Thoralf Haß

Thoralf Haß

In wenigen Wochen, am 5. April, werden die Forster und ihre Gäste Gelegenheit haben, ihre feine Garderobe anzulegen und bei einem großen Tanzabend ausgelassen zu feiern. Der "Forster Hof" im Herzen der Stadt präsentiert den ersten Forster Hofball. Die Schirmherrschaft für diesen gesellschaftlichen Höhepunkt hat Bürgermeisterin Simone Taubeneck übernommen.

19.01.2019 um 18.00 Uhr im Brandenburgischen Textilmuseum Forst (Lausitz)

Kabarett im "Hornoer Krug", 03149 Forst OT Horno,  am Donnerstag, 26. April 2018, 20.00 Uhr. Deutschland ist in Aufruhr - jeden Morgen dieselbe Frage: Worüber regen wir uns heute auf? Und: Womit beginnen wir? Flüchtlinge oder Aldi-Toast? Politiker oder öffentliche Verkehrsmittel? Die Zeitung selbst? Oder über dieses Internet? Wer jagt uns mehr Angst ein: Die Mehrwertsteuer oder doch die Ehefrau? Und jeden Abend dieselbe Sorge: Sind beide morgen noch da?

Neben den Kanuten gehören die Läufer zu den Ersten, die traditionell das Jahr sportlich beginnen. Zum mittlerweile 39. Forster Neujahrslauf begrüßte der LTSV Forst 1990 als Ausrichter wieder Sportfreunde aus Forst und Umgebung, die den Silvesterkater bekämpfen oder die guten Vorsätze für das neue Jahr sportlich umsetzen wollten. Unter den Teilnehmern befanden sich auch in diesem Jahr wieder einige Läufer, die zum ersten Mal an den Start gingen. So wagten sich 24 Teilnehmer auf die 2,5-km-Strecke und 23 auf die längere 5,5-km-Runde durch die Keuneschen Alpen, die trotz etwas Windbruch auf den Wegen, über den man steigen konnte, ansonsten gut passierbar war. Die kleine Cross-Einlage störte die Läufer jedenfalls nicht. Mit insgesamt 47 Teilnehmern zeigte sich der Veranstalter sehr zufrieden.

Auch wenn dieser Lauf keinen Wettkampfcharakter besitzt und eher einem leichten Aufgalopp dienen soll, nahmen einige Läufer den sportlichen Auftakt durchaus ernst. So mußte sich Seriensieger Roland Briesemann nach vielen Jahren erstmals wieder auf der kurzen Runde geschlagen geben. Maurice Döhler (Jahrgang 2007) überquerte nach 11:47 Minuten als Erster das Ziel knapp vor Roland Briesemann, der sich doch ein klein wenig ärgerte, seinen Vorjahressieg nicht verteidigt zu haben.

Mit 84 Jahren war Ehrhard Miek der älteste Teilnehmer im gesamten Feld. Er gehört zu den vielen Aktiven, die regelmäßig bei den Wettkampfläufen in der Region an den Start gehen.

Auf der langen Runde nahmen es die Läufer diesmal etwas lockerer. Sonst Konkurrenten im Kampf um Wertungspunkte, liefen Gordon Worlitz und Ingo Busse nach 29:54 Minuten diesmal gemeinsam durchs Ziel und flaxten anschließend, wer den Siegerpreis nun mehr verdient hätte.

Und als wäre das noch nicht genug Harmonie, trabten auch bei den Frauen die beiden Siegerinnen Liana Laugk und Jeannette Bayer ohne verbissenen Schlußspurt einträchtig Hand in Hand durchs Ziel.

Sportlich nahmen es auch drei Hunde, die Ihre Herrchen bzw. Frauchen auf der Laufstrecke begleiteten. Zur Belohnung gab es für die sportlichen Vierbeiner leckere Würstchen.

Alle anderen Teilnehmer freuten sich über eine Urkunde und kleine Präsente des Veranstalters.

Richtig ernst wird es für die aktiven Läufer der Region Anfang Februar, wenn der erste Wertungslauf im AusdauerCup Spree-Neiße in Forst stattfindet.

Kino-Besuchern des Cottbuser Weltspiegels werden die 12 großformatigen Motive im Rang aufgefallen sein: Unter dem Titel „Die Glatze im Film“ zeigt der Cottbuser Hobby-Fotograf Mathias Schulze seine Interpretation des Themas.

Egal ob Marlon Brando in „Apocalypse Now“, Telly Savalas in „Kojak“ oder Klaus Kinski in „Nosferatu – Phantom der Nacht“ - viele Superstars der Filmszene ließen sich für ihre Rollen den Kopf kahl scheren. Selbst Darstellerinnen wie Sigourney Weaver in „Alien 3“ oder Demi Moore in „Die Akte Jane“ verabschiedeten sich von ihren Haaren. Und bei Bruce Willis konnte man in der „Stirb Langsam“-Reihe sehen, wie die Haare immer kürzer wurden...

„Bei all diesen Filmen beeindruckten mich die Standfotos. Ohne Haare sehen wir Menschen klarer. Der Kopf hat keinen natürlichen Rahmen, er ist pur, Stärken und Schwächen werden sichtbarer.“, so Mathias Schulze zu seinen Beweggründen, sich intensiver mit der Thematik zu befassen. Seine Idee: 12 Bilder von 12 verschiedenen Filmfiguren, egal welchen Geschlechts, deren gemeinsames Merkmal die Glatze ist.

Angefangen hat seine Leidenschaft fürs Fotografieren ziemlich spät. An der „BÜHNE acht“ ist Mathias Schulze Leiter der „Filmgruppe acht“, dreht dort regelmäßig Kurzfilme, auch ein Langfilm steht in seiner künstlerischen Vita. Irgendwann nahm Mathias Schulze eine Fotokamera mit ans Set und fotografierte die Dreharbeiten. „Die Beschäftigung mit Filmen und Fotografieren war bei mir stets eng verbunden. Von Kameramännern konnte ich viel lernen.“, so Mathias Schulze.
Aus gelegentlichen dreh-begleitenden Fotoaufnahmen entwickelten sich im Laufe der Zeit erste Fotoshootings in den Räumlichkeiten der „BÜHNE acht“. Hier lernte er auch ein Cottbuser Model kennen, welches keine Haare mehr auf dem Kopf hatte und ihn zu seinem Projekt „Die Glatze im Film“ inspirierte.

Mathias Schulze hatte sein Model gefunden und setzte mit ihr seine Idee um. Zwölfmal schlüpfte sie in eine andere (Film-)Rolle, zwölfmal wurde sie neu maskiert, um dem Originalmotiv so nahe wie möglich zu kommen. Herausgekommen sind zwölf großformatige Aufnahmen unterschiedlicher Charaktere, die man beim stillen Betrachten zweifelsohne bestimmten Filmen zuordnen kann.

