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Simone Noack

Simone Noack

Das sommerliche Wetter war ein Träumchen. Mückenspray und Jacken waren am Samstagabend überflüssig. Schon Wochen vorher vermeldete die Internetseite, dass es für diese Veranstaltung keine Karten mehr gibt. Die 57. Lübbener Kahnnacht hat auch in diesem Jahr wieder tausende Besucher an den Hafen gelockt.

Rock’n’Roll-Musik und alles was an die Zeit des Boogie-Woogie und Petticoats erinnert, wurde den Gästen versprochen. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Zur Stunde wird in Hänchen bei Cottbus noch gefeiert. Das schöne Wetter, ein spannendes Rennen, gutgelaunte Besucher, um nur mal drei Gründe zu nennen, warum es heute Abend auf dem Motocross-Gelände am Hänchener Weinberg gemütlich wird. Die musikalische Untermalung übernimmt Jake Calypso, der mit ordentlicher Rock’n’Roll Musik jeden Fuß zum Zappeln bringt.

Seit gestern füllte sich das Gelände ständig mit Besuchern, welche gleich auf dem Campground übernachten und ein tolles Wochenende mit Gleichgesinnten verbringen wollen. Altes amerikanisches Blech, Petticoats und Pomade im Haar – das alles war heute in Hänchen zu erleben. Der Barbershop aus Bernau trat gleich mit kompletter Salonausstattung an, um die Damen und Herren stilgerecht zu frisieren. Autokennzeichen verrieten, dass sich hier die Rockabilly-Szene nicht nur aus der Lausitz traf.

Zum Rennen auf der Crossstrecke gingen ca. 20 zwei- oder vierrädrige Fahrzeuge an den Start. Leider gab es auch technische Ausfälle, so dass nicht jeder Fahrer das Ziel erreichte. Egal! Spaß hat´s gemacht und alle blieben gesund, um nächstes Jahr wieder an den Start zu gehen!

Am morgigen Sonntag setzt sich dann nach ausgiebigem Frühstück die Abreisewelle in Bewegung.

Im letzten Sommer feierten die Veranstalter mit ihrem RUST REVIVAL Premiere. Und was gut ist, setzt sich durch! Also geht es vom 29.06. bis 01.07.2018 in die zweite Runde.

Liebhaber und Fahrer amerikanischer Fahrzeuge treffen sich dann wieder auf der Motocross-Strecke in Hänchen bei Cottbus. Dort werden wieder spannende Rennen ausgetragen und bei Musik der 50er und 60er Jahre die glorreiche Rock’n’Roll-Zeit gehuldigt.

Für alle, die auf dem Festgelände campen möchten, öffnen sich bereits am Freitag ab 14 Uhr die Tore. Am Samstag gibt es dann ab 14 Uhr die Fahrervorstellung und das Rennen der zwei- und vierrädrigen Fahrzeuge.

Am Freitag und Samstag ist abends Rock’n’Roll-Livemusik zu erleben. Den genaueren Ablauf entnehmen sie dem abgebildeten Flyer der Veranstalter.

HoBiKaSchaTi …auf so eine Zungenbrecher-Abkürzung muss man erstmal kommen! Diese haben sich die Kinder des ESV Lokomotive RAW Cottbus e.V. ausgedacht, da in ihr so ziemlich alle Sportarten enthalten sind, welche im Verein trainiert werden. Hockey, Biathlon, Badminton, Kanu, Schach, Schalmeien und Tischtennis. Sie alle haben sich heute zum bereits 3. Hallenhockey-Turnier in der Sporthalle an der Weinbergstraße in Cottbus getroffen. Dieses Projekt wurde gemeinsam mit der Bewegten Schule ins Leben gerufen.

