Maasdorf Montag, 08 November 2010 von Helmut Fleischhauer

Naturschutzarbeit im Landkreis baut auf viele Helfer

Naturschutzarbeit im Landkreis baut auf viele Helfer

Zum mittlerweile 6. Naturschutztag hatte am Samstag die untere Naturschutzbehörde des Landkreises ins Elster-Natoureum nach Maasdorf eingeladen. Die traditionelle Veranstaltung hat sich zu einer festen Standortbestimmung entwickelt und dient dem zwanglosen Austausch über aktuelle Fragen des Naturschutzes im Landkreis Elbe-Elster. Rund 60 Naturschutzfachleute aus Verbänden, Institutionen und Behörden sowie freie Akteure waren der Einladung nach Maasdorf gefolgt, um Probleme anzusprechen, Projekte vorzustellen und darüber zu diskutieren. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Thomas Spillmann-Freiwald, kommissarischer Sachgebietsleiter der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises.
„Natur und Umwelt sind Themen für die ganze Gesellschaft. Wir sind verantwortlich für uns, aber auch verantwortlich für zukünftige Generationen. Darum ist es gut, dass es so viele engagierte Ehrenamtliche bei uns gibt, die sich ganz besonders um diese Aufgaben kümmern. Sie tun das engagiert, kenntnisreich, und sie ergreifen deutlich Partei. Dafür gebührt ihnen ein herzliches Dankeschön“, sagte Landrat Christian Jaschinski in seiner Eröffnungsansprache.
Im Landkreis Elbe-Elster wurden bisher über 30 ehrenamtliche Naturschützer zu Naturschutzhelfern bestellt. Sie unterstützen die untere Naturschutzbehörde genauso wie der Naturschutzbeirat, der seit drei Jahren von Thomas Jülke geleitet wird.
Naturschutzarbeit erledigt sich nicht im Selbstlauf, sondern erfordert eine kontinuierliche Tätigkeit vieler. Das wurde auch in den Fachvorträgen zu aktuellen Fragen des Naturschutzes im Landkreis deutlich. Sie wurden bewusst gewählt und sollten beispielhaft die Bedeutung des ehrenamtlichen Naturschutzes aufzeigen.
Ohne ehrenamtliches Engagement würde z.B. die Greifvogelstation in Oppelhain Pechhütte kaum funktionieren. Sie ist eine von insgesamt drei staatlich anerkannten Pflegestationen Brandenburgs. Getragen wird sie von der Oberförsterei Elsterwerda in Zusammenarbeit mit der Naturwacht im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und dem NABU RV Biologischer Arbeitskreis Bad Liebenwerda e. V. In der Anlage werden Pfleglinge und Patienten fachgerecht untergebracht, ernährt und auf die Rehabilitation und Wiederauswilderung vorbereitet. Gleichzeitig arbeitet die Station an Forschungsvorhaben mit. Ihre Mitarbeiter dokumentieren und werten Gefährdungsursachen aus und arbeiten an deren Beseitigung.
Der Schutz wildlebender Tiere in unserer hochtechnisierten und industrialisierten Umwelt ist ebenfalls nur mit Hilfe des Ehrenamtes möglich, das wachsam Fehlentwicklungen erkennen und Korrekturen anmahnen sollte. Der Vortrag zum Thema „Wirbeltierschutz und Pflanzenschutzmaßnahmen“ mit Manfred Lehmann vom Pflanzenschutzdienst des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung in Cottbus ging auf dieses Thema ein.
Foto 1: Dr. Spillmann–Freiwald (l.), kommissarischer Sachgebietsleiter Naturschutz beim Landkreis, begrüßte u.a. auch Landrat Christian Jaschinski (2.v.r.) und den Leiter des Amtes für Bauaufsicht, Umwelt und Denkmalschutz des Landkreises, Frank George (r.), im Natoureum
Foto 2: Berichteten über die Arbeit der Greifvogelstation in Oppelhain Pechhütte und hatten dazu einen Mäusebussard mitgebracht: Falco Göbert (l.) von der Oberförsterei Elsterwerda und Uwe Albrecht (r.) von der Naturwacht im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
Foto 3: Rund 60 Naturschutzfachleute aus Verbänden, Institutionen und Behörden sowie freie Akteure verfolgten interessiert die Vorträge im Elster-Natoureum
Quelle und Fotos: Landkreis Elbe-Elster

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