Cottbus Sonntag, 28 Juli 2013 von Helmut Fleischhauer

Lausitzer Energie-Radweg - Ein weiterer Meilenstein zur EU-Radfahrregion

Lausitzer Energie-Radweg - Ein weiterer Meilenstein zur EU-Radfahrregion

Europaweit erfreut sich das Fahrrad wachsender Beliebtheit. Laut Analyse des österreichischen Forschungsinstituts VCÖ gehört Cottbus zu den Spitzen-Städten bei denen die Alltagswege mit dem Rad gefahren werden. 22 Prozent der Alltagswege werden hier mit dem Fahrrad zurückgelegt. Damit steht Cottbus an 1. Stelle in Ostdeutschland. „Eine Stärke die auch im Tourismus längst ein Markenzeichen ist.“, so Norman Müller, Geschäftsführer der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH.
Nach Informationen des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft liegt der Anteil der Radfahrer in Deutschland, gemessen am Gesamtverkehr, bei durchschnittlich 9 Prozent. In Brandenburg ist der Radverkehr mit 17 Prozent überdurchschnittlich und nimmt mit Bremen im Ländervergleich einen Spitzenplatz ein.
Pünktlich zum Bundesradsporttreffen 2013 wurde heute der Lausitzer Energie-Radweg mit der Route in Cottbus erweitert. Marietta Tzschoppe, Beigeordnete für Bauwesen der Stadt Cottbus, würdigte den Ansatz der Energieregion Lausitz über die „Landfenster“ Einblicke zu Energieprojekten zu geben. Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Frank Szymanski, Norman Müller (Geschäftsführer Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH, Klaus Schwarz (Landschaftspflegeverband Spree-Neiße e.V.), Heike Schumann (Öffentlichkeitsarbeit Stadtwerke Cottbus) und Olaf Schöpe (Geschäftsführer Waldhotel Cottbus) gab sie die Strecke für die Radfahrer frei. Danach wurden die verschiedenen Landfenster-Stationen genutzt, um sich über die Projekte kundig zu machen.
Vorerst informieren drei „Landfenster“ an der Sanzebergbrücke, der Spreewehrmühle und am Waldhotel den technisch und ökologisch interessierten Radler über privatwirtschaftliches Engagement im Bereich der Energieerzeugung. Die Energieregion Lausitz setzt hiermit auf das touristische Potenzial der Energiewende. „Erneuerbare Energien werden mehr und mehr zu einem attraktiven Ausflugsziel für Fachbesucher und darüber hinaus können im Lausitzer Seenland Besucher vom kreativen Gestaltungspotenzial in der Bergbaufolge unmittelbar profitieren.“, sagt Norman Müller, Geschäftsführer der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH. „Die zusätzliche Qualität durch Informationen zu interessanten Themen der Energieerzeugung entlang des Fernwegenetzes unterstützt gleichzeitig die Imagebildung als fortschrittliche Energie-Zukunftsregion. Als sinnbildliche Schaufenster wird dem Besucher die Region thematisch erschlossen.“
Wer mit dem Fahrrad noch mehr über beispielhafte Projekte der Region erfahren möchte, sollte den Weg raus aus der Stadt nicht versäumen. Südlich von Cottbus finden sich sechs weitere „Landfenster“ an markanten Stellen in Hornow, Klein Loitz, Vorwerk, Schönheide, Bloischdorf und Groß Luja. „Es ist wichtig den Bürger bei neuen Energievorhaben vor Ort abzuholen, darüber zu informieren und für die ökonomische und ökologische Bedeutung der Region zu sensibilisieren“, führt Norman Müller weiter aus.
Das Projekt der Energieregion Lausitz wurde bisher durch die Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) und durch die Werbung regionaler Unterstützer finanziell gefördert. Der Landschaftspflegeverband Spree-Neiße e.V. ist für die Umsetzung des Projektes verantwortlich.
Übrigens: Absoluter Sieger der Studie des österreichischen Forschungsinstituts VCÖ ist die niederländische Stadt Houten, deren Einwohner 42 Prozent der Alltagswege mit den Rad zurücklegen. Dies zeigt das Potenzial nach oben und die Richtigkeit unseres Engagements. Angebote wie der Lausitzer Energie-Radweg werden das Radfahren und den Radtourismus weiter befördern.“, so Norman Müller abschließend.
Die Energieregion Lausitz ist eine Kooperationsgemeinschaft der Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und der kreisfreien Stadt Cottbus. Aufgabe ist es, Ideen zu entwickeln und in gemeinsamen Projekten umzusetzen. Damit soll die Wahrnehmbarkeit der Energieregion Lausitz als Investitionsstandort erhöht, das Image als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Bildungsregion ausgebaut und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes verbessert werden.
Die Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH mit Sitz in Cottbus ist die Geschäftsstelle der Energieregion Lausitz.
Quelle und Fotos: Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH

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