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Brandenburg Montag, 04 Oktober 2021 von [wp]

Unterirdische Pickel schnell loswerden: Auf keinen Fall DAS tun!

Unterirdische Pickel schnell loswerden: Auf keinen Fall DAS tun!

Pickel und Mitesser sind für viele ein großes Leidthema in der Hautpflege, denn manchmal scheint es schier unmöglich sie loszuwerden. Vor allem bei unterirdischen Pickeln kann es zu einer großen Herausforderung werden, sie loszuwerden. Versucht man die Pusteln unter der Haut zum falschen Zeitpunkt auszudrücken, handelt man sich im schlimmsten Fall eine Entzündung und einen Abszess ein. Das sieht nicht nur besorgniserregend aus, sondern ist verursacht auch Schmerzen. Meist ist bei unterirdischen Pickel etwas Geduld gefragt. Wenn es mal besonders schnell gehen muss, dann gibt aber auch einige Dinge, die man auf keinen Fall tun sollte.

Wie entstehen unterirdische Pickel?

Unterirdische Pickel befinden sich - wie der Name bereits andeutet - unter der Haut. Im Gegensatz zum normalen Pickel ist bei einem unterirdischen Pickel nur eine leichte Rötung bemerkbar, aber kein Eiter. Oft ist der Bereich auch leicht geschwollen und schmerzempfindlich, was die Pustel besonders unangenehm macht. Unterirdische Pickel im Gesicht und am Rücken sind oft ein Hinweis auf eine Erkrankung mit Akne.

Die Ursachen von unterirdischen Pickeln unterscheidet sich nicht von der eines normalen Pickels. Es beginnt in der Regel mit einer verstopften Pore. Poren befinden sich nahezu auf der gesamten Hautoberfläche und erfüllen wichtige Funktionen. Über die Poren wird Schweiß zum Kühlen und Talg aus der Talgdrüse zum Schutz der Haut abgesondert.

Bei vielen Menschen ist die Talgproduktion in den Talgdrüsen erhöht. Das kann u.a. hormonelle Gründe haben. Wenn zu viel Talg in der Haut produziert wird, kann dieser oft nicht schnell genug abfließen. Das wird durch eine Hyperkeratose begünstigt. Bei einer Hyperkeratose bilden sich vermehrt Hautzellen und abgestorbene Hautschüppchen werden nicht rechtzeitig abgestoßen. Dadurch werden die Porenausgänge blockiert. Der überschüssige Sebum staut sich im Porenkanal und ist der ideale Nährboden für Bakterien, die sich im Talgdrüsenkanal befinden. Dabei handelt es sich um Propioni-Bakterien, die sich vor allem bei Betroffenen mit Akne im Gesicht nachweisen lassen. Durch die Bakterien wird eine Entzündung ausgelöst, die zu einer schmerzhaften Rötung und Schwellung führt.

Unterirdische Pickel und Unterlagerungen entstehen besonders häufig im Bereich der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn, Wange) auf, da hier oftmals verstärkt Talg abgesondert wird. Das erhöht das Risiko für verstopfte Poren, die zu Mitessern und Pickeln werden können.

Unterirdische Pickel schnell loswerden: Die besten Tipps

Oft kommen die unterirdischen Pickel zu den ungünstigsten Zeitpunkten. Sei es ein Date, ein Vorstellungsgespräch oder die nächste Party - ein Pickel unter der Haut ist auffällig und nicht so leicht loszuwerden wie ein normaler Pickel. Aus diesem Grund ist oft schnelle Hilfe gefragt, damit der Knubbel so schnell wie möglich schrumpft. Die Methoden um unterirdische Pickel schnell loszuwerden reichen vom klassischen Hausmittel über eine Ausreinigung bis hin zu speziellen Pflegeprodukten.

Hausmittel gegen Pickel unter der Haut

Hausmittel sind in der Hautpflege schon lange sehr beliebt und für viele das erste Mittel der Wahl. Meist hat man die benötigten Zutaten bereits griffbereit zu Hause liegen und kann sofort mit der Behandlung der unterirdischen Pickel beginnen.

Kartoffeln

Wenn sich der erste unterirdische Pickel anbahnt, können schnelle Maßnahmen verhindern, dass er weiter wächst. Der neueste Hausmittel-Trend gegen Pickel unter der Haut sind Kartoffeln. Diese sollen allerdings nicht gegessen, sondern auf der Haut angewendet werden.