Bewegung gab es dann auch reichlich. Bereits um 9.00 Uhr erfolgte die Eröffnung durch den Stadtsportbund. Jungs und Mädchen aus insgesamt 5 Schulen kämpften um den begehrten Wanderpokal und Medaillen. Selbst aus dem entfernten Leegebruch und Vehlefanz reisten die Sportler an, um ihre Schulen zu vertreten. Maria von der Lakomy- und Lennox von der Kolumbus-Grundschule Cottbus gingen als Einzelkämpfer für ihre Klassenkameraden an den Start. Aber nicht nur der oder die beste Spieler(in) oder Torschützenkönig(in) qualifizierten sich für den Pokal. Auch die Fairness stand im Fokus. Für die hungrigen Sportler standen Grillwürstchen und selbstgebackene Kuchen auf dem Speiseplan. 

An diesem Wochenende treffen sich bereits zum 5. Mal die Mittelalterfreunde zum Johannes Gaudium auf dem Freigelände des Manitu in Forst (Lausitz). Die letzten Vasallen derer von Bieberstein haben geladen und reichlich edle Herren, Recken, Mägde und Knechte, Tölpel und Vagabunden sind dieser Einladung gefolgt. Fasziniert von der Authentizität aller Mitwirkenden schlendert der Besucher über das großzügige Gelände der Erlebnisgaststätte  Manitu, genießt die Düfte der Garbräterei oder des sich drehenden Ochsen am Spieß.

Da waren sie wieder – Fans und Freunde der amerikanischen Spritschlucker trafen sich am Wochenende zum beliebten US-Car & Bike-Meeting an der F 60 in Lichterfeld. Auch in diesem Jahr war halb Europa angereist, um mit Gleichgesinnten dem V8-Blubbern zu lauschen. Zeitweilig staute sich der enorme Besucheransturm am Kassenhäuschen.

Unter der sengenden Sonne ließ sich so mancher Fahrer zum Autocross-Rennen oder einem reifenvernichtenden Burnout herausfordern.

Der alljährliche Show&Shine-Contest wurde wieder fabelhaft moderiert von Guido Böttcher, dem zu jedem Fahrzeugtyp eine fachkundige Story zu erzählen hat. Wer hier seinen geliebten Schlitten vorstellen wollte, musste sich in eine lange Warteschlange einreihen. Am Abend wurde aller Staub des Tages beim Sexy Car-Wash weggespült. Für die Gewinner der einzelnen Wettkämpfe standen wieder stattliche Trophäen bereit.

Zum Sonnenuntergang holten „Eddy & The Backfires“ ihre Instrumente raus und ließen mit ihrer Rock ‚n‘ Roll Show die Füße an der Festbühne zappeln.

Hunger und Durst des gut gelaunten Publikums konnten an diesem Wochenende mit Burgern, Steaks, Bratwürsten,  süßen Crepes, Bier und reichlich Wasser gestillt werden. 

Am gestrigen Freitag drängten sich bereits viele Besucher vor den Türen des Tierparks, ehe pünktlich um 19 Uhr alle Kassen öffneten. Das Geschehen im Eingangsbereich ist bestens organisiert. Drei Kassenhäuschen waren für die Abendkasse geöffnet.

Der MKF-Lausitz e. V. veranstaltet heute bereits zum 12. Mal ein Treffen für Freunde der Militärtechnik auf dem Motocross-Gelände in Hänchen. Verschiedene Militärfahrzeuge durchwühlen die Cross-Strecke auf Reifen oder Ketten, schütteln alle Insassen ordentlich durch und sorgen mit dicken Staubwolken für Authentik. Die Schlange der Mitfahrwilligen riss nicht ab.

