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Brandenburg Dienstag, 13 Juli 2021 von [wp]

Alles was Sie über Bulldoggen und Zucht wissen müssen

Alles was Sie über Bulldoggen und Zucht wissen müssen

Es gibt tatsächlich verschiedene Bulldoggen-Rassen. Zu den Bulldoggen-Rassen gehören zum Beispiel der Continental Bulldog, der American Bulldog und die Französische Bulldogge.

Bei den Bulldoggen handelt es sich um kleinere bis mittelgroße Hunde mit kräftiger muskulöser Struktur. Stammväter aller heutigen Bulldoggen-Rassen sind Hunde, die in England speziell zum Hetzen von Bullen gezüchtet worden sind. Daher stammt auch der Name Bulldogge, ursprünglich British Bulldogg Diese Hunde hatten nicht nur einen sehr stämmigen kräftigen Körper sondern auch eine große Kraft im Nacken und im Kiefer. Außerdem ermöglichten es ihnen ihre kurze Nase und ihr ein wenig vorstehender Unterkiefer, selbst die großen Bullen zu beißen und zu Boden zu ziehen. Im Laufe der Zeit entstanden aus der Rasse British Bulldogg auch noch etliche andere anerkannte eigene Bulldoggen-Rassen wie Old English Bulldog, Französische Bulldogge, American Bulldogg, Australian Bulldogg, Catahoula Bulldogg, Alapaha Blue Blood Bulldogge und Renascence Bulldogge. Halle werden zu den Molosser-Hunden gezählt.

Zu den typischen Eigenarten aller Bulldoggen gehören die kurze Schnauze, der leichte Überbiss, die faltige Haut um Kopf und Hals herum und die kleinen Ohren, die so genannten Rosenohren.

Die Verwendung der Bulldoggen

Natürlich gibt es immer noch vereinzelt Bulldoggen, die als Arbeitshunde gehalten werden, aber die allermeisten sind heute Familienhunde und Begleithunde, manche, wie zum Beispiel die Französische Bulldogge, sogar ausgesprochene Modehunde.

Das Wesen der Bulldoggen

Sie sehen teilweise etwas grimmig aus, aber sie sind zwar mutige und kühne Hunde, aber vom Charakter her freundlich, friedfertig, stressresistent und überhaupt nicht angriffslustig. Allerdings haben die meisten Bulldoggen ihren eigenen Kopf, sind etwas stur und lassen sich nur schwer dazu bewegen, etwas zu tun, das sie nicht wollen. Ihre Erziehung funktioniert eher mit Streicheleinheiten und kleinen Belohnungen als mit strengen Befehlen. Die ignorieren sie oft stoisch. Eine gut erzogene Bulldogge aber ist ein Traumhund, der sich mit Kindern, mit anderen Hunden, auch mit artfremden Haustieren gut verträgt und "seinen Menschen" treu ergeben ist und alles mitmacht. Sehr sportliche und aktive Hunde sind die meisten Bulldoggen allerdings nicht. Das lassen weder ihr Körperbau, noch die über Generationen immer kürzer gezüchtete Schnauze und Nase zu. Sie führen dazu, dass die Tiere extrem hitzeempfindlich sind. Außerdem leiden sehr viele unter starker Kurzatmigkeit, schon bei kleinerer Anstrengung. Bulldoggen eignen sich deshalb besonders für Menschen, die sich einen Hund wünschen, dem kürzere und bequeme Gassi-Runden ausreichen und der nicht stundenlangen Auslauf braucht.

Weil die gesundheitlichen Probleme der Bulldoggen durch immer extremere Züchtungen sich ständig vergrößern, wurde ab 2001 von einer Schweizer Züchterin erfolgreich versucht, durch Blutauffrischung zu erreichen, dass sich die Anatomie der Bulldoggen wieder ändert, ihre Schnauzen und Nasen wieder länger und der Vorbiss geringer werden und sie dadurch weniger Atemprobleme haben. Sie hatte mit ihrer gezielten Züchtung recht schnell Erfolg. Allerdings lehnten die allermeisten Bulldoggen-Zuchtverbände und Züchter bisher solche züchterischen Veränderungen grundsätzlich ab. So entstand eine ganz neue Bulldoggen-Rasse, der Continental Bulldog.

Diese mittelgroße Bulldogge hat eine längere Nase und ist dadurch wesentlich robuster, belastbarer und auch agiler. Darüber hinaus ist auch er ein aufmerksamer, selbstsicherer Begleiter, weder aggressiv noch scheu, also genau der richtige Begleiter durch den Alltag.

Bulldogge

Herkunft: alte Bullenbeißerrasse

Verwendung: Familienbegleithund

Wesen und Verhalten: Vermittelt den Eindruck von Entschlossenheit, Kraft und Aktivität.

Aufmerksam, kühn, loyal, zuverlässig, mutig, grimmig im Aussehen, aber liebenswürdig im Wesen.

Haltung: Die Bulldogge ist kein lebhafter, verspielter und fröhlicher Hund, weil es sein Körperbau nicht hergibt. Das führt zu Stress. Er ist extrem hitzeempfindlich, leidet rasch bei kleinen Anstrengungen unter Atemnot, je mehr er dem "Schönheitsideal" entspricht, desto schlimmer. Kein unterordnungsbereiter Hund mit starker Persönlichkeit, gern eigensinnig, passiv dominant und ignorant. Geeignet für bequeme Menschen, die einen Hund suchen, der sich mit kurzen Ausgängen zufrieden gibt. Das kurze Fell ist pflegeleicht, dafür müssen die Falten, Augen und so weiter sauber gehalten werden, sonst riecht er unter Umständen recht streng.

Continental Bulldog

Herkunft: Die erfolgreiche Schweizer Züchterin englischer Bulldoggen, Imelda Angehrn, wollte, auch angesichts der verschärften Tierschutzgesetze in der Schweiz, mit einer Blutauffrischung durch die Old English Bulldogge eine Verbesserung der Anatomie und Gesundheit bei den Bulldoggen Arten erreichen. Schon die erste Kreuzungsgeneration war ein Erfolg: normale Ruten, längere Nasen, agile und robuste Hunde. Die Bulldoggenzüchter lehnten dies jedoch ab und so entstand eine neue Rasse. Da es bisher keinen belastbaren mittelgroßen Familienhund vom Molossertyp gab, fand die neue Rasse rasch Freunde.

Verwendung: Begleithund

Wesen und Verhalten: aufmerksamer, selbstsicherer, freundlicher Begleiter, der weder aggressiv noch scheu sein darf.

Haltung Er braucht eine konsequente Erziehung und Führung, da er den "liebenswert, dicken Kopf" seiner Bulldog-Ahnen nicht verleugnet. Der athletische Hund ist ein sportlicher, aktiver Familienhund. Angenehmer, sauberer Wohnungshund, der seine Familie überall hin begleiten kann.

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