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Brandenburg Dienstag, 21 September 2021 von [wp]

Das eigene Heimkino – Fernseher oder Beamer?

Das eigene Heimkino – Fernseher oder Beamer?

Wer sich ein eigenes Heimkino einrichten möchte, steht zunächst vor der Wahl, ob er sich dazu einen Fernseher oder einen Beamer zulegen sollte. Prinzipiell eignen sich beide Medien für den Heimkino-Genuss, denn die Fernseher haben in den letzten Jahren beträchtlich an Größe dazugewonnen. Jeder kann sich selbst durch einen Gang durch die Straßen der abendlichen Niederlausitz davon überzeugen, wenn er von draußen die Bewohner vor ihren großformatigen TV-Geräten versammelt sieht. Was ist für das Heimkino nun besser – der Fernseher oder der Beamer? Wir gehen ausführlich auf die Vor- und Nachteile beider Systeme ein:

Fernseher werden immer größer, aber Beamer bleiben am größten

Bei der Größe sind Beamer systembedingt den Fernsehern stets einen Schritt voraus. Eine Leinwand mit einer Bildschirmdiagonale von 100 bis 200 Zoll gehört bei Beamern zum Standard. Allerdings sind Heimkino-Fernseher mit einer Bildschirmgröße von 75 Zoll nicht mehr allzu weit von durchschnittlichen Beamern entfernt. Im 75 Zoll Test von Heimkinocheck können Sie sich selbst ein Bild davon machen. 

Wer hingegen aufgrund der schieren Größe auf ein Heimkino mit Beamer setzt, benötigt dazu eine spezielle Leinwand. Zur Not tut es die Wand auch. Diese muss aber weiß und glatt gespachtelt sein. Bereits eine Raufasertapete weist unangenehme Schatten auf, die das Einsinken in die Handlung beim Nutzen der Streamingdienste im Sinne der vielbeschworenen Immersion verhindern.

Bildqualität und Helligkeit

Was die Auflösung angeht, so hinken Beamern großformatigen TV-Geräten noch fast eine ganze Entwicklungsstufe hinterher. In der Praxis bedeutet dies, dass eine Auflösung von 4K bei Fernsehern immer mehr zum Standard wird, während auf der anderen Seite ein Beamer mit Full-HD-Qualität bereits als hochwertig gilt. Dennoch gibt es bereits Beamer im Angebot, die eine Auflösung in 4K/HDR unterstützen.

Egal, ob Beamer oder Television, bei beiden Formaten haben Kunden die Wahl zwischen den Technologien LCD und DLP. Das klassische LCD liefert bessere Werte bei der Farbwiedergabe, während DLP Beamer in dunklen Szenen ein intensiveres Erleben versprechen. Wenn Kunden aber in dunklen Szenen nichts mehr erkennen, können sie sich schnell die stets vorhandene Restbeleuchtung bei der LCD-Technologie wieder herbeiwünschen.

Schließlich können sich Kunden bei Beamern außerdem für zwei weitere Technologien für die Projektion entscheiden. Laser-Beamer bieten insgesamt das bestmögliche Bild, kosten aber mit Abstand am meisten. LED-Beamer überzeugen mit einer langen Haltbarkeit, einem sparsamen Stromverbrauch und einer geringeren Geräuschentwicklung. Nachteile bestehen aber in Einbußen bei der Helligkeit und bei der Größe aufgrund der geringeren Projektionsleistung.

Die Akustik beim Fernseher und Beamer

Nutzer kennen das Tonproblem bei Flachbildschirmen. Denn durch die schlanke Verbauung bleibt kaum Platz für die Lautsprecher, sodass die Akustik unangenehm dünn und schwach klingt. Auf diesem Feld waren die Röhrenfernseher den Flachbildfernseher deutlich überlegen. Ein schwacher Ton ist natürlich des Heimkinos Tod. Dieses Problem kann allerdings durch die Integration externer Tonträger überwunden werden. Da die Hersteller moderner Flachbildfernseher das Bedürfnis ihrer Kunden kennen, sind dafür geeignete Schnittstellen heute selbstverständlich.

Bei Beamern gibt es ein solches Platzproblem nicht, sodass viele Geräte bereits eine leistungsstarke eingebaute Soundbar bieten. Für einen Verfremdungseffekt kann allerdings das typische surrende Geräusch sorgen und die Tatsache, dass der Ton oft von woanders herkommt als von der Leinwand. Für Abhilfe sorgen bei letzterem Problem eine Bluetooth-Verbindung für eine Umleitung des Tons auf externe Lautsprecher oder ein analoger Audio-Port wie auch eine S/PDIF-Buchse. Eine Unterstützung für hochwertige Musikformate wie Dolby Atmos trägt zusätzlich dazu bei, die Akustik deutlich zu verbessern.

Praktische Aspekte

Schließlich können praktische Aspekte bei der Wahl den Ausschlag geben. Das Fernsehen ist ein vertrautes Medium, während beim Beamer der Aufwand bei Installation und Aufnahme ein höherer ist. Da beim Beamer Fernsehtuner fehlen, sollten für die Übertragung des Fernsehprogramms auf den Beamer eine HDMI-Schnittstelle oder eine WLAN-Konnektivität vorhanden sein. Dafür müssen Nutzer, die in beengten Wohnverhältnissen leben, nicht auf einen Beamer verzichten. Indem sie beim Kauf nämlich zu einem Kurzdistanz- oder Ultrakurzdistanzbeamer greifen, können die Bilder bereits aus kurzer oder „ultrakurzer“ Entfernung auf die Leinwand geworfen werden.

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Bild: unsplash

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