Dienstag, 01 Mai 2018 19:15

21. Oldtimertreffen in Werben

Wer in nächster Zeit den Bund für´s Leben eingehen möchte, war heute in der Cottbuser Messehalle genau richtig. Es ist die größte Hochzeitsmesse zwischen Berlin und Dresden und wird offenbar auch im 5. Jahr noch monumentaler! Zukünftige Brautpaare müssen sich schon längst nicht mehr allein Gedanken darüber machen, wie sie ihren schönsten Tag organisieren und verbringen möchten. Für all diese großen und kleinen Entscheidungen war ihnen die heutige Messe eine große Hilfe. Auch wenn für die meisten Bräute wohl die Wahl des richtigen Brautkleides die größte Herausforderung zu sein scheint, so gilt es an diesem Ereignis an so viele bedeutende Dinge zu denken, die letztendlich ein perfektes Gefüge ergeben. Wo möchten wir feiern? Welche Trauringe gefallen uns? Wer hält unseren Tag fotografisch fest? Haben wir an den Brautstrauß gedacht und wer backt unsere Hochzeitstorte? Fragen über Fragen, die manchmal auch schon vor dem Jawort zum handfesten Streit führen können.  Aber heute wurde alles beantwortet! Nicht nur in der Halle, sondern auch im Außengelände präsentierten sich zahlreiche Aussteller. Draußen konnte man sich für das passende Gefährt für jeden Anlass entscheiden. Alles nur eine Frage der benötigten Pferdestärken!

Aber nicht nur das Heiraten stand heute im Mittelpunkt. Auch zu Familienfesten wie Einschulung, Konfirmation, rundem Geburtstag und Jugendweihe konnte man sich genügend Inspirationen holen.

Dass sich auch Samba und Poledance picobello in ein Partyprogramm integrieren lassen, davon konnten sich die Messebesucher bei jeweils 2 verschiedenen Shows überzeugen. Die Damen rund um Mareike Linzer zeigten heiße Tänze zu karibischen Klängen. Wie sich das Brautpaar stilsicher beim Hochzeitstanz bewegt, zeigte die Tanzschule Fritsche.

Inzwischen sind auch Feuerwerke bei runden Geburtstagen so normal wie in der Silvesternacht. Aber dass es statt lauter Knallerei auch eine romantische Feuershow als Höhepunkt einer Familienfeier sein kann, zeigten im Außenbereich die Feuerkünstler von „Ravenchild“.

In meinem eigenen Familien- und Freundeskreis gibt es 2018 mehrere runde Geburtstage zu feiern. Also wollte ich doch gleich meinen heutigen Messebesuch mit der Suche nach einer passenden Robe für diese Anlässe verbinden. Bei den Modeschauen liefen die tollsten Kleider an mir vorbei. Und was war das Ende vom Lied? Jetzt habe ich noch immer nichts anzuziehen, weil eben Brautkleider diese Magie besitzen, die Mädchen alles um sich herum vergessen lassen.

Wer zum Messebesuch sein Fahrzeug auf dem Parkplatz unterhalb der Tangente (vor der Alten Chemiefabrik) parkte, hatte vielleicht etwas weniger Spaß. Es werden doch dort tatsächlich 3 Euro kassiert, damit man mit seinem Fahrzeug über Unmengen von Glasscherben fahren kann. Da hätte doch wirklich der Silvesterdreck im Vorfeld mal entfernt werden können. Vielleicht reichen ja nun die eingenommenen Parkgebühren, um endlich die Kehrmaschine kreisen zu lassen.

Das Weihnachtsfest ist vorüber, viele Cottbuser haben ihren Tannenbaum bereits aus dem heimischen Wohnzimmer entfernt. Doch wohin jetzt mit dem um einige Nadeln ärmeren Baum? Seit 2015 stellt sich diese Frage für die Ströbitzer nicht mehr, denn bereits zum 4. Mal fand heute bei der Freiwilligen Feuerwehr am Vetschauer Platz der Weihnachtsbaumweitwurf statt. Wer keine Möglichkeit hatte, seinen eigenen Baum mitzubringen, für den standen auch wieder bereits für die entsprechende Altersklasse zurechtgesägte Exemplare zur Verfügung.

Für einen Startpreis von 2 Euro hatte jeder Teilnehmer 3 Versuche, seinen Baum so weit wie möglich zu werfen. Gewertet wurde jeweils der beste Wurf. Der Erlös dieses Wettkampfes wird – wie schon in den Vorjahren - wieder einer gemeinnützigen Einrichtung zugutekommen.