Für die Anwendung gegen Pickel muss eine rohe Kartoffel geschält, gewaschen und anschließend in Scheiben geschnitten werden. Es ist auch möglich, die Kartoffel zu reiben. Die Kartoffelscheibe oder die geriebene Kartoffel wird nun auf Hautstelle mit dem entstehenden, unterirdischen Pickel aufgetragen und so lange wie möglich zum Einwirken auf der Haut gelassen. Zwischendurch kann die Kartoffel auch durch eine frische Scheibe ausgetauscht werden.

Kartoffeln sind reich an Vitaminen und Mineralien sowie Antioxidantien, die Entzündungen und Juckreiz lindern. Die Glykoalkaloide in der Kartoffel reduzieren so genannte Zytokine. Dabei handelt es sich um Botenstoffe, die bei einer Immunreaktion gebildet werden und entzündliche Prozesse in den tieferen Hautschichten begünstigen. Zudem bindet die enthaltene Stärke in der Kartoffel überschüssiges Hautfett.

Zimt

Zimt ist den meisten als leckeres Gewürz bekannt, aber auch in der Hautpflege hat sich Zimt einen Namen gemacht.

Für die Anwendung auf der Haut wird aus Zimt und Honig eine Paste hergestellt. Alternativ  können auch wenige Tropfen Zimtöl mit einem weiteren Öl z.B. Jojobaöl vermischt und auf die Haut bzw. direkt auf die unterirdischen Pickel aufgetragen werden. Sowohl die Paste als auch die Öl-Mischung sollten nach 20.30 Minuten abgewaschen werden.

Das Gewürz besitzt eine starke antioxidative und durchblutungsfördernde Wirkung. Untersuchungen zufolge wirken die ätherischen Öle von Zimt außerdem antibakteriell und entzündungshemmend. Die enthaltenen Tannine und Phenole hemmen das Bakterienwachstum auf der Haut und beugen so der Entstehung von Pickeln vor.

Kurkuma

Kurkuma war lange Zeit ein eher unbekanntes Gewürz und hat sich erst in der letzten Zeit einen Namen gemacht. Ob innerlich oder äußerlich angewendet - Kurkuma ist vielseitig einsetzbar und verfügt über verschiedene heilsame Kräfte.

Für die Anwendung von Kurkuma gegen Pickel unter der Haut kann das Gewürz z.B. in Kapselform eingenommen werden. Beleibt ist auch die “Goldene Milch” bestehend aus Kurkuma und einer pflanzlichen Milch und Honig, Zimt sowie Ingwer nach Belieben. Zusätzlich kann Kurkuma gegen unterirdische Pickel auf äußerlich angewendet werden. Dafür wird ein Teelöffel des Pulvers mit Honig oder Quark vermischt und auf die Haut aufgetragen. Nach ca. 20 Minuten sollte die Maske abgewaschen und die Haut mit einer leichten Feuchtigkeitscreme gepflegt werden.

Kurkuma ist reich an verschiedenen Mikronährstoffen und ätherischen Ölen. Es ist ein starkes Antioxidans und wirkt antimikrobiell, entzündungshemmend und schmerzlindernd. Zudem wird Kurkuma eine talgregulierende Wirkung nachgesagt, was unterirdische Pickel vorbeugen kann.

Rotlicht gegen Pickel unter der Haut

Eine weitere Möglichkeit, um unterirdische Pickel schnellstmöglich loszuwerden, ist Rotlicht. Viele Menschen haben bereits eine Rotlichtlampe zu Hause, da die Wärme der Strahlen z.B. auch bei Rückenschmerzen eingesetzt werden kann.

Die Strahlen der Infrarotlampe haben einen wärmenden und durchblutungsfördernden Effekt. Sie hilft dabei, die Poren zu öffnen und Pickel schneller abheilen zu lassen. Deutet sich ein unterirdischer Pickel an, sollte das Gesicht mit mindestens 50 Zentimeter Abstand maximal 15 Minuten mit dem Rotlicht bestrahlt werden. Die Augen bleiben dabei geschlossen. Das Licht und die Wärme beschleunigen die Heilung und lässt die Entzündung abklingen. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Pickel deutlich zum Vorschein kommt.

