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Lübben (Spreewald) Donnerstag, 13 November 2014 von Christian Leyer

Die F-Jugend als Erfolgsmodell beim SV Grün-Weiß Lübben

Die F-Jugend als Erfolgsmodell beim SV Grün-Weiß Lübben

Beim SV Grün-Weiß Lübben ist die Saison in vollem Gange. Insbesondere das Team um Trainer Dirk Minkwitz eilt in der Landesklasse Süd von Sieg zu Sieg. Die Erfolgsserie der ersten Mannschaft spiegelt gewissermaßen eine weitere Erfolgsgeschichte, die seit über einem Jahr in der F-Jugend geschieht und bei Betreuern sowie Eltern für viel Freude sorgt.

Alles begann recht zaghaft im August 2013, als nach längerer Abstinenz in Lübben wieder eine F-Jugend aus der Taufe gehoben wurde. Fünf Kinder waren es, die in jenen Sommertagen die frisch gegründete F-Jugend bildeten – damals noch als SG Lübben gemeinsam mit der TSG Lübben. Seitdem hat sich viel getan und die Spielerzahl hat sich um ein Vielfaches vergrößert. Mit Beginn der neuen Spielzeit agiert die F-Jugend – inzwischen eigenständig unter dem Vereinsdach des SV Grün-Weiß Lübben – mit beeindruckenden 35 jungen Akteuren. Darunter befinden sich auch viele 4- bis 5-jährige, die mit den Bambinis regelmäßig trainieren und spielen – oft in Turnieren mit anderen Bambinis der Region. „Wir hatten einen regelrechten Ansturm ganz junger Spieler, die wir nun altersgerecht fordern und fördern. Deshalb spielen sie Turniere, bei denen sie auf Gegner ihres Alters treffen und erste Erfahrungen sammeln. Mit den Kindern, die wir hier erleben, werden wir in den nächsten Jahren noch eine Menge Freude an gutem Fußball haben“, sagt Frank Wolf, Jugendtrainer und zugleich Altliga-Kicker bei den Grün-Weißen. Ihm zur Seite stehen als Betreuer der F-Jugend Christian Leyer, Gordon Pohle und Sven Strugalski. Die vier Trainer bringen nicht nur Erfahrung aus der ersten Männermannschaft mit, sondern stehen auch für das generationsübergreifende Konzept im Verein.

Das Miteinander von Jung und Alt zeigt sich etwa in Aktionen, wie dem Getränkewagen beim Spreewaldfest 2014, wo die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft den Ausschank betreuten und Geld für ihre Jugendabteilungen sammelten. Diese profitieren nun von dem Erlös, welcher der A- und F-Jugend nun 25 neue hochwertige Bälle bescherte. „Unser Konzept geht auf. Was sich hier – gerade im Hinblick auf die F-Jugend und die Bambinis – in so kurzer Zeit entwickelt hat, ist schon großartig. Die Reaktionen der Eltern sind überaus positiv. Hier wächst etwas heran. Auch in den anderen Jugendabteilungen haben wir große Zuwächse bekommen. Natürlich spielt da auch der gegenwärtige Erfolg der ersten Männermannschaft eine Rolle, die Woche für Woche beste Werbung für grün-weißen Fußball in der Region macht“, sagt Andreas Kozur, Nachwuchsleiter im Verein.

Diese Entwicklung fügt sich in ein sportliches Konzept, das von den Verantwortlichen auch mit Blick auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Lübben über kurzfristige Ziele hinausgeht. „Mit der Jugendarbeit sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Das muss auch im Sinne der Stadt Lübben sein. Als Sportstadt mit Tradition gilt es mit Blick auf Infrastruktur und Unterstützung, die Sportvereine in der Stadt langfristig als wichtige Partner ernst zu nehmen. Deshalb verspreche ich mir viel von der bald anstehenden Bürgermeisterwahl und kann es nur begrüßen, wenn etwa ein sportfreundlicher Kandidat wie Karsten Nitsch mit ins Rennen geht, der die hiesigen Sportvereine als Chance für Lübbens Image betrachtet“, erklärt Christian Leyer, erster Vorsitzender des Vereins.

Karsten Nitsch (parteilos) begrüßt die bei den Grün-Weißen angeregte Entwicklung in der Jugendabteilung daher auch. „Was da passiert, kann man nur gutheißen! Regionaler Sport wird aus Sicht der Verwaltung oft in seiner Bedeutung unterschätzt. Sportvereine – besonders, wenn sie die Jugendarbeit voranbringen – sind ein elementarer Bestandteil einer städtischen Identität. Sie gehören zu Lübben wie Paul Gerhardt oder die Spree. Deshalb werde ich diese Entwicklungen im Rahmen meiner Möglichkeiten immer unterstützen“, so der Bürgermeisterkandidat.

 

 

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