Insgesamt gingen 75 Teilnehmer an den Start. Bei den Männern wurde der Baum 6,50 m weit geworfen. Bei den Frauen gewann Katrin Köpke mit sagenhaften 4,90 m. Bei den Kindern gewannen in der Kategorie u16 Leon Alt mit 5,1m und Vivi Liebscher mit 3,8 m. In der Kategorie u10 gewann Darian Herrmann mit 3,5 m.

Alle Gewinner stehen ab dem 8.1. auf der Homepage http://feuerwehr-stroebitz.de/ und können sich ihre Preise Dienstags von 18.30 bis 21 Uhr abholen.

Auch in diesem Jahr konnte man sich vor dem sportlichen Wettkampf mit schmackhaftem Eisbein und Sauerkraut aus der Gulaschkanone stärken. Diese wurde durch die Kameraden bereits morgens um 8 Uhr angefeuert, damit alles pünktlich zur Mittagszeit serviert werden konnte. Sitzplätze im Gerätehaus und im Schulungsraum wurden zeitweise rar. Schon am sechsten Tag des neuen Jahres wurden offenbar alle guten Vorsätze des Diäthaltens vergessen. Alle 90 Eisbeine fanden ihre „Abnehmer“. Für diejenigen, die es nicht so deftig mögen, hatten die Kameradinnen selbstgebackenen Kuchen vorbereitet.

Nachdem ihre Konzerte im Frühjahr so überaus erfolgreich waren, ist Maite Kelly seit September auf „Sieben Leben für dich“-Zusatztournee unterwegs. Am gestrigen Mittwoch war sie nun mit ihrer Band in der Cottbuser Stadthalle zu erleben. Die vier Jungs der deutschen Schlager-Boygroup „Feuerherz“ heizten mit ihren Hits ordentlich die Stimmung im Saal an, bevor Maite mit einer an Temperament und Herzlichkeit kaum zu übertreffenden Show ihre vielen Fans hier in der Lausitz unterhielt.

Seit Wochen war die Veranstaltung ausverkauft, aber am 06.04.2018 gibt Maite nochmals ein Zusatz-Zusatz-Konzert für alle, die für gestern keine Karten mehr ergattern konnten.

Im Rahmen der TV–Show „Schlagerboom 2017“ wurde Maite Kelly am letzten Samstag sogar mit Platin für ihr Erfolgsalbum „Sieben Leben für dich“ ausgezeichnet.

Als zweitjüngstes Kind einer Künstlerfamilie wurde ihr die Musik praktisch mit in die Wiege gelegt. Anfangs noch als Straßenmusiker zogen die Kellys durch die ganze Welt. Als sich 2008 die Kelly Family als Band auflöste, musste sich Maite komplett neu orientieren. Ob als Synchronsprecherin, Songschreiberin, Sängerin, Musical-Darstellerin oder gar Tänzerin bei „Lets Dance“ – Maite kann alles! Im Sommer 2011 entwarf Maite mit Bon Prix sogar ihre erste Modekollektion. Inzwischen ist sie auch als Kinderbuchautorin sehr erfolgreich.

Gestern reiste Maite mit uns durch das pralle Leben mit all seinen Gefühlen, singt von Sonnenschein und Regen und der großen Liebe. Gleich zu Beginn verlor sie unfreiwillig ihren Rock. Charmant und selbstironisch überspielte sie dies mit den Worten „da habe ich wohl etwas zu viel gegessen“. Der Rock bekam noch zwei Chancen. Selbst ihrem Gitarristen gelang es nicht, ihn haltbarer an Maites Hüfte zu befestigen. Egal, weg damit, so ein Stück Stoff kann doch eine Maite nicht ausbremsen. Sie hatte ihrem Publikum viel zu erzählen. Von ihren Begegnungen mit Udo Jürgens, der ihr in Kindertagen in die Wange kniff, oder wie sie sich auf dem Schoß von Mireille Mathieu über deren Pilz-Frisur wunderte.

Egal, ob leise melancholische Balladen oder mitreißende tanzbare Schlager, die Powerfrau hat es drauf - eine Entertainerin mit viel Temperament, einer wahnsinnig kraftvollen Stimme, großer Klappe aber mit ganz viel Herz.

