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Brandenburg Samstag, 18 April 2015 von Redaktion

Gesundheitsministerin Golze ruft zu Impfungen auf

Gesundheitsministerin Golze ruft zu Impfungen auf

Gesundheitsministerin Diana Golze ruft alle Brandenburgerinnen und Brandenburger auf, ihren Impfstatus zu überprüfen und fehlende Impfungen nachzuholen. Vor der zehnten Europäischen Impfwoche, die vom 20. bis zum 25. April unter dem Motto „Vorbeugen. Schützen. Impfen.“ stattfindet, besuchte sie heute in Potsdam die Praxis der Ärztin Astrid Tributh. Dort sagte Golze: „Impflücken dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Schutzimpfungen verhindern viele Infektionskrankheiten, die einen schweren Verlauf nehmen oder sogar zum Tod führen können. Die Impfbereitschaft in Brandenburg ist hoch, muss aber weiter steigen.“

Mit der Impfwoche sollen europaweit Menschen für die Bedeutung von Impfungen sensibilisiert werden. An der Aktion beteiligen sich auch in Brandenburg wieder viele Arztpraxen, Apotheken und Gesundheitsämter mit zusätzlichen Impfsprechstunden und Informationsveranstaltungen.

Wie wichtig Impfungen sind, zeigt die aktuelle Erkrankungswelle bei Masern: In diesem Jahr wurden in Brandenburg bis heute 80 Masern-Fälle gemeldet. In Berlin sind es über 970 Fälle. Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung, in deren Verlauf eine Entzündung des Gehirns möglich ist. Dabei können Dauerschäden oder Todesfälle auftreten. Die erste Impfung gegen Masern wird im Alter von elf bis 14 Monaten empfohlen. Die zweite empfohlene Masern-Impfung ist frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung möglich, sollte aber spätestens vor dem zweiten Geburtstag gegeben worden sein.

Golze betonte: „Die Masern könnten ausgerottet werden, wenn alle Menschen dagegen geimpft wären. Wer sich und seine eigenen Kinder nicht gegen Masern impfen lässt, gefährdet das Leben von anderen. Impfverweigerer handeln verantwortungslos und egoistisch, denn sie verlassen sich auf den Impfschutz der anderen. Hier muss ein Umdenken erfolgen. Die modernen Impfstoffe sind sehr gut verträglich. Nebenwirkungen treten nur sehr selten auf.“

Für einen optimalen Schutz gegen Infektionskrankheiten müssen mindestens 95 Prozent der Bevölkerung mit den empfohlenen Impfungen immunisiert sein. Die zweimalige Masern-Impfung haben in Brandenburg 88,1 Prozent aller Kita-Kinder, 95,2 Prozent aller Einschüler und 95,4 Prozent aller Zehntklässler erhalten. Damit ist die Zielsetzung der Weltgesundheitsorganisation, bei der zweimaligen Masern-Impfung eine Impfquote von mindestens 95 Prozent zu erreichen, bei den Schulkindern in Brandenburg erfüllt.

Golze sagte: „Wichtig ist ein vollständiger und aktueller Impfschutz. Das gilt auch für Erwachsene. So soll beispielsweise im Erwachsenenalter der Impfschutz gegen Tetanus und Diphtherie in der Regel alle zehn Jahre aufgefrischt werden.“

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. In Deutschland veröffentlicht die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts regelmäßig Impfempfehlungen ( www.rki.de ). Dazu gehören unter anderem Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Influenza, Meningokokken-Infektionen, Pneumokokken-Krankheiten, Hepatitis B, Poliomyelitis (Kinderlähmung), Tetanus (Wundstarrkrampf) und Diphtherie.



Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg

 

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