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Brandenburg Freitag, 13 Juni 2008 von Helmut Fleischhauer

Wirtschaftsminister Junghanns reist zur Investorenwerbung in die USA

Wirtschaftsminister Junghanns reist zur Investorenwerbung in die USA

Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns reist am kommenden Mittwoch gemeinsam mit der ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH zur Investorenwerbung in die USA. Bis zum 24. Juni 2008 werden sie in San Diego, Washington und New York Gespräche mit amerikanischen Unternehmen und Multiplikatoren führen. Erstmals wird dabei international auch das Flughafenumfeld des künftigen Airport Berlin-Brandenburg International (BBI) als Standort für Unternehmensansiedlungen präsentiert.
„Die USA sind für Brandenburg ein hochinteressanter Markt und eine wichtige Zielregion in der Investorenwerbung. 47 US-amerikanischen Unternehmen haben im Land investiert und bereits 7.400 Arbeitsplätze geschaffen. Brandenburg hat gute Chancen, weitere Firmen zu gewinnen. Dafür sprechen die zentrale Lage im erweiterten Europa, die Rolle als Deutschlands Hauptstadtregion sowie der Bau des Flughafens BBI“, erklärte Minister Junghanns.
Zu den in Brandenburg tätigen US-amerikanischen Unternehmen gehören unter anderem eBay (Dreilinden, 1.100 Mitarbeiter), Goodyear Dunlop Tires (Fürstenwalde, 716 Mitarbeiter), First Solar (Frankfurt/Oder, 500 Mitarbeiter) und Oracle (Potsdam, 160 Mitarbeiter). Die Vereinigten Staaten sind zugleich eines der Hauptausfuhrländer Brandenburgs. Im Jahr 2007 exportierten Brandenburger Unternehmen Waren im Wert von 806 Millionen Euro in die USA.
Minister Junghanns beginnt seine Akquisitionstour auf der weltweit führenden Biotechnologiemesse BIO in San Diego. Dort präsentiert sich auch die deutsche Hauptstadtregion. Junghanns spricht auf der BIO mit Firmen, die Investitionen in Brandenburg beabsichtigen oder dafür gewonnen werden sollen.
In San Francisco und Newark (New Jersey/Großraum New York) geben Minister Junghanns und die ZAB mit Präsentationen vor Unternehmern und Multiplikatoren den Startschuss für die internationale Vermarktung der Wirtschaftsregion des künftigen Flughafens BBI.
„Die Airport Region des BBI wird sich zu einem der dynamischsten Wirtschaftsräume Deutschlands entwickeln,“ betonte Minister Junghanns. „Das ist eine hochinteressante Chance auch für amerikanische Unternehmen. Sie profitieren von den Direktverbindungen des BBI ebenso wie von den weiteren Standortvorteilen der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.“
Zuvor trifft Minister Junghanns an beiden Standorten mit führenden Repräsentanten der Flughafenentwicklungs- und -betriebsgesellschaften zu Informationsgesprächen zusammen.
In San Diego besucht Minister Junghanns das Incubator Center des Pharmaunternehmens Pfizer. Auf einem seiner größten Forschungsstandorte hat das Unternehmen ein Gründerzentrum für junge Botechnologieunternehmen eingerichtet. Das besondere daran: Die Gründerfirmen erhalten neben der modernen Infrastruktur auch Startkapital. Damit will Pfizer Neugründungen im Biotechnologiebereich unterstützen und medizinische Innovationen vorantreiben. Das Unternehmen wird in diesem Jahr seine Deutschlandzentrale in Berlin ansiedeln.
Im kalifornischen San Carlos informiert sich Minister Junghanns über innovative Antriebssysteme für PKW bei der Firma Tesla Motors. Tesla entwickelt und vermarktet Elektroautos. Erstes Modell ist ein Roadster. Seine Energiequelle: Ein Paket aus 6.831 Lithium-Ionen-Akkus, wie sie auch in Laptops eingesetzt werden. Damit erreicht der Tesla Roadster in nur 4 Sekunden Tempo 100 km/h und eine Reichweite von 350 km. Nach 3,5 Stunden ist das Auto wieder vollständig aufge-laden - nach amerikanischen Preisen für etwa 5 Dollar. „Steigender Ölpreis und der weltweite Klimawandel fordern von der Automobilindustrie neue effiziente und nachhaltige Konzepte. Ein derart leistungsstarkes Elektroauto ist ein Beweis für die Innovationskraft, die in dieser Branche steckt, die auch für Brandenburg ein industrieller Schwerpunkt ist“, unterstrich Minister Junghanns.
Neben den Unternehmergesprächen trifft Minister Junghanns bei seiner USA-Reise auch mit dem deutschen Botschafter in den USA, Dr. Klaus Scharioth, zusammen.
Quelle: Ministerium für Wirtschaft
Foto © Landesregierung

 

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