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Cottbus Freitag, 01 April 2016 von Redaktion

Tesla baut Gigabatteriefabrik in Cottbus

Tesla baut Gigabatteriefabrik in Cottbus

Lange Schlangen bildeten sich weltweit an den Showrooms und Läden des Unternehmens Tesla. Heute wurde der Vorverkauf für das Model 3 gestartet. Der Erste Elektro-Volkswagen soll ab Ende 2017 ausgeliefert werden und mit einem Preis von etwa 31.000 Euro und einer Reichweite von 500km für die breite Masse geeignet sein. Doch für die Lausitz war eine andere Nachricht wichtig. Elon Musk verkündete bei der Präsentation des neuen E-Autos auch, dass er sich für einen Standort für seine Gigawatt-Europa-Batteriefabrik (Gigafactory) entschieden hat. Bereits im vergangenen Jahr war spekuliert worden, dass Deutschland in Frage kommt, Gespräche mit Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Alexander Dobrindt folgten. Die erste dieser Art ist in Nevada, USA bereits im Bau, um die Nachfrage zu bedienen hatte Musk Europa ins Spiel gebracht.

 

Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch ließ über den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Alexander Dobrindt die Lausitz und speziell Cottbus ins Spiel bringen. Auf dem TIP wäre genug Platz und mit einem Ausbau des Autobahnanschlusses Cottbus-Kolkwitz wäre auch die entsprechende Infrastruktur geschaffen. Die Lausitz steht mit der Abkehr von der Braunkohle vor einem Strukturwandel, der Gewinn von Teslas Batteriefabrik, die Einheiten für Autos und Teslas Powerwall in Europa liefern soll, ist ein entscheidender Schritt für die Region. "Die Lebensqualität und die Nähe zu weiteren großen Städten, Autobahnanbindung und Flughäfen war entscheidend für Tesla. Gleichzeitig haben sie hier genug Platz, eine Fabrik dieser Größenordnung in unmittelbarer Nähe zu künftigen Arbeitnehmern zu errichten." heißt es aus dem Cottbuser Rathaus Insgesamt sollen im ersten Schritt etwa 1.000 Arbeitsplätze entstehen, weitere Optionen für Ausbaustufen wurden vereinbart. So vereinen sich in der Lausitz Vergangenheit und Zukunft der Energieerzeugung und Speicherung und sie wird ihrem Beinamen "Energieregion" gerecht. Elon Musk war bereits in der Region, hat sich einen Eindruck verschafft und lobte das Zusammenspiel von Erhohlung im Spreewald und Großstadtflair in Cottbus. Gerüchten zufolge hatte er einen Eimer Spreewaldgurken im Gepäck auf dem Rückweg in die USA und schien überzeugt. 

Die Investitionssumme liegt weit über einer Milliarde Euro und soll auch ein Zeichen des Unternehmens an Mercedes Benz sein, die im sächsischen Kamenz eine eigene Batteriefabrik betreiben. Wenn alle Genehmigungen erteilt sind, kann der Baubeginn bereits 2018 sein. Dafür werden die Solaranlagen auf dem Rollfeld des ehemaligen Flughafens abgebaut und der Platz für die Fabrik verwendet. Die Zellen werden dann auf dem Dach wieder aufgestellt. Zusätzlich sagte Tesla zu, ihre Supercharger quer durch die grüne Pücklerstadt aufzustellen und kostenloses Laden für Teslabesitzer zu ermöglichen.

Der Sandankauf für den künftigen Ostsee kommt den Plänen nicht ins Gehege, "Tesla hat absoluten Vorrang" heißt es aus dem Rathaus. Für den Sand werden andere Flächen auf dem Flugplatz genutzt.

Foto: www.teslamotors.com

Achtung liebe Leser:, es war der erste April.. was wahr ist und was nicht lest ihr hier.

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