Momentan ist der König von Mallorca auf großer Center-Tour, um sein Album "Jürgen Drews Feat. Drews" zu promoten. Als vierte Station auf dieser Tour legte er heute einen Stopp im Blechen-Carré ein. Sowohl ganz junge als auch ältere Fans warteten schon seit 14 Uhr an der Bühne auf ihren Onkel Jürgen. Pünktlich um 15 Uhr war er dann da, ging auf die Bühne, knipste den Gute-Laune-Schalter an und schenkte uns einen Regenbogen.

Jetzt hat Jürgen Drews ein Album mit all seinen bekannten Hits neu aufgenommen. Drews covert sich hier gewissermaßen selbst. 22 alte und neue Hits hat er auf das neue Album gepackt. Dass er "wieder alles im Griff" hat, bewies er beim heutigen fast 90minütigen Konzert. Sein "Bett im Kornfeld" durfte natürlich genauso wenig fehlen wie "Mama Loo" aus seinen Zeiten bei den Les Humphries Singers.

Die Cottbuser seien das beste Publikum, am liebsten hätte er alle mit nach Mallorca genommen. Aber so weit werden wir gar nicht reisen müssen, schließlich hat er alle Fans für das nächste Jahr in den Spreewald eingeladen, wo er mit Ehefrau Ramona seine Silberhochzeit feiern möchte.

In seinem neuesten Song heißt es, "das ist das beste Lied der Erde, das singe ich, bis ich sterbe". Wir hoffen doch sehr, dass er das bitte noch ganz lange singt! Onkel Jürgen, bleib gesund und komm bald wieder nach Cottbus!

Eindrücke vom Aufrtritt in Cottbus gibt es im Video:

Sehr sportlich ging es heute beim Kiezfest an der Lutherkirche zu. Unter dem Motto „It's time to #BeActive” rief die Europäische Kommission die Europäer auf, sich mehr zu bewegen und einen aktiveren Lebensstil zu etablieren. Und genau das taten dann auch alle. Jung und Alt bewegten sich zu karibischen und orientalischen Klängen gemeinsam beim Zumba. Es wurde gerudert, getrommelt, gemalt und gehüpft. Direkt vor dem Altar der Lutherkirche hing eine überdimensionale Himmelsschaukel, auf der die Mutigen hoch über den Kirchenbänken schweben konnten. Wem das noch nicht hoch genug war, der durfte auch den Kirchturm besteigen. Die Sonne sah man leider nur als Kreidezeichnung auf den Pflastersteinen - aber dafür handgemalt und in den wunderschönsten Farben.

Abends nochmal schnell auf ein Feierabendbierchen das Haus verlassen? Da müssen Sie demnächst aber längere Wege in Kauf nehmen, wenn Sie in Theaternähe wohnen. So langsam sterben die urigen Kiezkneipen in der Umgebung aus. Gab es damals noch das „Schillerschlösschen“, „Zur Eisenbahn“, „Jonathan“ oder das „Doppeldeck“, so stehen nunmehr die Chancen für ein Thekengespräch schlecht. Im Dezember wird nun auch die „Lindenklause“ in der Karl-Liebknecht-Straße 106 seine Türen schließen.

In den letzten 54 Jahren trafen sich dort so einige Männerfreundschaften, die Skat- oder Dartspieler und auch Fotofreunde beim Stammtisch. Zum Mittagstisch kamen viele Mitarbeiter umliegender Büros und Firmen vorbei, welche die gute deutsche Küche zu schätzen wussten. Legendär waren die hausgemachten Bouletten, Rouladen oder knusprige Schnitzel mit Bratkartoffeln.

Gudrun Eckert, die Inhaberin der „Lindenklause“, verabschiedet sich nun von ihren Gästen. Seit 1990 kümmerte sie sich um Wohl und Wehe ihrer Stammkunden in der Gaststätte auf der Ecke zur Lausitzer Straße zur vollsten Zufriedenheit – so, wie es in den Jahren zuvor schon ihre Eltern getan hatten. Bis 2013 stand ihre Mutti noch an dem kleinen Herd und bereitete die Hausmannskost, seitdem kämpfte sie allein in der Küche oder holte sich stundenweise Hilfe.

