Elbe Elster Donnerstag, 09 Juli 2020 von Redaktion / Presseinfo

Neue Rettungswagen für Bad Liebenwerda und Herzberg

Neue Rettungswagen für Bad Liebenwerda und Herzberg

Zwei neue Rettungswagen verbessern ab sofort die Bedingungen für die Einsatzkräfte und Patienten im Landkreis Elbe-Elster. Die neuen Fahrzeuge lösen zwei ältere Wagen ab und sind  in Bad Liebenwerda sowie Herzberg stationiert. Wie der Landkreis zudem mitteilte, konnte die neue Rettungswache in Bad Liebenwerda nach einer Sanierung wegen eines Wasserschadens jetzt in den Normalbetrieb übergehen (zur Meldung).

Der Landkreis Elbe-Elster teilte dazu mit:

Zwei neue leistungsstarke Rettungswagen sind vor wenigen Tagen beim Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster in Dienst gestellt worden. Für die neuen Fahrzeuge mit entsprechender Medizintechnik an Bord hat der Rettungsdienst des Landkreises rund eine halbe Million Euro investiert. Sie verstärken ab sofort die Fuhrparks in den Rettungswachen Bad Liebenwerda und Herzberg. Durch die neuen Rettungswagen konnten zwei Fahrzeuge abgelöst werden, die sich sechs Jahre lang im ständigen Einsatz befanden und in dieser Zeit jeweils rund 200.000 Kilometer zurücklegten. „Zuverlässige und schnelle Autos sind ein Garant dafür, dass den Patienten die notwendige Hilfe in kürzester Zeit zuteilwerden kann“, sagte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski. „Mit der Übergabe dieser hochwertigen Fahrzeuge verbessern sich gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für das Rettungspersonal spürbar. Das Geld, das unser Eigenbetrieb Rettungsdienst hierfür einsetzt, ist daher eine wichtige Investition für die Menschen in unserem Landkreis, aber auch für das Personal an Bord der Rettungswagen. Die Besatzungen leisten einen wirklich schweren und verantwortungsvollen Dienst.“

Erstmals Wechselkoffersystem

Nach Angaben von Werkleiter Sebastian Weiss kommt in den neuen Fahrzeugen erstmals ein sogenanntes Wechselkoffersystem zum Einsatz. Der ergonomisch eingerichtete Kofferaufbau beherbergt eine Rettungsausstattung nach dem neuestem Stand der Technik. „Der Vorteil des Aufbaus ist, dass er nach der regulären Nutzungszeit von fünf Jahren vom Basisfahrzeug getrennt werden kann. Er wird dann wieder aufbereitet und danach auf ein neues Basisfahrzeug montiert. Sollte das Einsatzfahrzeug aufgrund eines Unfalls beschädigt sein, oder ist das Trägerfahrzeug durch eine hohe Laufleistung und anstehende Reparaturen unwirtschaftlich geworden, bietet das Wechselkoffermodul die Möglichkeit, den noch funktionsfähigen Aufbau auf ein neues Fahrgestell umzusetzen und damit die Nutzungsdauer deutlich zu verlängern“, unterstreicht der Werkleiter die Vorzüge des neuen Wechselkoffersystems bei den Rettungswagen.

Im Straßenverkehr dürfte darüber hinaus das neue Beklebungskonzept ins Auge fallen, das erstmals zum Einsatz kommt und ähnlich wie bei den Notarzteinsatzfahrzeugen die Hauptfarben Tagesleuchtgelb und Tagesleuchtrot aufweist. Ziel der neuen Folien ist eine bessere Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer.

Bessere Patientenversorgung

Im Innenraum erwartet die Rettungswagenbesatzungen und Patienten ein wesentlich besseres Platzangebot durch den größeren Kofferaufbau. Der Patient kann nun einfacher zeitgleich von mehreren Seiten behandelt werden. „Insbesondere bei sehr zeitkritischen Notfallsituationen ergibt sich dadurch eine deutliche Verbesserung bei der Patientenversorgung. Ebenso ist das großzügigere Platzangebot für die Auszubildenden zum Notfallsanitäter vorteilhaft, da eine Praxisanleitung nun wesentlich leichter erfolgen kann“, freut sich Sebastian Weiss.

In der Rettungswache Herzberg stehen 42 Mitarbeiter für unterschiedliche Einsätze bereit. Jährlich gehören dazu rund 150 Krankentransportfahrten, 2.000 Einsätze mit dem Rettungstransportwagen und rund 1.400 Notarzteinsätze.Die Rettungswache Herzberg ist das ganze Jahr über rund um die Uhr besetzt. Jeweils zwei Rettungssanitäter und drei Rettungsassistenten/Notfallsanitäter sind dort 24 Stunden sieben Tage in der Woche in wechselnden Schichten im Dienst und besetzen ein Notarzteinsatzfahrzeug und einen Rettungswagen.

Darüber hinaus wird noch von Montag bis Freitag in der Zeit von 7 Uhr bis 19 Uhr ein weiterer Rettungswagen vorgehalten, der ebenfalls von einem Rettungssanitäter und einem Rettungsassistenten/Notfallsanitäter besetzt wird.

Red./Presseinfo

Bild. Pressestelle Kreisverwaltung/ Torsten Hoffgaard:

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