Der Aufwand hat sich gelohnt, wie man sich nun in der kleinen Ausstellung überzeugen kann. Noch bis Anfang Dezember zeigt der Cottbuser „Weltspiegel“ Mathias Schulzes „Glatzen im Film“.

Bei deutlich besseren äußeren Bedingungen als 2016 fand am vergangenen Wochenende das vermutlich letzte Motorradrennen auf dem Lausitzring statt. Mit den beiden Läufen zur FIM Superbike World Championship, den einzigen in Deutschland, präsentierten die Veranstalter noch einmal hochkarätigen Motorsport. Rund 31.000 Zuschauer ließen sich die insgesamt 7 Rennen in den Klassen World Superbike, World Supersport, Supersport 300, Superstock 1000 sowie der Internationalen Deutschen Superbike Meisterschaft nicht entgehen.

Im Gegensatz zu den reinrassigen Rennmaschinen in den Moto GP – Klassen sind Superbikes seriennahe Maschinen, die nur auf den Rennbetrieb abgestimmt sind, ansonsten jedoch auch im Handel erhältlich sind.

Auch abseits der Rennpiste wurde den Fans Einiges geboten. In der Fanzone im Innenraum gab es Autogrammstunden mit den Piloten, Mitmach-Angebote, Verlosungen und eine große Race-Show.

Hinter der großen Haupttribüne präsentierten die Hersteller ihre neuesten Modelle. Am Freitag- und am Samstagabend bildeten zwei Konzerte auf der großen Showbühne vor der Haupttribüne sowie ein Feuerwerk den Tagesabschluss.

Chaz Davies ist der große Gewinner des Rennwochenendes in der Lausitz. Der Brite gewann mit seiner Ducati beide WM-Läufe jeweils vor seinem Landsmann und WM-Spitzenreiter Jonathan Rea, der mit einer Kawasaki unterwegs war.

Für die beiden deutschen Starter im Feld lief es weniger erfolgreich. Der mit viel Vorschuss-Lorbeeren angekündigte Stefan Bradl, ehemaliger Moto2-Weltmeister, konnte am Samstag auf Anraten der Ärzte gar nicht erst an den Start gehen, nachdem er am Vortag auf einer Öllache wegrutschte und sich beim Sturz den Arm verletzte. Im zweiten Lauf am Sonntag wurde Bradl 13.

Markus Reiterberger, der mit einer Wildcard startberechtigt war, wurde am Samstag 13. und erzielte am Sonntag mit Platz 9 ein TOP TEN-Ergebnis.

Besser lief es für den Lokalmatadoren Tim Georgi aus Berlin bei seinem Heimspiel. Ebenfalls mit einer Wildcard ausgestattet, fuhr das Nachwuchstalent und Förderpilot des ADAC Berlin-Brandenburg in der Klasse World Supersport 300 auf Rang 9 und konnte dabei bis zwei Runden vor Rennende das Tempo der Spitzenfahrer mitgehen.

Ob es im nächsten Jahr eine Neuauflage der Superbike-WM-Läufe auf dem Lausitzring geben wird, ist seit dem Verkauf des Rings an die DEKRA fraglich. Sollte das Kapitel Motorrad-Rennsport auf dem Lausitzring geschlossen werden, war es zumindest am Ende noch einmal ein spannendes Kapitel.

Das hätte Karl May sicherlich gefallen: nicht einmal 5 km von seinem Wohnhaus in Radebeul entfernt feierten knapp 30 000 Besucher trotz Temperaturen um die 30°C zusammen mit Künstlern aus Nordamerika, aus dem Orient und vom Balkan friedlich und fröhlich bei den 26. Karl-May-Festspielen.

Der Lößnitzgrund verwandelte sich einmal in eine Kulisse, wie man sie aus den Geschichten und Erzählungen Karl Mays kennt. Kulturvereine und Hobbyisten bauten Südstaatencamps oder Camps deutscher Aussiedler wie im Amerika des 19. Jahrhunderts nach. Das Fort Henry mit seinem Sheriff Office, den Trapperhütten oder dem Saloon vermittelte echtes Wild-West-Lebensgefühl.
In der kleinen Westernstadt „Little Tombstone“ sorgten Fotograf, Barbier, die Klein-Ganoven Eddi und Locci für jede Menge Trubel. Elegant gekleidete Damen und Herren flanierten in historischen Kostümen entlang der Festmeile.

In einer kleinen Waldlichtung gaben Häuptlinge und Tänzer der Oneida Indian Nation Einblicke in die indianische Kultur und feierten ein Pow Wow (traditionelles Fest der Indianer). Ed E. Bryant vom Stamme der Tsimshian (Kanada) zeigte Tänze und Rituale seines Stammes und Logan Staats, indianischer Musiker der Mohawk-Indianer, verzauberte mit rockigen und souligen Melodien das Publikum.

Auf dem Geschichtenbasar erzählten Gäste vom Balkan und aus dem Orient Geschichten ihrer Heimatländer und präsentierten traditionelle Tänze.

Der Abenteurer Andreas Kieling, bekannt für seine faszinierenden Dokumentationen über die Wildnis, war als einer der Schirmherren des Fests vor Ort und kam nicht nur während einer Autogrammstunde mit den Besuchern ins Gespräch.

Auf der Show-Bühne in „Little Tomstone“ gab es ein abwechslungsreiches Musikprogramm für alle Fans der Country- und Westernmusik. Neben den kanadischen Internetstars „The Dead South“ traten mehrmals „The Fabulous Texadillos“ (D) sowie Meg Pfeiffer (D), die den italienischen Ausnahmegitarristen Luca Stricagnoli als ihren Special Guest begrüßte, auf.
Die Landesbühnen Sachsen machten auf die „Winnetou“-Vorstellungen auf der Felsenbühne Rathen neugierig und zeigten Ausschnitte des Programms.

Weitere Veranstaltungshöhepunkte waren die „Freiberger Country Nacht“ am Freitag, die Filmnacht am Samstag sowie die traditionelle Sternreiterparade am Sonntag.

Optischer Höhepunkt des Festes war ein 7 Meter hoher Totempfahl, den Ed E. Bryant in den Tagen zuvor aus einem Baumstamm gestaltete. Neben dem Bären und dem Adler als heilige Tiere der Indianer zeigte der Totempfahl das Abbild Karl Mays sowie symbolisch Mutter Erde. Dieser Totempfahl wird nach diesem Fest seinen ständigen Platz im Karl-May-Museum finden.

