Fürstlich-Drehna Sonntag, 25 März 2012 von Lars Hartfelder

„Die Zuschauer können sich auf spektakuläre Rennen freuen“ Fürstlich-Drehna startet in die Motocross Saison

„Die Zuschauer können sich auf spektakuläre Rennen freuen“ Fürstlich-Drehna startet in die Motocross Saison

Fürstlich Drehna. Am 31. März und 1. April starten in Fürstlich Drehna die ADAC MX Masters in die neue Saison. Für den gastgebenden Klub MSC ist es bereits die siebente Auflage. Die Popularität des Motocross ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. 2011 besuchten 13.000 Fans die Rennen auf der Traditionsstrecke „Rund um den Mühlberg“. Klub-Chef Jörg Lischka spricht über den Saisonauftakt, die Chancen der Lokalmatadoren und die Neuerungen an der Strecke.

Herr Lischka, ist für Sie die siebente Auflage ein Glücks-Jubiläum oder eine Unglückszahl?
Ich bin nicht abergläubisch. Wir sind bestens auf den Saisonauftakt der ADAC MX Masters vorbereitet. Die Zuschauer können sich auf spektakuläre Rennen freuen. Außerdem ist es insgesamt bereits die 55. Motocross-Veranstaltung des MSC Fürstlich Drehna.
Das Rennen ist in diesem Jahr fast drei Wochen früher als in der vergangenen Saison. In welchem Zustand ist der Rundkurs?
Wir haben kein Winterproblem. Die Strecke ist in sehr gutem Zustand und hat ihre Bewährungsprobe beim Frühjahrstraining mit rund 200 Fahrern bestanden. Aufgrund des angrenzenden ehemaligen Braunkohletagebaus ist der Grundwasserspiegel recht niedrig, sodass der Untergrund schon jetzt trocken ist. Deshalb werden wir den Rundkurs eine Woche vor dem Rennen täglich wässern, um die Staubentwicklung so gering wie möglich zu halten.
Auf welche Stars können sich die Motocross-Fans in Fürstlich Drehna freuen?
Es haben bereits zahlreiche internationale Spitzenfahrer gemeldet, die unsere Veranstaltung als Vorbereitung auf den ersten WM-Lauf in Holland nutzen. Mit dabei sind unter anderem Titelverteidiger Günter Schmidinger aus Österreich und der Seriensieger von 2007 Marcus Schiffer. Fest zugesagt hat auch Xavier Boog, ein Kawasaki-Werkspilot und Top-10-Fahrer der MX1-Weltmeisterschaft. Außerdem sind wir in Gesprächen mit Clement Desalle aus Belgien und mit dem deutschen Spitzenfahrer Max Nagl, deren Start aber aufgrund von Verletzungen noch nicht ganz sicher ist.
Wie schätzen Sie die Chancen der beiden Klubstarter Toni Wolff und Dominik Schunke ein?
Unsere Klub-Fahrer sind reine Amateure, die gegen einen Großteil Profis antreten müssen. Da ist eine vordere Platzierung fast ausgeschlossen. Das ist in etwa so, als ob ein Dorfverein in der Champions League mitspielt. Das Erreichen der Finalläufe am Sonntag wäre für die beiden schon ein schöner Erfolg.
Gibt es Neuerungen an der Streckenführung?
Die Streckenführung hat sich bewährt und ist so geblieben. Wir haben aber neue Sprunghügel und verschiedene andere Elemente eingebaut, die die Rennen noch spektakulärer und aufregender machen.
Der Klub arbeitet ständig daran, die Bedingungen für die Zuschauer zu verbessern. Seit dem vergangenen Jahr können Fans erstmals die komplette Strecke umlaufen. Wurden diesbezüglich weitere Dinge verändert?
Es wurde ein neuer großer Zuschauerwall hinter der Zeitnahme geschaffen, von dem die Zuschauer die Strecke nun noch besser überblicken können. Außerdem werden die Stände der Händler weiter um den gesamten Kurs verteilt.
In Crinitz findet erstmals zeitgleich der Töpfermarkt statt. Sehen Sie hier eine Konkurrenz für das Rennen?
Nein. Ich glaube sogar, dass beide Veranstaltungen davon profitieren werden. Familien können vormittags in Crinitz entspannt bummeln und nachmittags Action in Fürstlich Drehna erleben. Aufgrund des höheren Verkehrsaufkommens sollten Besucher allerdings ein paar Minuten mehr einplanen.
Im Jahr 2000 gab es in Fürstlich Drehna einen WM-Lauf. Wäre es denkbar, dass der MSC in den kommenden Jahren wieder einmal solch ein Event austrägt?
Die Chancen stehen etwa bei 10 Prozent, weil für einen WM-Standort andere Voraussetzungen nötig sind. Eine Weltmeisterschaft sehe ich eher auf dem Lausitzring. Denkbar wäre ein Lauf zur MX3-WM, aber die Serie ist niedriger einzustufen als die ADAC MX Masters.

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