.

Quelle und Foto: Lausitzcamp

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