Teebaumöl gegen Pickel unter der Haut

Damit ein Pickel unter der Haut nicht ausbricht und zu einem mit Eiter gefüllten Pickel an der Hautoberfläche wird, sollten die Bakterien auf der Haut außer Gefecht gesetzt werden. Dafür eignet sich Teebaumöl. Das ätherische Öl ist den meisten zur Behandlung von Pickeln bereits bekannt. Das Öl hemmt die Vermehrung von Bakterien, Viren und Pilzen und ist damit vor allem auch bei Akne ein effektiver Inhaltsstoff.

Bildet sich ein Knubbel auf der Haut, kann das Teebaumöl direkt auf die betreffende Hautstelle aufgetragen werden. Dabei sollte es niemals unverdünnt auf die Haut getupft werden, sondern immer mit Wasser verdünnt werden. Das Öl eignet sich nicht nur für die gezielte Behandlung von Pickeln, sondern auch bei Hautunreinheiten im ganzen Gesicht. Produkte, die Teebaumöl enthalten, können das Hautbild nachhaltig verbessern und Poren verfeinern.

Zugsalbe 

Zugsalbe ist eine weitere Möglichkeit, den Heilungsprozess eines unterirdischen Pickels zu beschleunigen. Wie der Name schon sagt, soll die Zugsalbe die Entzündung herausziehen und auf diese Weise eine Verschlimmerung verhindern. Möglich wird das durch die entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Wirkung der Salbe. Sie kann außerdem die Überproduktion von Talg verringern und so der Verstopfung der Poren vorbeugen.

Die Zugsalbe wird zur Behandlung eines unterirdischen Pickels nur punktuell mit Hilfe eines Wattestäbchens direkt auf die Haut aufgetragen. Oft verschlimmert sich der Pickel zunächst, denn durch die Wirkung der Salbe werden die Entzündung und der Eiter nach außen an die Oberfläche transportiert. Sobald der Eiter an der Oberfläche angelangt ist, kann der Pickel abheilen.

Unterirdische Pickel loswerden: Niemals ausdrücken!

Wenn sich ein Pickel bildet ist die Versuchung oft sehr groß, ihn mit den Fingern auszudrücken. Ist der Pickel “reif” und ein Eiterbläschen sichtbar, kann das Ausdrücken manchmal Linderung verschaffen und den Pickel schneller abheilen lassen. Wichtig ist dabei, dass die Hände und Finger vorher desinfiziert werden und der Pickel mit Hilfe von Taschentüchern ausgedrückt wird, damit kein Schmutz und keine Bakterien in die Wunde gelangen.

Ein unterirdischer Pickel hingegen zeigt sich nicht an der Hautoberfläche und sollte damit auf keinen Fall ausgedrückt werden. Zwar ist oft ein Knubbel spürbar, allerdings befindet sich die Entzündung noch in den tieferen Hautschichten an der Talgdrüse. Wer nun versucht mit aller Gewalt den Pickel auszudrücken läuft Gefahr, dass die eitrige Entzündung in der Haut aufplatzt und das umliegende Gewebe einnimmt. Das kann zu schmerzhaften Abszessen führen, die eine starke Schwellung auslösen und im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung führen. Außerdem wird durch das Ausdrücken die entzündete Stelle zusätzlich gereizt, was den Heilungsprozess beeinträchtigt.

Durch das Herumdrücken am Knubbel mit Finger und Nagel wird die Haut zudem stark beansprucht und geschädigt. Das zerstört das Gewebe und begünstigt die Entstehung von Narben und Pickelmalen. Die Heilung wird durch die Schädigung der Haut verzögert.

Kann man unterirdische Pickel aufstechen?

Ebenso wie das Ausquetschen ist auch das Aufstechen eines unterirdischen Pickels ein absolutes No-Go.

Die Entzündung befindet sich bei einem Pickel unter der Haut im Hautinneren. Durch das Aufstechen wird einerseits das Gewebe beschädigt und andererseits besteht die Gefahr, dass Erreger tiefer eindringen und die Symptome verschlimmern. So kann aus einem unterirdischen Knubbel schnell ein eitriger Abszess werden.

Eine weitere Gefahr beim Aufstechen ist die Schädigung der Gesichtsnerven. Insbesondere entlang der Nase, Stirn und um den Mund herum befinden sich empfindliche Nervenfasern, die durch die Nadel verletzt werden können. Und nicht nur durch die Nadel selbst droht Gefahr - durch den Pieks können Erreger von der Hautoberfläche tiefer in das Gewebe vordringen und entzündliche Prozesse auslösen. Greifen diese auf die Nerven im Gesicht über, können Schmerzen und sogar Lähmungserscheinungen hervorgerufen werden.