Im Einklang mit der Natur zu leben ist für indianische Völker eine Selbstverständlichkeit. Auch die Veranstalter der Karl-May-Festtage wurden von der Natur in diesem Jahr vor eine besondere Herausforderung gestellt. Am „Hohen Stein“, sonst Veranstaltungsort für die Präsentationen der Oneida Indian Nation sowie des Kinderspielplatzes, brütete ein Falken-Paar und zwang die Organisatoren, sich nach Ausweichstandorten umzusehen. Mit den Waldlichtungen „Kleine Feder“ sowie „Kleiner Stein“ wurden atmosphärisch-stimmige Ersatzorte gefunden.

Ganz im Sinne Karl Mays, der sich in seinen Geschichten und Erzählungen für Völkerverständigung und eine pazifistische Weltfriedensmission einsetzte, wurden die diesjährigen Karl-Max-Festtage wieder zu einem Austausch verschiedener Kulturen und zeigten eine Welt voller Fantasie, Sehnsucht nach Frieden und Abenteuerlust.

Nach dem großartigen Erfolg im vergangenen Jahr waren sich alle Beteiligte schnell einig: das Motorsport-Festival auf dem Lausitzring soll wiederholt werden.

Am vergangenen Wochenende war es nun soweit: mit dem Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) und dem ADAC GT Masters präsentierten sich Deutschlands populärste Rennserien gemeinsam dem Zuschauern auf der Rennstrecke im Süden Brandenburgs. Im Rahmenprogramm starteten die Nachwuchspiloten der ADAC Formel 4 sowie die Piloten des Porsche Carrera Cups. 70 Teams, 140 Fahrzeuge und 170 Fahrer – Motorsportherz, was willst Du mehr?

Insgesamt verfolgten 67500 Zuschauer 9 spannende Rennen am Samstag bzw. Sonntag. Damit wurden die Zuschauerzahlen des Vorjahres noch einmal leicht überboten. Mit ein Grund für den Zuschauerboom dürften die neuen Regeländerungen in der DTM gewesen sein, die zu Beginn der neuen Saison in Kraft traten. Noch leistungsstärkere Rennautos, Funkverbot zwischen Fahrer und Box sowie die Freigabe der Boxenstopps sorgten schon beim Auftakt auf dem Hockenheimring für spektakulären Motorsport. Und beim Anblick der „Liga der Supersportwagen“, wie das ADAC GT Masters gern bezeichnet wird, bekommen Motorsport-Fans glänzende Augen, schließlich liefern sich hier Traumautos wie Corvette, Lamborghini, Mercedes-Benz, Audi, BMW, Nissan und Porsche heiße Rad-an-Rad-Duelle.

Und es wurde nicht zuviel versprochen. Auch der Lausitzring bot packende Duelle und rasante Action auf der Strecke. Wie ausgeglichen und spannend die DTM in diesen Jahr ist, zeigt sich beim Blick auf die Ergebnisse. Während der bis dato Gesamtführende Lucas Auer (Österreich) am Sonnabend souverän das erste Rennen gewann, schaffte er am Sonntag mit viel Mühe gerade mal Platz 10 und holte nur einen winzigen Punkt. Und Sonntagsieger Jamie Green (GB) starte am Vortag sogar vom letzten Startplatz.

Nichts zu gewinnen gab es an diesem Wochenende für die Formel-4- und GT-Fahrer vom Berliner Team „Mücke Motorsport“. Für Peter Mücke und seine Mannschaft ist das Motorsport-Festival auf dem Lausitzring das Heimrennen.
Am Sonnabend gab es die Plätze 8 und 10 im ADAC-GT-Masters, am Sonntag konnte man sich gar nicht in den TOP TEN platzieren.
Drei Rennen, dreimal in den Punkten. So könnte man die Ergebnisse von Mückes Formel-4-Piloten zusammenfassen. Nach einem neunten Platz von Lirim Zendeli im ersten Rennen holte Sophia Flörsch mit einem 10. Platz im zweiten Rennen sowie Rang 8 im dritten Rennen die Kastanien aus dem Feuer und zeigte dabei, welch großes Talent in ihr steckt. Immerhin ging sie im dritten Lauf von Startplatz 23 ins Rennen.

Auch abseits der Rennpiste wurden den Zuschauern viel geboten. Beim Pit-View gewährten die drei DTM-Hersteller Mercedes, Audi und BMW den Fans im Fahrerlager einen Blick in eine ihrer Boxen. Nur wenige Meter entfernt konnte man so den Mechanikern über die Schulter schauen.
In den Markenwelten präsentierten alle Hersteller die neuesten Modelle. Auf den Aktionsflächen der Sponsoren der Rennserien gab es Mitmach-Angebote und Gewinnspiele. Zusätzlich gab es an beiden Renntagen Autogrammstunden mit den Fahrern aller vier Serien.

Bleibt nur zu hoffen, daß das 2. Motorsport-Festival nicht das letzte war. Der Vertrag mit der DTM läuft im nächsten Jahr aus, der Streckenbelag ist nach 17 Jahren reif für eine Komplettsanierung. Immerhin gibt es 67500 gute Argumente für eine Fortsetzung in den nächsten Jahren.

Einen Rückblick auf die vergangene Rennsaison sowie einen Ausblick auf die Höhepunkte 2017 am Lausitzring gaben am Dienstag Veranstalter, Ausrichter und erfolgreiche Sportler auf einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Josef Meier, geschäftsführender Gesellschafter der Eurospeedway Verwaltungs GmbH, bezeichnete die abgelaufene Saison als die zweiterfolgreichste in der Geschichte des Rings. Das Motorsport-Festival sowie das Red Bull Air Race waren die Publikumsmagneten 2016. Daran wollen die Lausitzring-Betreiber sowie der ADAC Berlin-Brandenburg als Ausrichter auch in diesem Jahr anknüpfen.

Bernd Barig, Vorstand Sport beim ADAC Berlin-Brandenburg e.V., und Thomas Voss, Leiter Motorsport & Klassik beim ADAC München, freuen sich schon auf das diesjährige Motorsportfestival vom 19. - 21. Mai. Mit dem Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) und dem ADAC GT Masters gastieren die beiden wichtigsten nationalen Motorsportmeisterschaften an einem Wochenende in der Lausitz. „Das Motorsportfestival ist nach dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring die zweitgrößte Automobil-Veranstaltung in Deutschland“, verrät Thomas Voss. Aus den Erfahrungen der Premierenveranstaltung 2016 habe man viel gelernt, was man in diesem Jahr besser machen kann. Allerdings wird 2017 die Superbike*IDM, Deutschlands wichtigste Motorradrennsportserie, nicht mehr dabei sein. „Wir haben uns bemüht, wieder Zwei- und Vierräder an den Start zu bringen, allerdings haben die Verantwortlichen der Superbike*IDM abgelehnt!“, bedauert Voss.