Auf die Anlieferung der Zutaten hat Frau Eckert seither verzichtet. Schon früh am Morgen belud sie ihr kleines Auto auf dem Großmarkt, eilte in ihr Restaurant zurück, damit das Mittagessen pünktlich um 12 Uhr für ihre Gäste auf dem Tisch steht.

Mit dem Aus des Traditionslokals geht nun auch ein Stück Cottbuser Geschichte zu Ende. Viele schöne Erinnerungen werden in der Gastronomin geweckt, wenn sie an die vielen Feste zurückdenkt, die in ihren Räumen stattfanden. Unzählige Hochzeiten, Kindergeburtstage, runde Jubiläen und auch Trauerfeiern wurden in der Lindenklause begangen.

Nachdem im Januar 2008 auch das Rauchverbot in Brandenburg galt, kamen nur noch wenige der abendlichen Stammgäste. Der große runde hölzerne Stammtisch, welcher noch immer vor der Theke thront, könnte Geschichten erzählen – aus Zeiten, in denen die Luft zum Atmen im Lokal knapp war.

Durch den Eigentümerwechsel der Immobilie und die damit verbundene Rekonstruktion erfuhr die Lindenklause 2012 eine Aufwertung. Der Tresenbereich, das Mobilar sowie der Fußboden wurden komplett erneuert, Wände bekamen aufhellende Farben und Bilderrahmen mit Fotos, welche die Wirtin in ihrer wenigen Freizeit selbst aufgenommen hat, bekamen ihren Platz. Auch die sanitären Einrichtungen fand man nun nicht mehr im dunklen Hausflur.

Ob es nun auf der Karl-Liebknecht-Straße zu einer scheinbaren Durststrecke kommen wird, bleibt abzuwarten. Bis jetzt haben sich einige Interessenten die Räumlichkeiten angesehen, aber ein Nachfolger hat sich noch nicht gefunden.

Auf das Ende des Arbeitslebens und den Beginn des Ruhestandes blickt Frau Eckert mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Plötzlich wird es genügend freie Zeit geben. Den Gänsebraten will sie in diesem Jahr zum Weihnachtsfest erstmals ausschließlich für ihre Familie zubereiten. Wie sie verriet, werden Termine beim Frisör oder im Kosmetikstudio nun häufiger und sie kann diese endlich intensiv genießen.

Wir wünschen Frau Eckert die Erfüllung ihrer langgehegten Wünsche und Träume sowie einen gesunden und geruhsamen wohlverdienten Ruhestand. Dankeschön für ihre freundliche und emsige Art. Möge keine Langeweile, sondern eine frische Brise durch ihre Rentenzeit wehen!

Im Rahmen der Interkulturellen Woche und der Europäischen Woche des Sports laden die Veranstalter am 23.09.2017 ab 13:30 Uhr zum Kiezfest unter dem Motto "Komm wir malen eine bunte Sonne".

Zwischen Weinberg- und Lutherstraße finden viele sportliche Aktivitäten wie Volleyball, Hockey, Badminton oder Paddeln statt. Direkt vor der Lutherkirche kann unter freiem Himmel Schach und Tischtennis gespielt werden. Wer schon immer mal den Turm der Kirche besteigen wollte, der hat an diesem Tag die Gelegenheit dazu.

Als Gäste werden die Stadtjugendfeuerwehr Cottbus, die Malteser, der Stadtsportbund, Kinderleicht e.V., Roland Jaintz, die Band Mardi und Monika erwartet, welche mit ihren Trommeln ordentlich einheizt. Um 18 Uhr steigen viele Wunschballons in den Cottbuser Himmel. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt.

Mit viel Herzblut wird diese Veranstaltung organisiert von den Kindern- und Jugendlichen des ESV Lok RAW Cottbus mit Ihrem Präsidium, der Jungen Gemeinde der Lutherkirche mit Pfarrer Stephan, der Hockeymannschaft der Bewegten Grundschule und Ihren Eltern sowie dem Bürgerverein der Spremberger Vorstadt.