Wie lange dauert es, bis ein unterirdischer Pickel weggeht?

Wenn unterirdische Pickel entstehen, kann es mitunter ziemlich lange dauern, bis er vollständig abgeheilt ist. Wie schnell er verschwindet hängt davon ab, wie schnell welche Maßnahmen und Tricks befolgt werden, um ihn einzudämmen. Mit etwas Glück verschwindet die Pustel so schnell wie sie aufgetaucht ist, innerhalb von 1-2 Tagen. Es kann aber mehrere Tage bis hin zu einer Woche dauern, bis sie abheilt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn unaufhörlich an dem Pickel gedrückt und gekratzt wird. So wird die die Wunde immer wieder aufgerissen und es gelangt Schmutz hinein, was das Infektionsrisiko und damit auch die Wahrscheinlichkeit für eine Narbe erhöht.

So beugen Sie unterirdischen Pickeln vor

Damit die Pickel unter der Haut gar nicht erst entstehen, müssen die Auslöser bekämpft werden. Darunter fallen die übermäíge Talgproduktion, die verhornten Zellen auf der obersten Hautschicht und die Bakterien, die die Entzündungen verstärken.

Reinigung und Peeling

Wer regelmäßig Make-Up trägt der weiß, wie wichtig es ist, das Gesicht regelmäßig zu reinigen. Dabei sollte unbedingt ein pH-hautneutrales Waschgel oder Waschschaum benutzt werden, um alle Überreste von Talg, Schmutz und Kosmetika vollständig zu entfernen und die Poren zu befreien. Das Gesicht sollte täglich morgens und abends mit einer milden Reinigung geklärt werden, morgens ist oft auch schon die Reinigung mit Wasser ausreichend.

Peelings gehören ebenfalls zu einer Hautpflegeroutine dazu, denn sie tragen die abgestorbenen Hautschuppen auf der Oberfläche ab und verhindern so Blockaden durch Verhornungen. Dafür eignen sich chemische Peelings mit AHA- und BHA-Säuren, die 1-2 Mal wöchentlich verwendet werden können. Auf Peelings mit Körnern sollte verzichtet werden, da sie kleinste Verletzungen im Gesicht verursachen und so das Risiko für Infektionen und Pickel vergrößern.

Dampfbad für das Gesicht

Ein Gesichts-Dampfbad gibt nicht nur ein Spa-Gefühl für zu Hause, sondern sind auch gut für die Haut. Durch den Wasserdampf und die Wärme werden die verhornten Hautschuppen aufgeweicht und die Poren geöffnet. Zusätzlich können ätherische Öle mit antibakterieller und beruhigender Wirkung in das Dampfbad gegeben werden wie z.B. ätherisches Rosmarin-Öl, um das Gesicht zusätzlich zu reinigen.

Hautpflege mit talgregulierenden Wirkstoffen

Viele machen bei einer öligen Haut den Fehler, die Pflege der Haut zu vernachlässigen. Doch genau das ist ein großer Fehler, denn die Haut reagiert daraufhin mit einer verstärkten Sebumproduktion, um die Haut zu schützen. Die Kombination aus Trockenheit durch mangelnde Pflege und zu viel Hautfett lässt schnell Knubbel unter der Haut entstehen.

Für die Pflege von fettiger Haut eignen sich vor allem Cremes mit Wirkstoffen, die die Talgproduktion regulieren. Viele haben mit der Aktiv Harzsalbe gute Erfahrungen machen können. Sie enthält einen Wirkstoff aus dem Mastixharz, der die Talgüberschuss reduziert und gleichzeitig einen zusammenziehenden Effekt auf große Poren hat. Auf diese Weise soll die Harzsalbe das Hautbild verfeinern und auch Mitesser vorbeugen. Die enthaltenen Pflegestoffe spenden der Haut Feuchtigkeit, ohne die Poren zu verstopfen.

Bei einem öligen Hauttypen sollte immer darauf geachtet werden, dass die Inhaltsstoffe der Gesichtspflege nicht komedogen sind, also die Poren nicht verstopfen. Abgesehen von Cremes wie der Harzsalbe eignen sich daher auch pflegende Produkte auf Wasserbasis wie Seren und Gele, die morgens und abends angewendet werden.

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