Für Peter Mücke, Teamchef BWT Mücke Motorsport (Berlin), ist das Motorsportfestival das Heimrennen schlechthin. Erstmalig wird BWT Mücke Motorsport 3 Fahrzeuge im ADAC GT Masters in den Kampf um die Meisterschaft schicken. Getreu seiner Firmenphilosophie, junge talentierte Fahrer weiter auszubilden, vertraut Peter Mücke dem 17jährigen Mike David Ortmann aus Berlin ein Rennfahrzeug an. „Mike hat in der Formel 4 gezeigt, was er drauf hat. Normalerweise steigt man dann in die Formel 3 auf, aber wir überspringen eine Klasse. Es war Zeit, den nächsten Schritt zu machen!“, so Peter Mücke auf der Pressekonferenz.

Für die Zweirad-Fans dürfte das Wochenende vom 18.-20. August interessant werden, wenn der deutsche Lauf zur Superbike-Weltmeisterschaft auf dem Lausitzring stattfindet. Gleich zwei Piloten aus Deutschland gehen in dieser Rennsportserie an den Start. Neben dem Bayer Markus Reiterberger (Althea BMW Racing Team) dürfte vorallem Stefan Bradl (Red Bull Honda World Superbike Team) viele Zuschauer anlocken. Der ehemalige Moto2-Weltmeister fährt 2017 in der Superbike-Weltmeisterschaft und freut sich wie Reiterberger auf sein „Heim“-Rennen: „Ich bin gespannt, was mich hier in der Lausitz erwartet und hoffe auf viele Fans, die uns unterstützen!“

Für Matthias Dolderer, Pilot des Red Bull Air Race im Team MD 21 und amtierender Weltmeister der weltweit schnellsten Rennsportserie, machen genau die Fans auf dem Lausitzring den Unterschied zu anderen Rennstrecken aus. „Dadurch, dass die Hangars quasi gegenüber der Zuschauertribüne sind, können wir im Gegensatz zu anderen Strecken die Atmosphäre viel intensiver aufsaugen. Wir sehen und hören das Publikum, was woanders nicht der Fall ist“, schwärmt Dolderer.
Am 16. und 17. September gastiert das Red Bull Air Race in der Lausitz. Es ist der vorletzte WM-Lauf und die letzte Station, bevor der Rennzirkus weiter nach Indianapolis (USA) weiter zieht. Zu gerne würde Dolderer auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung zuvor auch sein Heimrennen gewinnen.

Wer es lieber so richtig schmutzig mag, kommt beim Extremhindernislauf Tough Mudder am 09. und 10. September auf seine Kosten. Auf 18 km Länge entsteht auf dem Gelände des Lausitzrings der härteste Abenteuerspielplatz für Erwachsene: Schlamm, 40 Tonnen Eis und mehr als 20 extreme Hindernisse sind die Zutaten für „das härteste Event der Welt“ und bringen jeden Teilnehmer an seine physischen und psychischen Grenzen.

Den kompletten Rennkalender und weitere Infos, u.a. auch zum Ticketverkauf, gibt es unter www.lausitzring.de.

Foto oben: Air-Race-Weltmeister Matthias Dolderer und die beiden Superbike-Piloten Stefan Bradl und Markus Reiterberger stimmen sich schon mal auf die neue Saison ein.

(c) Thoralf Haß

Freitag, 18 November 2016 15:35

Michael Hirte zu Gast im Marktkauf Cottbus

Im Rahmen seiner Promotiontour für sein aktuelles Weihnachtsalbum „Frohe Weihnachten mit Michael Hirte“ machte der Musiker am heutigen Tag auf Einladung des „Marktkaufes“ auch Station im Cottbuser Lausitz-Park.

„Hallo Heimat“, grüßte der in Spremberg geborene Künstler die vielen Schaulustigen, die ihre Einkäufe unterbrachen und sich die Chance auf ein kostenloses Mini-Konzert mit dem „Supertalent“-Gewinner nicht entgehen ließen.

So stellte Michael Hirte u.a. neben der Coverversion von „Mary's Boy Child“ von Boney M. auch den selbstkomponierten Titel „Lieber Niko, Nikolaus“ vor. Gut gelaunt erklärte er seine Spieltechnik auf der Mundharmonika, die ihn deutschlandweit bekannt gemacht hat, und gab Kostproben seines Könnens, indem er zwei Titel ohne musikalische Unterstützung anspielte.

Im Anschluß an seinen Kurzauftritt signierte der sympathische Musiker in einer Autogrammstunde CDs und Poster und stand für Fotos mit seinen Fans zur Verfügung.

Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger des vergangenen Jahrtausends unterhält ein kleines Mädchen die Krankenschwestern im Eisenhüttenstädter Krankenhaus mit Phantasiegeschichten, z.B. die von Freunden des Mädchens, die am Nordpol wohnen und zu Besuch kommen würden.
Die Eltern der Kleinen waren zu der Zeit als Mediziner im Krankenhaus tätig und wenn es der Dienstplan nicht anders einrichten konnte, musste eben die kleine Cordula im Krankenhaus beaufsichtigt werden. Nach jedem Lied forderte das Mädchen von ihren Zuhörern den Applaus: "Klatscht mal alle!".

Inzwischen ist aus dem kleinen Mädchen eine erwachsene Frau geworden. Cordula Hanns, in Eisenhüttenstadt groß geworden, zog hinaus in die weite Welt. Applaus erhält sie immer noch, nur muss sie sich den nicht mehr einfordern - Cordula Hanns ist mittlerweile staatlich anerkannte Schauspielerin und derzeit an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul engagiert.

Talent zum Schauspielern wurde ihr schon im Kurs "Darstellendes Spiel" der Theater-AG des Fürstenberger Gymnasiums bescheinigt. Die Leiterin der AG hatte einen Berliner Regisseur eingeladen, dem das Spiel der Schülerin offensichtlich gefiel.

Eigentlich wollte Cordula Hanns wie ihre Eltern Medizin studieren. Als sie aber erfuhr, dass sie 11 Semester warten müsse, ehe sie dran kommt, entschied sie sich, es doch mit der Schauspielerei zu probieren.
Als es beim ersten Mal noch nicht klappte, nutzte Cordula Hanns freie Theater in Berlin zum Üben und bewarb sich ein Jahr später erfolgreich an der Berliner Schule für Schauspiel. 2008 begann sie mit dem Schauspiel-Studium.

Eine Dozentin an der Hochschule kannte Susan Batson, eine bei Hollywood-Größen bekannte und begehrte New Yorker Schauspiel-Trainerin mit eigenem Studio auf dem Times Square. Cordula Hanns machte sich in den Semesterferien auf nach New York. Sie wollte unbedingt diese Frau kennenlernen. Mit einem Text einer Schauspielübung vom Vortag ging sie am nächsten Tag zu einem Kurs mit Susan Batson selbst. Dann passierte etwas, das Cordula bis heute noch nicht so recht fassen kann: "Ich sollte am nächsten Tag bei der Agentin von Martin Scorsese, einem der berühmtesten Filmregisseure unserer Zeit, bei einem Casting vorsprechen! Das war eine tolle Erfahrung", erzählt Cordula nicht ohne Stolz.

