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Elbe Elster Donnerstag, 07 Mai 2015 von Redaktion

Elbe-Elster Klinikum GmbH: Diagnose Brustkrebs – wie es danach weitergeht

Elbe-Elster Klinikum GmbH: Diagnose Brustkrebs – wie es danach weitergeht

Umfassendes Versorgungsangebot für Brusterkrankungen im Krankenhaus Finsterwalde

Als die Diagnose kam, konnte Irina Rode sie nicht verarbeiten. „Die Radiologin hat mir auf dem Röntgenbild einen schwarzen Fleck in meiner Brust gezeigt, der da nicht hingehörte“, erinnert sie sich, „und ich habe sie gefragt, ob ich damit arbeiten gehen kann.“ Heute kann sie darüber lachen, vor drei Jahren suchte sie vor allem eines: Hilfe. Dennoch hat sich die zierliche 46-Jährige damals Zeit genommen und überlegt, wo sie sich diese Hilfe holen wollte. „Eine Freundin empfahl mir Cottbus, aber ich habe mich ganz bewusst für die Behandlung durch Dr. Beatrix Schuback und das Krankenhaus Finsterwalde entschieden.“ Es folgten mehrfache Operationen, Chemotherapie und Bestrahlung, am Ende dann der Wiederaufbau der Brust, alles entweder in Finsterwalde oder Doberlug-Kirchhain. „Diese Nähe war gut, denn wenn man so krank ist, will man nicht noch weite Wege haben“, sagt Irina Rode.

Gefallen hat ihr auch, dass sie immer von einem Team begleitet wurde, in dessen Zentrum ihre Gynäkologin Ingrid Frische, Dr. Beatrix Schuback als Spezialistin für gynäkologische Onkologie und die Chefärztin der Finsterwalder Radiologie Dr. Diana Jüge standen. Die Station 1a der Finsterwalder Chirurgie wurde in dieser Zeit ihr zweites Zuhause. „Die Versorgung war vorbildlich“, sagt Irina Rode. „Ich hatte Glück im Unglück, weil ich so viele gute Menschen kennen gelernt habe, die mir geholfen haben.“ Nach einem Jahr konnte sie Anfang 2013 in ihren Beruf als Physiotherapeutin zurückkehren und genießt heute wieder die kleinen Freuden des Alltags, etwa, mit ihrem Hund durch die Bürgerheide der Sängerstadt zu joggen. Mit dem überwundenen Brustkrebs geht sie ganz offen um. „Vielleicht kann ich anderen Frauen mit meiner Geschichte Mut machen“, sagt sie.      

Patienten mit Erkrankungen der weiblichen Brust erhalten im Krankenhaus Finsterwalde ein umfassendes und wohnortnahes Leistungsangebot, das über längere Zeit aufgebaut wurde und heute von den Patientinnen gut angenommen wird. Das Versorgungsangebot ist in der Fachabteilung für Chirurgie des Finsterwalder Krankenhauses angesiedelt und sehr umfangreich: Neben der Diagnostik und Therapie von Brustkrebserkrankungen gehören auch die Abklärung unklarer, teilweise gutartiger Befunde sowie plastische Operationen dazu.

Zur Diagnostik zählt die Mammografie, die in Finsterwalde seit mehr als zehn Jahren von Dr. Diana Jüge, Chefärztin der Radiologie des Hauses, ambulant angeboten und jährlich von rund 1.500 Patienten genutzt wird. In der Regel sind es Frauen, die auf Veranlassung ihres Arztes diese wohnortnahe und qualitativ hochwertige Möglichkeit nutzen, tumorverdächtige Befunde abzuklären. Die Radiologie ist zudem gut aufgestellt, auf sie zukommende Patientinnen im Mammografiescreening nach den entsprechenden Leitlinien zu versorgen. Ergänzt wird das diagnostische Leistungsangebot mit hochauflösendem Ultraschall, der Computertomografie, der Stanzbiopsie unter Lokalanästhesie. In externen Kooperationen sind die  Wächterlymphknotenbiopsie in der Achselhöhle möglich und die Pathologie eingebunden.

2014 sind in Finsterwalde 74 Patientinnen mit Neuerkrankungen Brust operiert worden. „Das  umfassende Operationsspektrum der Chirurgie des Finsterwalder Krankenhauses ermöglicht bei Krebserkrankungen neben der Brustentfernung auch brusterhaltende Operationen sowie Aufbauoperationen mit Eigengewebe und Implantaten“, erklärt Dr. Beatrix Schuback. Die niedergelassene Gynäkologin operiert im Rahmen eines Kooperationsvertrages die betroffenen Patientinnen. „Außerdem sind in Finsterwalde plastische Operationen wie Verkleinerung und Aufbau sowie Korrektureingriffe bei Fehlbildungen der Brust möglich.“ In ihrer Doberlug-Kirchhainer Praxis bietet Dr. Schuback zudem die wohnortnahe, ambulante Chemotherapie an.

Patientinnen mit Brustkrebs werden in der Sängerstadt im Rahmen eines senologischen Arbeitskreises betreut, der entsprechend der medizinischen S3-Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft der gynäkologischen Onkologie handelt. „Seine Arbeitsweise ist den Tumorboards zertifizierter Brustzentren gleichzusetzen“, erklärt seine Leiterin Dr. Astrid Knöfel. Er versammelt Gynäkologen, Chirurgen, Onkologen, Pathologen, Radiologen, Nuklearmediziner, Strahlentherapeuten, Psychologen und spezialisierte Pflegekräfte sowohl aus dem stationären als auch aus ambulanten Bereichen, die eng vernetzt arbeiten und die Therapieoptionen der behandelten Patientinnen gemeinsam festlegen. Das gemeinschaftlich erarbeitete Protokoll enthält eine Therapieempfehlung und wird den behandelnden Medizinern im Anschluss zugesandt. Überregional ist der Arbeitskreis zudem eng mit dem Brustzentrum Lausitz vernetzt, was ihm weitere Kompetenz zuführt.Ziel aller Bemühungen ist es immer, den Patientinnen mit Brusterkrankungen eine Diagnose und die Behandlung auf dem aktuellen Stand der Medizin anzubieten. Ebenso wichtig ist die menschliche Seite der Betreuung: Neben den fachlichen Kenntnissen sind Einfühlsamkeit und ganzheitliche Betrachtung entscheidende Grundpfeiler der Arbeit des senologischen Teams um das Krankenhaus Finsterwalde.

Kontakt

Abteilung für Chirurgie im Krankenhaus Finsterwalde

Kirchhainer Straße 38a

03238 Finsterwalde

Tel. 03531 503-117

 

Radiologische Ambulanz im Krankenhaus Finsterwalde

Montag bis Freitag von 7.00 bis 18.00 Uhr,

Samstag und Sonntag nach Vereinbarung

Tel. 03531 503-147

 

Bild:     Dr. Astrid Knöfel, Patientin Irina Rode und Schwester Christiane Viehweger.     
Foto:    EEK/Die Piktografen
Quelle: Elbe-Elster Klinikum GmbH