Lieberose Mittwoch, 17 Dezember 2008 von Helmut Fleischhauer

Stiftungsbeirat Lieberose tagte - Naturschutz und Regionalentwicklung gehen voran

Stiftungsbeirat Lieberose tagte - Naturschutz und Regionalentwicklung gehen voran

Lieberose/Schwielochsee: Eine gute Bilanz zog gestern der Beirat der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg für die Stiftungsflächen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lieberose. Die Stiftung gab einen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten für das Jahr 2009.
„Naturschutz und Regionalentwicklung gehen Hand in Hand“ betonte der Vorstandsvorsitzende Hubertus Meckelmann bei der gestrigen Beiratssitzung der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg in Groß Liebitz. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg besitzt rund 12.000 ha Fläche auf ehemaligen Militärgebieten in Brandenburg, darunter 3.150 ha auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lieberose. Mit einem Büro in Lieberose und dem Projektleiter Dr. Heiko Schumacher hat die Stiftung seit einem Jahr eine Koordinationsstelle in der Region geschaffen.
2008 wurde die Sicherheit auf dem ehemaligen Militärgelände verbessert. Zum Schutz der anliegenden Ortschaften und Waldgebiete wurde begonnen, einen ehemaligen Waldbrandriegel mit 6 km Länge und 50 m Breite wieder zu reaktivieren. Eine gefährliche Munitionsansammlung konnte mit einem Zaun weitläufig abgesperrt werden. 2009 sollen weitere Arbeiten im Bereich Waldbrandschutz und Entmunitionierung folgen. Anwohner einzubinden und Interessierte an den faszinierenden Naturlandschaften teilhaben zu lassen, ist ein wichtiges Anliegen der Stiftung. 2008 wurde ein neues Internetportal mit Fragen und Antworten zum ehemaligen Truppenübungsplatz Lieberose freigeschaltet und Informationsmaterial gedruckt (www.stiftung-nlb.de/lieberose). Bei Führungen und Vorträgen informierte die Stiftung über ihre Flächen.
Oberforstrat Claus-Rüdiger Seliger und der Beiratsvorsitzende Romeo Buder von der Oberförsterei Lieberose hoben die gute Zusammenarbeit mit der Stiftung hervor. Im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrags übernimmt die Oberförsterei Pflege- und Verkehrssicherungsarbeiten auf den Stiftungsflächen. Langfristiges Ziel ist Wildnisentwicklung, auf dem Großteil der Fläche sollen natürliche Prozesse ungestört ablaufen. Einige Bereiche sind jedoch durch den Anbau von nur einer Baumart so stark beeinflusst, dass hier zunächst Maßnahmen zum ökologischen Waldumbau durchgeführt werden.
Das Land Brandenburg wird einen Masterplan erstellen, der das Entwicklungspotential der Region Lieberose untersucht. Die Stiftung wird sich dabei konstruktiv für Mensch und Natur einbringen.
„2009 wird ein ereignisreiches Jahr, wir können einiges bewegen, um die Naturschönheiten der Region auch wirtschaftlich in Wert zusetzen. Dafür baue ich auf Ihre Unterstützung“ schloss Schumacher mit einem Ausblick.
Quelle und © Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg

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