Die Zeit in New York möchte die Brandenburgerin nicht missen. "Man muss sich das mal vorstellen - da kommen Künstler aus der ganzen Welt, nur um zu üben. Und es kann passieren, dass plötzlich Juliette Binoche vor Dir steht, die dort ebenfalls probt, und Dich um Kritik bittet. Alles, was Du meinst, als Schauspieler nicht zu haben, bekommst Du dort innerhalb von 2 Tagen heraus."

Auch in Italien sammelte Cordula Erfahrungen. Während ihres Schauspielstudiums wirkte sie in mehreren Aufführungen von Renato Capitani im „Teatro Tordinona“ in Rom mit.

2012 beendet Cordula Hanns ihr Studium erfolgreich. Die Zentrale Künstlervermittlung empfiehlt die nun ausgebildete Schauspielerin diversen Theatern, unter anderem auch den Landesbühnen Sachsen. Beim dortigen Vorsprechen hinterlässt Cordula einen unvergesslichen Eindruck. "Ich wollte eine Tür benutzen, die auf der Probebühne stand. Als ich die Tür auf und wieder zu machte, ging plötzlich die Alarmanlage los. Ich habe einfach weiter gespielt, bis man mich unterbrach, um die Alarmanlage wieder auszuschalten. Vielleicht haben mich die Landesbühnen deshalb genommen...", amüsiert sich Cordula noch heute über diese Episode.

Überhaupt ist Cordula Hanns eine Frohnatur. Sie lacht viel, meist über sich selbst, wenn sie an all die Geschichten aus ihrem Leben denkt. Berührungsängste hat sie keine, das macht sie sympathisch. Manchmal haut sie plötzlich einen Spruch raus und nimmt sich dabei selber auf den Arm. Die Gefahr, sich zu einer Theater-Diva zu entwickeln, besteht bei ihr nicht, dazu ist sie viel zu sehr geerdet. Als Multi-Talent ist Cordula ohnehin breit aufgestellt: neben der Schauspielkunst beherrscht sie das Cello-Spiel und hat zudem eine markante Gesangsstimme.

In Cordulas Vita stehen mittlerweile eine Menge Theaterstücke, in denen sie mitgespielt hat: „Kabale und Liebe“, „König Lear“, „Adam und Eva“ oder „Utopia“ sind nur eine kleine Auswahl. Sie mag die klassischen Rollen genauso wie die neuzeitlichen. "Wenn der Text eine gute Form hat und die Rollen schön ausgearbeitet sind, spiele ich beides sehr gerne." Zu ihren Lieblingsstücken gehören "Verbrennungen" und "Wie im Himmel". Im nächsten Jahr wird sie auf der Felsenbühne Rathen in "Winnetou I" gemeinsam mit Schauspiel-Legende und Publikumsliebling Gojko Mitic auf der Bühne stehen, worauf sie sich schon jetzt freut.

Bei der unvermeidlichen Frage nach der Traumrolle überlegt sie lange: "Ich möchte immer das gerne spielen, was ich gerade nicht habe. Deshalb reizt es mich insbesondere, mal die Orsina oder Lady Milford zu spielen - wenn ich alt genug bin." Auch bei den Vorbildern gibt es keinen eindeutigen Favoriten. Cordula versucht, sich bei Kollegen und Familienmitgliedern das abzuschauen, was ihr in ihrer künstlerischen und persönlichen Entwicklung noch fehlt.

Momentan wohnt Cordula in Dresden. Hier schließt sich auch der Bogen zu ihrer eigenen Familiengeschichte und lässt sie für einen Moment nachdenklich werden. "Meine Oma hat 1945 die Bombardierung Dresdens miterlebt. Mit ihrem Kind im Kinderwagen, meiner Tante, gelang es ihr irgendwie, sich vor dem Feuersturm zu retten und die Stadt rechtzeitig zu verlassen".

Ihre brandenburgischen Wurzeln hat Cordula nie verleugnet. "Eisenhüttenstadt ist meine Heimat!", erklärt sie ohne lange nachzudenken. Ihre Eltern wohnen immer noch in der Stadt. Gerne würde Cordula später wieder hierher zurückkehren. Vielleicht ergibt sich ja ein Engagement an einem der Theater in der Nähe. "Im Staatstheater Cottbus würde ich sehr gerne spielen. Leider kann man das nicht selber entscheiden, ob man an einem Theater auch angenommen wird.". Vorher will sie aber auf alle Fälle weiterhin die Welt erkunden.

Die Zeichen stehen ohnehin auf Veränderung. "Ich habe viele Pläne und eigene Projekte im Kopf, denn ich will für mich selber entscheiden, wann ich wie etwas mache! Aber über ungebratene Eier redet man bekanntlich nicht!“. Wieder so ein typischer Satz, bei dem man unweigerlich schmunzeln muss!
„Till Eulenspiegel lernt das Fliegen“, eine Inszenierung des Theaterzirkus Dresden, wäre so ein Projekt. Direktor Tom Quaas entwickelte für seine Mischung aus Theater und Zirkus eine völlig neue Bühnensprache. Cordula spielte bereits in diesem Jahr Eulenspiegels Gegenpart – sehr zum Wohlwollen der Kritiker. Weitere Aufführungen sind geplant.

Auch mit dem Gesangsduo „Kinbon & Kessmer“, zwei guten Freunden, würde Cordula gerne öfters zusammenarbeiten.

Gern erinnert sich sie an die Zeit direkt nach dem Schauspielstudium - noch ohne festes Engagement, offen für ungewöhnliche Projekte wie dem Spektakel „Shakespeare im Park“.
Im Görlitzer Park in Berlin unterhielt eine Art Wandertheater die Leute. Man spielte kurz ein Stück an und wechselte dann im Park den Auftrittsort. „Das waren alles tolle Menschen. Die Regisseure, ein Deutscher und zwei Amerikaner, waren intelligent, kreativ und witzig. Die Musiker waren total verrückte Künstler. Und beim Wechsel von einem Spielort zum nächsten begleiteten uns 300 – 500 Leute. Ich durfte damals meine ersten Erfahrungen als Schauspielerin sammeln und hatte viele nette Begegnungen. Das war eine unglaublich geile Zeit!“, schwärmt Cordula noch heute.
Viele meinten damals zu ihr, so ein Projekt - wobei jeder Einzelne Feuer und Flamme dafür ist - erlebt man nicht allzu oft. Anfangs wollte sie das nicht glauben, doch inzwischen bedauert sie ein wenig, dass es nicht noch mehr solcher Kunstprojekte gibt.