Das alles klingt doch nach einem unterhaltsamen Ausflug für die ganze Familie!

 

Fotos: Flyer des Veranstalters

Samstag, 16 September 2017 18:14

3. Dogfestival im Cottbuser Strombad

Im Strombad direkt an der Spree drehte sich heute bereits zum dritten Mal wieder alles um den besten Freund des Menschen. Thomas Bergner vom Geschäftsbereich Ordnung und Sicherheit der Stadt Cottbus lobte in seiner Eröffnungsrede den Wettergott, der auch zum diesjährigen Dogfestival ein Einsehen hatte und einen Sonnen-Wolken-Mix schickte.

Geehrt wurde die Siegerin des Fotowettbewerbs, deren Hund Evan in diesem Jahr das Veranstaltungsplakat schmückt.

Ein abwechslungsreiches Programm für Mensch und Hund zog sich über den gesamten Veranstaltungstag. Bei der Flyball-Show jagten die kleinen Fellnasen über einige Hindernisse dem Tennisball entgegen, welcher an einer Klettwand angebracht war. Die Rettungshundestaffel Spree/Neiße aus Forst und Ostbrandenburg zeigte in ihren Vorführungen, dass der Spürsinn eines Hundes beim Retten und Bergen von in Not geratenen Menschen nicht durch technische Hilfsmittel zu ersetzen ist. Die Dog Diving Show bewies wieder eindrucksvoll, dass so mancher Hund für sein liebstes Spielzeug alle Hürden überwindet und sogar ins kalte Wasser springt. Aber es gab auch einige Angst"hasen", die nur laut kläffend am Beckenrand ausharrten. Nebenbei gab es wichtige Tips zum Thema Fellpflege oder Hundeaugen in verschiedenen Vorträgen. Ein Dog Walk entlang der Spree bis hin zur Markgrafenmühle bildete den Abschluss für viele Hundefreunde.

Immer am zweiten Septemberwochenende des Jahres treffen sich auf dem Hindenberg-Speedway bei Lübbenau die verrücktesten Rennfahrer zum Vintage Dirttrack Racing. Nun ist das Rennen schon wieder Geschichte und hat viel Staub aufgewirbelt. Automobile und Motorräder, die bis einschließlich 1959 gebaut worden sind, lieferten sich knallharte Kämpfe.

Bei allem Ehrgeiz und Benzin im Blut stehen aber immer Fairness und Sicherheit an erster Stelle. Schon am frühen Samstagmorgen wurden bei der Fahrerbesprechung letzte Hinweise für ein unfallfreies Rennen gegeben und nach der technischen Abnahme und dem offiziellen Fototermin starteten die ersten Trainingsrunden. Aus allen Ecken Deutschlands reisen die Rennfahrer extra für dieses Event an. Sogar für einen Fahrer aus Holland war die Entfernung kein Hindernis.

Auf den Zuschauertribünen war es in diesem Jahr nicht ganz so voll wie in den letzten Jahren. Dieses war sicherlich dem doch sehr wechselhaften Wetter geschuldet. Immer wieder gingen kurze Regenschauer über dem Sandoval nieder. Viel Geduld benötigte man in der Mittagspause. Um sich seine Burger, Pommes oder Hot Dogs zu sichern, mussten schon mal Wartezeiten von 30 Minuten in Kauf genommen werden.

Frisch gestärkt ging es am Nachmittag mit den Wertungsläufen weiter. Am Abend gab es für die Gewinner eine ordentliche Sektdusche und für die Feierwütigen viel Livemusik mit "Hannes & the Vinyl Freaks".

