Gruhno Montag, 30 Juni 2014 von Sybille Schrey

Heimatforschung in der Niederlausitz

Heimatforschung in der Niederlausitz

Seit Jahrzehnten ist Bernhard Wagner aus Gruhno mit Genealogie und gleichermaßen mit Heimatforschung befaßt. Im Rahmen seiner umfangreichen Arbeiten, hat er nunmehr auf seiner Homepage eine Niederlausitzer Fundgrube eingerichtet und darin eine Vielzahl von Originaldokumenten veröffentlicht. Enthalten sind unter anderem Auszüge aus der Zahnschen Chronik über die Geschichte des Klosters Dobrilugk, das Heimatbuch der Schule Brenitz, die Turmknopfurkunde von Frankena, die Turmknopfurkunde von Dobrilugk, Beiträge aus den „Neuesten Nachrichten“ von 1883/84 und vieles mehr. So ist bspw. in einigen Schreiben des Försters Anton Niemaier – einem Original seiner Zeit - auch die Niederlausitzer Mundart Anfang des 18. Jh. wiedergegeben, wenn dieser sich wie folgt an den Herzog Heinrich von Sachsen-Merseburg wandte:

Turglaugtigster Ferscht, gnedigster Herr! In unse Forscht is Sie e Schwein, so groß wie Sie, Turglaugt, in Ihren kanzen läben noch nich gesähn han. Und missen stränge Maasrecheln genumme wärn, das de Pestge nich so mechtig werd, sunst verliern mer, hol mich der Deubel, alle junge Zugt und da wärd uns der Hunt waß praten, wenn mer emol eene jagt mache wulle. Wie gesacht, gäbe Se Pefähl, das das Undeert wäck kümmt.

Ibbrigens verbläube ich mit hoch8ung Ihr underdänigster Förster Anton Niemaier.

Für Heimatforscher besonders interessant dürfte vor allem das mit dem Urbar von 1546 vermutlich älteste geschlossene Einwohnerverzeichnis des Dobrilugker Gebietes sein. Wer sich also mit der Geschichte seiner Vorfahren und der Region um Doberlug-Kirchhain beschäftigt, wird auf der Homepage von Bernhard Wagner viel zu entdecken haben.

 

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