Man spürt beim Zuhören, hier ist jemand noch nicht am Ende seines Weges angekommen. Und man spürt Cordulas Leidenschaft für ihren Beruf. Die Karriere, die praktisch schon im Kindesalter vor ein paar Krankenschwestern des Eisenhüttenstädter Krankenhauses begann, ist sicher noch lange nicht beendet. Den Namen Cordula Hanns sollte man sich also unbedingt merken. Gut möglich, dass ihn Martin Scorseses Agentin schon wieder vergessen hat, aber man trifft sich ja bekanntlich zweimal im Leben...

Montag, 14 November 2016 13:37

Festivalsonntag gehört den Kindern

Der letzte Tag des Filmfestival Cottbus gehört traditionell den Kindern mit einem Fest in der Stadthalle. Neben vielen Mitmach-Angeboten wie Bastelecke, Glücksrad-Drehen oder Spielmöglichkeiten gehört zu diesem Kindertag auch die jährliche Welturaufführung der Märchen-Neuverfilmung vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb).

In diesem Jahr hatte der Film „Das singende, klingende Bäumchen“ Premiere, basierend auf dem legendären DEFA-Film von 1957. Neben den zahlreichen großen und kleinen Märchenfilm-Liebhabern waren auch die Hauptdarstellerin Jytte-Merle Böhrnsen sowie Regisseur Wolfgang Eißler anwesend. Einen besonderen Applaus erhielt Christel Bodenstein, die die Prinzessin in der DEFA-Verfilmung verkörperte und auch im neuen Film eine kleine Rolle spielt.

Die Geschichte handelt von einer hochmütigen Prinzessin, die alle Freier ablehnt. Als ein junger Prinz um ihre Hand anhält, verlangt die Prinzessin von ihm, ihr das singende, klingende Bäumchen zu bringen.
Der Prinz macht sich auf die Suche nach dem Bäumchen und findet es bei einem Waldgeist. Um aber das Bäumchen zu bekommen, muss sich der Prinz auf einen Handel mit dem Waldgeist einlassen.
Zurück am Königshof, stellt die Prinzessin fest, dass das Bäumchen weder singt noch klingt. Der Prinz erkennt, dass die hartherzige Prinzessin nicht lieben kann und verlässt das Schloss, um sein Wort beim Waldgeist einzulösen.
Die Prinzessin schickt ihren Vater, den König, los, ihr das Bäumchen zu beschaffen. Auch er lässt sich auf einen Handel mit dem Waldgeist ein: das erste Lebewesen, dass ihm bei seiner Rückkehr begegnet, gehört dem Waldgeist. Zu dumm nur, dass ausgerechnet die ungeduldige Prinzessin das erste Lebewesen ist, dass der König sieht. Fortan muss sie beim Waldgeist leben, der darüber hinaus die schöne Prinzessin in eine hässliche Frau verwandelt. Als der Prinz, der ebenfalls beim Waldgeist lebt, die Prinzessin trifft, ist er alles andere als begeistert...

Gedreht wurden die Filmszenen im Harz, im Potsdamer Schloss Belvedere sowie im Kloster Chorin.
Für den Cineasten bot der Film noch ein kleines Extra, den sich die Filmemacher als Reminiszenz an die DEFA-Verfilmung haben einfallen lassen: das im Schloss an der Wand hängende Porträtbild der verstorbenen Mutter der Prinzessin ist das Plakatmotiv der DEFA-Verfilmung.

Im Anschluss an die Vorführung mussten die beiden Schauspielerinnen und der Regisseur viele Fragen der Kinder beantworten. Die wollten wissen, wie die Prinzessin im Film durch die Luft geschleudert wurde, wie die Zaubertricks des Waldgeistes funktionierten und ob die Verletzungen des Prinzen echt waren. Geduldig gaben die Protagonisten Auskunft und verrieten den einen oder anderen Filmtrick.
Christel Bodenstein zeigte sich im Interview begeistert von der Neuverfilmung, die mit den technischen Möglichkeiten von heute umgesetzt wurde. Als die Anfrage kam, mitzuwirken, zögerte sie nicht lange und sagte zu. Am Set traf sie dann auf ihre „Nachfolgerin“ Jytte-Merle Böhrnsen, die wiederum bereits die Verfilmung von 1957 kannte.

Selbstverständlich standen die beiden Prinzessinnen auch für Autogramm- und Fotowünsche der kleinen Zuschauer zur Verfügung und kamen mit den Gästen ins Gespräch.

Ausgestrahlt wird die Neuverfilmung von „Das singende, klingende Bäumchen“ am 25. Dezember 2016 um 14:45 Uhr im ERSTEN.

Zehntausende Besucher waren wieder beim 25. Herbst- und Weinfest in Radebeul-Altkötzschenbroda zwischen Dorfanger und Streuobstwiesen unterwegs. Zeitgleich fand auch das XXI. Internationale Wandertheaterfestival statt.

„Was Sie sehen, ist ziemlich doof, “, sagte der US-Komödiant Jeff Hess in gebrochenem Deutsch, „aber es geht more doofer!“. Und damit gab er unter dem Gelächter der vielen anwesenden Zuschauer in seinem halbstündigen Programm „Durchgeknalltes für Fortgeschrittene“ gleich einmal die Richtung vor, die eigentlich für das gesamte Wochenende gültig war.

20 Ensembles und Solokünstler und insgesamt 500 Mitwirkende wirkten an dem dreitägigen Festprogramm mit. Auf 12 Spielstätten wurden 58 Aufführungen gezeigt. Getreu dem diesjährigen Motto „Narren, Gaukler, Komödianten“ erlebten die Zuschauer witzige, skurrile, überraschende, vor allem aber äußerst unterhaltsame Programme für jeden Geschmack. Hinzu kamen 25 Bands aus aller Welt, die musikalisch für entsprechende Stimmung sorgten.

Gut beraten war, wer sich vorab über das Programm informierte und sich seine persönlichen Programm-Höhepunkte zusammenstellte. Denn Alles und Jeden zu erleben, ist beinahe unmöglich. Mehrere Bühnen wurden gleichzeitig bespielt, Straßenmusiker flanierten über den Anger, Attraktionen aus der Kirmes-Frühzeit sorgten für spontanes Mitmachen. Geboten wurde Comedy, Kabarett, Clownerie, Improvisationstheater - eben das ganze Spektrum an Narretei und Gaukelei.

So präsentierte u.a. der Schweizer Georg Traber sein muskelkraftbetriebenes Theaterkarussell, auf dem die Gäste Platz nehmen und das Festtreiben aus einer ganz besonderen Sichtweise verfolgen konnten.
Unheimliches verkündeten die Macher von „De stijle Want“ (Niederlande) mit ihrem Lunapark: „Die Überlebenswahrscheinlichkeit beträgt 49, äh 94%!“.  Mit 2:23 Minuten Spieldauer hatten sie nicht nur die kürzeste Aufführung, sondern den teilnehmenden Besuchern auch ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert – angeblich nur, weil sie dieses Mordsgaudi überlebt hatten...

