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Kammerkonzert: Es ist Nacht und mein Herz kommt zu Dir

Der poetischste Titel der Kammerkonzerte dieser Saison verheißt Musik für Sopran, Mandoline und Cembalo bzw. Hammerklavier, vorwiegend aus der Epoche des Barock. Welche Wirkungen die Mandoline als Soloinstrument erzielen kann, zeigen Sonaten von Giovanni Battista Sammartini und Domenico Scarlatti. Für Sopran und Mandoline schrieb Betina Müller drei Lieder mit Texten von Christian Morgenstern und Wilhelm Busch. Wie diese Lieder entstand auch Silvio Ranieris „Sommerlied“ für Solo-Mandoline in unserer Zeit. „Arien aus der neuesten italienischen Komödie“ arrangierte Pietro Denis im 18. Jahrhundert für Gesang und Mandoline – solche Bearbeitungen waren vor der Erfindung von Schallplatte und Radio der übliche Verbreitungsweg für aktuelle Hits. Georg Friedrich Händels Kantate „Lucrezia“ bildet den dramatischen Höhepunkt des Konzerts. Händel schildert psychologisch einfühlsam und intensiv die Leiden und Nöte einer Frau. Die Geschichte der schönen und tugendhaften Lucrezia wurde schon vor 2500 Jahren von den Römern erzählt.

Es spielt das Trio Capriccioso: Meike Funken (Sopran), Betina Müller (Mandoline) und Christian Möbius (Cembalo/Hammerklavier).