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Brandenburg Mittwoch, 06 Oktober 2021 von [wp]

Frauenpower in der DTM

Frauenpower in der DTM

Der Motorsport genießt hier bei uns in der Region eine enorme Popularität. Das liegt natürlich zu einem großen Teil an dem Lausitzring, der zu den traditonsreichsten Rennstrecken in Deutschland gehört. Hier finden nicht nur regionale Rennen wie das Motosport-Festival Lausitzring statt, sondern beispielsweise auch die DTM. Die Deutsche Tourenwagenmeisterschaft ist nicht zuletzt auch für ihr hochklassiges Fahrerfeld bekannt. In der aktuellen Saison gehen mit Sophia Flörsch und Esmee Hawkey auch zwei Frauen in der Rennserie an den Start. Die beiden Pilotinnen reihen sich ein, in die Riege tollkühner DTM-Pilotinnen. Wir blicken zurück, auf die Frauen in der DTM-Geschichte.

Frauen sind von Beginn an dabei

Beate Nodes ist eine wahre Pionierin für die deutschen Rennfahrerinnen. Anfang der 1980er Jahre begann die Deutsche mit dem Motorsport und war bei der Debüt-Saison der DTM im Jahr 1985 Teil des Starterfeldes. Ihre beste Rennplatzierung erreichte sie in der Folgesaison mit dem dritten Platz bei dem Rennen auf der AVUS. Insgesamt fuhr Nodes 28 Rennen in der DTM. Mit Lella Lombardi ging sogar schon 1984 die erste Frau in der Vorläuferserie der DTM, der DPM, an den Start. Wie Betway zeigt, war Lombardi auch in anderen Rennserien, unter anderem der Formel 1, aktiv. Allerdings fuhr Lombardi in der DTM damals außer Konkurrenz gegen die Herren. Ein kurzes Intermezzo gab 1986 auch Traudl Klink, die im Jahr zuvor den Ford-Fiesta-Ladies-Cup gewann und somit in der DTM an den Start gehen durfte.

 

 Bildquelle: BETWAY

Ellen Lohr prägt eine Ära

Ab Ende der 1980er Jahre prägte dann Ellen Lohr eine wahre Ära in der DTM. Neun Jahre lang ging die Deutsche in der Tourenwagenmeisterschaft an den Start. Ihren größten Triumph feierte sie mit dem Sieg 1992 auf dem Hockenheimring. Kurz vor Ende des Rennens gelang es ihr, an dem ehemaligen Formel-1-Weltmeister Keke Rosbergs vorbeizuziehen. Mit diesem Triumph schrieb sie Motorsportgeschichte in der DTM. In ihren insgesamt neun Jahren in der DTM ging sie in 142 Rennen an den Start und erreichte in dieser Zeit fünfmal das Podest. Während ihrer DTM-Zeit hat Lohr auch einige andere Fahrerinnen kommen und gehen sehen. Darunter Mercedes Stermitz, die 1988 für zwölf Rennen an den Start ging oder Annette Meeuvissen, die immerhin drei Jahre in der Rennserie aktiv war.

Neue Frauenpower im 21. Jahrhundert

Es sollte fast 10 Jahre dauern, bis mit Vanina Ickx und Susie Wolff wieder zwei Frauen in der DTM hinter dem Steuer saßen. Die Tochter von Motorsport-Legende Jackie Ickx empfahl sich über 24-Stunden-Rennen und die Rallye Dakar für die DTM. Hier ging sie zwischen 2006 und 2007 für 19 Rennen an den Start. Erfolgreicher war da schon das Engagement von Susie Wolff. Zwischen 2006 und 2012 ging die Frau von Toto Wolff in 72 Rennen an den Start. Bis 2012 waren zudem noch Katherine Legge und Rahel Frey für einige Rennen vertreten.

In dieser Saison halten also Sophia Flörsch und Esmee Hawkey die weibliche Flagge in der DTM hoch. Zwar lief es beim Grand Prix auf dem Lausitzring noch nicht so gut für die beiden, allerdings ist es ihnen in Assen gelungen, in die Punkte zu fahren. Wir sind gespannt auf die weiteren Leistungen der Damen in der DTM.

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