Wer wollte, konnte sich schräg gegenüber vom Lunapark belobigen lassen. Im Lobbüro gab es ein ständiges Kommen und Gehen. Richard von Gigantikow errichtete auf den nahegelegen Elbwiesen aus Holzpaletten einen 1200 m² großen Skulpturengarten, das „LABYmania“. Hier fand auch das Finale Grande statt. Traditionell geht das „LABYmania“ zum Abschluß des Festivals in Flammen auf.

Auch die „Landesbühnen Sachsen“ mischten sich unters belustigte Volk und zeigten an mehreren Spielorten Ausschnitte ihres Repertoires. An die jüngsten Besucher wurde ebenfalls gedacht, für sie gab es auf den Streuobstwiesen in Elbnähe eine Kinderkirmes mit kindgerechter Unterhaltung.

Wer die heitere Kunst zu ernst nahm und sich absolut nicht amüsieren wollte oder konnte (was schwer vorstellbar ist angesichts der exzellenten Künstler), war beim Bummel über den Dorfanger vielleicht besser aufgehoben. 30 Winzer und Weinbaugemeinschaften aus den Anbaugebieten Sachsen und Saale-Unstrut boten in zwei Weindörfern frischen Federweißen und erlesene Weine aus ihren jeweiligen Regionen. Über 30 Höfe und Gaststätten entlang des Dorfangers waren für die  Festbesucher geöffnet. 

Man darf schon jetzt gespannt sein, was die Organisatoren für 2017 geplant haben. Aber eines dürfte schon jetzt sicher sein: More doofer geht immer!

Dienstag, 20 September 2016 07:54

Das Comeback der Superbike-WM auf dem Lausitzring

Beinahe wäre das Comeback der Superbike-WM im wahrsten Sinne des Worte ins Wasser gefallen!

Als sich am Sonntagmittag Piloten und Mechaniker in der Startaufstellung für den 2. Lauf der Superbike WorldChampionship fertig machten, setzte plötzlich starker Regen ein. Sofort begann hektisches Treiben, schließlich waren alle Rennmaschinen auf Trockenreifen abgestimmt. Die Betreuer rannten zurück in die Fahrerboxen, um noch schnell einen Satz Regenreifen zu holen. Hastig wurden die Boliden umgerüstet.

Die Rennleitung gab den Fahrern zusätzlich die Möglichkeit, eine Runde mit der neuen Abstimmung zu fahren. Aber schon bei der Rückkehr der Piloten in die Startaufstellung deuteten viele Fahrer mit eindeutigen Handbewegungen an, dass ein ordentliches Rennen unmöglich ist. Zuviel Wasser und Gummiabrieb auf der Piste machten den Lausitzring zu einer lebensgefährlichen Rutschbahn. Logische Konsequenz: Rennabbruch und Warten auf besseres Wetter.

Das wurde zwar nicht wesentlich besser, aber immerhin ließ der Regen ein wenig nach. Mit 45minütiger Verspätung gingen die Fahrer erneut auf die Strecke. Immer noch war der Asphalt rutschig, an manchen Stellen standen noch Pfützen.

Der Brite Jonathan Rea kam mit den Witterungsbedingungen am besten zurecht und setzte sich mit seiner Kawasaki nach dem Neustart konstant vom Feld ab. Dahinter gab es ein regelrechtes Ausscheidungsfahren. Immer mehr Fahrer stürzten beim Beschleunigen oder rutschten beim Abbremsen mit ihren Maschinen weg. Mit über 9 Sekunden Vorsprung gewann Rea vor Alex de Angelis (San Marino - Aprilia) und Javier Fores (Spanien - Ducati). Der einzige Deutsche im Feld, Markus Reiterberger, schied vorzeitig aus.

Mit seinem Sieg gelang Jonathan Rea etwas Wiedergutmachung, schließlich stürzte er im ersten Lauf am Samstag. Den Sieg holte sich Chaz Davies (Großbritanien - Ducati) vor Tom Sykes (Großbritanien – Kawasaki) und Honda-Pilot Nicky Hayden (USA).

Im Rahmenprogramm standen die WM-Läufe zur Supersport- und zur Superstock 1000-Meisterschaft sowie im European Junior Cup auf dem Programm. Auch der deutsche Ableger, die SUPERBIKE*IDM, machte erneut Station auf dem Lausitzring.

Nicht nur auf, sondern auch neben der Rennstrecke wurden den Zuschauern so einiges geboten. Auf der Showbühne hinter der großen Haupttribüne heizte am Samstagabend die Rammstein-Coverband STAHLZEIT den Fans so richtig ein. Im Fahrerlager präsentierten die Motorrad-Hersteller ihre neuesten Maschinen. Beim Pit-Walk konnten sich die Rennsportfans Autogramme ihrer Idole holen oder mit den Grid-Girls fotografieren lassen.

Nicht ganz zufrieden dürften die Veranstalter mit der Zuschauerresonanz sein. Während der Rennen sah man auf der gewaltigen Zuschauertribüne (Fassungsvermögen 25.000 Zuschauer) viele freie Sitzplätze. Die extra geöffnete Stehplatz-Tribüne war so gut wie gar nicht besetzt.

Trotz aller äußerer widrigen Umstände erlebten die Zuschauer ein packendes Rennwochenende mit spannenden Duellen und spektakulären Überholmanövern.

Es ist schon Tradition geworden, dass sich das Bundesliga-Team vom 1. FFC Turbine Potsdam in der Vorbereitung gerne mal mit Männermannschaften misst.

Anläßlich des Sportfestes der SG Kausche im Rahmen der Feierlichkeiten zu "20 Jahre Umsiedlung von Alt-Kausche" (die Umsiedlung wurde infolge des Braunkohlenabbaus notwendig) lud sich der Aufsteiger zur Kreisoberliga den namhaften Gegner aus der Landeshauptstadt zu einem Freundschaftsspiel ein.
Die Potsdamerinnen kamen mit dem gesamten Erstliga-Kader, es fehlten lediglich die drei Olympiateilnehmerinnen Tabea Kemme und Svenja Huth (beide Deutschland) sowie Elise Kellond-Knight (Australien).

Für Victoria Krug war das Spiel fast ein Heimspiel - die 18jährige Abwehrspielerin stammt aus dem Drebkauer Ortsteil Jehserig. Mit Stürmerin Laura Linder aus Lübbenau stand noch eine weitere Lausitzerin auf dem Platz.

Die Anfangsphase gehörte zunächst den Männern, die erste Chance im Spiel hatte in der 14. Minute Johannes Elsig. Ihr Schuß ging jedoch über das Tor. Drei Minuten später zappelte der Ball das erste Mal im Tor der Potsdamerinnen. Toni Weise war mit aufgerückt und vollendete. Der Bundesligist kam nur selten vor das gegnerische Tor und mußte in der 34. Minute sogar das 0:2 durch Stephan Faber hinnehmen. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.