Der ADAC Berlin-Brandenburg e.V. startete heute mit Automobilen bis Baujahr 1987 seine 2. Landpartie Classic quer durch den Spreewald und die Lausitz. Nach der technischen Abnahme aller 100 Fahrzeuge starteten diese gegen 11 Uhr vor der Kulisse unseres wunderschönen Cottbuser Staatstheaters. Im letzten Jahr führte die ADAC Landpartie Classic mit 80 historischen Automobilen durch das Ruppiner Seenland. Es ist eine Augenweide, die blitzblanken Oldtimer anzuschauen. So sorgfältig hat wahrscheinlich nur der Cottbuser Postkutscher seinen Postkutschkasten poliert.

Getreu dem Motto „der Weg ist das Ziel“ führt die heutige Fahrt auf den Markt von Altdöbern (12.00 – 14.30 Uhr), zum excursio Besucherzentrum Welzow (13.00 – 16.00 Uhr) und zur Confiserie Felicitas nach Hornow (15.00 – 17.30 Uhr). Von 16.00 bis 18.00 Uhr werden die Fahrzeuge dann bereits wieder bei der Zieleinfahrt am Cottbuser Radisson Blu Hotel erwartet.

Anders als bei anderen Rallyes geht es hier nicht um die schnellste Zeit. Entschleunigung heißt das Zauberwort. Die sich aus der vorgegebenen Fahrstrecke und der vorgesehenen Fahrzeit ergebende Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei max. 30 km/h. An den verschiedenen Wanderpunkten sind durch die Fahrer und Beifahrer kleine Aufgaben zu lösen.

Am morgigen Samstag sind die wunderschönen Karossen in Peitz am Hüttenmuseum (9.00 – 11.00 Uhr), am Stift Neuzelle (10.30 – 13.30 Uhr) am Schloss Lieberose (13.00 – 14.30 Uhr) und am Spreewaldbahnhof in Burg (15.00 – 16.45 Uhr) zu bestaunen. In Neuzelle wird eine Jury beim Concours d´Elégance die Teilnehmerfahrzeuge unter die Lupe nehmen und anhand des äußeren Erscheinungsbildes, Innenraum und Originalität die drei schönsten Klassiker auswählen. Die große Zieleinfahrt mit musikalischer Umrahmung können Sie von 16.00 – 17.30 Uhr auf dem Cottbuser Altmarkt erleben.

Massen Dirt Track lädt zur Zeitreise inklusive Duellen auf dem Sandoval

Vom 8. bis zum 10. September startet „Massen Dirt Track“ zum neunten Mal voll durch: Das Sandoval für Duelle am Tag und unter Flutlicht erwartet Fahrer mit ihren US-Customs und Motorrädern bis Baujahr 60. In der Nachbarschaft des Flugplatzes Schacksdorf/Finsterwalde gelegen, wird jeder Gast für ein Wochenende zu einer Zeitreise in das Amerika der 40-iger und 50-iger Jahre auf einem der schönsten Dirt-Track-Gelände weit und breit eingeladen. Auch Fahrer von US-Cars jüngeren Alters sind willkommen auf dem Gelände – sie dürfen in den trainings- und rennfreien Zeiten selbst ein paar Runden auf dem Oval drehen.

Freitag beginnt der Einlass 14 Uhr. Danach ist die Strecke für Trainingsrunden offen. Am Samstag müssen sich alle Fahrer bis 12 Uhr angemeldet haben: ab 15 Uhr beginnen die Duelle. Diese werden ab 20 Uhr unter Flutlicht fortgesetzt, um die Sieger zu ermitteln.

Auf der urig gestalteten Aktionsfläche gibt es am gesamten Wochenende für den fast perfekten Traum amerikanischer Lebensweise Burger & Co vom Saloon Lonestar Dobra sowie Rock’n-Roll-Musik nonstop, aufgelegt von der beliebten DJane Manu Tanzratte. Freitagabend spielt außerdem die Live-Band “Kathy & The Deadies”, am Samstag rocken „The Flying Rockets“ und “HellabamaHonkyTonks” und Campern steht eine großzügige Fläche nahe am Geschehen zur Verfügung. Weitere Informationen über www.hotrodrace.de  oder auf Facebook. 

Text und Foto (Trainingsrunden auf dem Sandoval): Jana Zadow-Dorr

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