Die SG Kausche machte zu Beginn der zweiten Halbzeit da weiter, wo sie vor dem Seitenwechsel aufgehört hatte. Fabian Triebeneckr erhöhte in der 47. Spielminute auf 3:0. Aber Turbine Potsdam gab sich nicht auf und riß das Spiel nun an sich. Praktisch im Gegenzug erzielte Anna Gasper in der 49. Minute den wohlverdienten Anschlußtreffer.
Kausche kam jetzt nur noch zu Kontergelegenheiten, Potsdam dagegen kombinierte sich durch die meist zwei Köpfe größeren Gegenspieler. In der 63. Minute verkürzte Nationalspielerin Felicitas Rauch auf 3:2. Potsdam blieb spielbestimmend und kämpfte um das Ausgleichstor.
In der 74. Spielminute war es soweit: Anna Gasper netzte zum viel umjubelten 3:3 ein. Applaus gab es auch von den einheimischen Fans.

Die Aufholjagd des Bundesligisten wurde jedoch nicht belohnt. Zwei Minuten vor dem Schlußpfiff nutzte Stephan Faber Stellungsfehler in der Potsdamer Hintermannschaft und erzielte den Siegtreffer zum 4:3-Endstand.

Zuschauer, die wenig mit Frauenfußball am Hut haben, zeigten sich überrascht, wie kampfstark und technisch versiert die Potsdamerinnen am Ball waren. Für Unverständnis sorgten dagegen einige Entscheidungen des Schiedsrichterkollektivs, die so manchen Zweikampf zu Ungunsten der meist kleineren Potsdamerinnen pfiffen. Abgesehen von einem rüden Foul an Lia Wälti kurz vor den Abpfiff sahen die 549 Zuschauer ein ausgeglichenes und vor allem faires Spiel.

Auch wenn es für Turbine nicht zum Unentschieden gereicht hat, zeigte sich Kapitänin Lia Wälti zufrieden mit dem Spiel: "Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gezeigt. Besonders in der zweiten Halbzeit haben wir viel von dem umgesetzt, was wir in den letzten Wochen trainiert haben. Es tut gut, wenn man ein Spiel drehen kann oder zumindest nochmal ran kommt, schließlich lagen wir schon 0:3 hinten".

Und was bringt so ein Spiel Männer gegen Frauen? " Heute hat es uns viel gebracht, weil der Gegner gar nicht so schlecht war und wir trotzdem unsere Spielzüge durchziehen konnten.", fasst die Schweizer Nationalspielerin zusammen.

Beim Auslaufen gab es dann auch für die Mädels viel Applaus von den Zuschauern.

Freitag, 29. Juli, 20:00 Uhr - Restaurant "Zum Kuckuck" Groß Jamno

In ihrem neuen Programm „Sorgen? Mache ich mir morgen!“ macht Sia Korthaus 
eine Zeitreise durch die Epochen. 
Begleitet wird sie dabei von dem kleinen außerirdischen Chauffeur, der die Zeitmaschine steuert. Er hat den überbordenden Charme eines Berliner Taxifahrers und lässt keine Gelegenheit aus, seine Meinung zu diesem außergewöhnlichen „Zeitseeing“ zu äußern.

Welche Zeit war die beste? Die Zeit der Käse-Igel im Partykeller?
 Erinnern Sie sich noch an die Zeiten, in denen man ohne Fahrradhelm zu einer realen Verabredung fuhr, die man mit einem Telefon mit Wählscheibe und Schnur ausgemacht hatte?
 Sia Korthaus nimmt Sie mit in die Zukunft – Sie erfahren, wer im Jahr 2054 die Welt regiert, welch sensationelle Vorteile Ihnen die Vernetzung Ihrer Körpersensoren mit den Gesundheitsbehörden bieten wird und vor allem: Ob der Berliner Flughafen tatsächlich fertiggestellt wird.
 Reisen Sie mit Sia von Flowerpower bis Cybersex und entdecken Sie Ihre Lieblingszeit!

Jemand, der die Sparten Kabarett, Schauspiel und Gesang gleichermaßen so gekonnt bedienen kann, ist auf deutschen Kleinkunstbühnen selten zu finden – Kabarett auf höchstem Niveau!

Karten im Vorverkauf 19,00 Euro / an der Abendkasse 22,00 Euro

Karten gibt es im "Kuckuck" in Groß Jamno, am Kartentelefon unter 03562 / 66 44 24 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Foto: (c) Simin Kianmehr

Dienstag, 19 Juli 2016 16:51

Ein Sonnenkind auf Tour

Im Rahmen ihrer Promotiontour für ihr aktuelles Album „Sonnenkind“ machte Schlagersängerin Linda Hesse am heutigen Tag auf Einladung des „Marktkaufes“ auch Station im Cottbuser Lausitz-Park.

Seit dem 8. Juli ist Linda Hesses 3. Album im Handel erhältlich und stieg bis auf Platz 15 der Deutschen Album-Charts, womit sie aktuell die beste weibliche Sängerin ist. Vor ihr rangieren nur männliche Gesangsinterpreten.

Unterstützt wurde Linda Hesse bei ihrem Kurzauftritt von ihrem musikalischen Leiter Andrè Franke sowie Backgroundsängerin Isabel Livia Wilhayn.

„Pessimisten werden mit diesem Album keine Freude haben!“, versprach Linda – zu positiv gestimmt sind die 11 neuen Lieder. Neben guten tanzbaren Rhythmen mit Hit-Potenzial wie „Nein“ (der ideale Titel zum Line Dancen auf Country-Feten) und „Bitte mach's nicht kaputt“ gibt es auch sanfte Balladen: „Nach dem Regen“ erinnert stark an den Rosenstolz-Hit „Gib mir Sonne“ und sorgt in der Akustik-Version (ebenfalls auf dem Album) für Gänsehaut. Bei „Sommerwiese“ hat man im Chorus das Gefühl, Dieter Bohlen wird parodiert. Und – je öfter man das Album hört, umso einprägsamer wird es. Dieses „Bitte, bitte“ verfolgt einen noch Tage später....

In der limitierten Fan-Box sind neben dem Album eine DVD, ein Plakat, ein Freundschaftsarmband, passend für die Sonnenkinder etwas Sonnenblumensamen sowie eine ganz spezielle Autogrammkarte enthalten. Was es damit auf sich hat, verriet Linda Hesse ebenfalls den vielen Zuschauern vor der kleinen Bühne.

Bei der anschließenden Autogrammstunde signierte die sympathische Sängerin CDs und Poster und stand für Fotos mit ihren Fans zur Verfügung.

Foto: (c) Thoralf Haß

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