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Brandenburg Samstag, 29 Mai 2021 von [wp]

Welche Mittel helfen tatsächlich gegen Haarausfall?

Welche Mittel helfen tatsächlich gegen Haarausfall?

Jeden Tag verliert der Mensch im Durchschnitt an die 100 Haare. Das ist insofern kein Problem, werden die ausgefallenen Haare doch durch gesündere ersetzt. Kritisch wird es, wenn sich morgens in der Bürste die Haare büschelweise verfangen, den Abfluss der Dusche verstopfen oder auf dem Kopfkissen zurückbleiben. Spätestens dann ist es an der Zeit, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Haarausfall kann vielerlei Ursachen zugrunde liegen

Haarausfall hat viele Gründe und tritt differenziert auf. Allen gemeinsam ist eine Unterversorgung der Follikel in den Haarwurzeln mit ausreichend Nährstoffen. Diese schrumpfen, verkümmern und fallen nach kurzer Zeit aus. Eine häufig auftretende Form des Haarausfalls ist die androgenetische Alopezie. Etwa 70 % der Männer und gut 40 % der Damen leiden an dieser genetisch geprägten Krankheit. Bei Männern treten die Symptome oft schon im frühen Erwachsenenalter auf, wogegen die Krankheit bei Frauen erst ab den Wechseljahren in Erscheinung tritt.

Ein weiterer Ansatz erklärt den Prozess dahingehend, dass diverse Stressfaktoren für Haarausfall ursächlich sind. Dazu gehört ein allgemeiner Nährstoffmangel ebenso wie psychischer Stress oder hormonelle Schwankungen, die auf eine Hormontherapie oder auf bestimmte Medikamente zurückzuführen sind. Eine dritte, seltenere Form des Haarausfalls wird in einer Autoimmunkrankheit vermutet und ist als kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) bekannt.

Rezilin – ein Geheimtipp

Seit Kurzem kann die Natur bemüht werden, um sich des Phänomens des Haarausfalls zu erwehren. Ein Wirkstoff auf Basilikumbasis liefert den Haarwurzeln dabei die nötigen Nährstoffe. Rezilin gegen den Haarausfall wirkt dahingehend, dass das Basilikum ein Enzym hemmt, welches den Verlust begünstigt. Eine ausgewogene Komposition aus pflanzlichen Ölen pflegt weiterhin die Kopfhaut und erhält den Haaren Glanz und Geschmeidigkeit.

Der ölige Wirkstoff sollte dreimal in der Woche angewendet werden. Beste Resultate werden erzielt, wenn Rezilin auf die Haare gegeben und in die Kopfhaut einmassiert wird. Danach sollte die Substanz mindestens 30 Minuten, besser über Nacht, einwirken.

Minoxidil – das beste Mittel gegen Haarausfall?

Minoxidil ist schon eine Weile auf dem Markt und hat den Ruf, Haarausfall beträchtlich verzögern zu können. Es wird vermutet, dass der Wirkstoff die Durchblutung der Haarwurzeln fördert. Eine andere Theorie geht davon aus, das Minoxidil die Neubildung von Blutgefäßen beschleunigt, wodurch Wachstumsfaktoren im Gewebe angeregt werden.

Das Problem bei Minoxidil ist das potenzielle Auftreten von Nebenwirkungen. Das Medikament wurde gegen Bluthochdruck entwickelt und bei einer Langzeitbehandlung könnte das Herz-Kreislaufsystem in Mitleidenschaft gezogen werden. Zudem setzt der Haarausfall nach Absetzen der Medikation sofort wieder ein.

Finasterid

Auch Finasterid ist eher ein Zufallsprodukt gegen Haarausfall. Das Medikament wurde entwickelt, um altersbedingte Prostata-Beschwerden bei Männern zu behandeln. Dabei greift es tief in den Stoffwechsel ein, in dem es bestimmte Vorgänge hemmt, die für eine Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) verantwortlich sind. DHT wird für vorzeitigen Haarausfall ursächlich gemacht.

Ist die Wirkung von Finasterid bei Haarausfall nachgewiesen, werden die umfangreichen Nebenwirkungen auf die Gesundheit gerne übergangen. Besonders bei jungen Menschen wird oft das Sexualleben beeinträchtigt und die Libido entwickelt sich zurück.

Sind Hausmittel gegen Haarausfall wirkungslos?

Seit Jahrhunderten schon werden Hausmittel gegen Haarausfall propagiert. So regt ein Brennnesselsud mit Essig die Aktivität der Haarfollikel kurzfristig an. Eine Massage mit Rosmarinöl fördert die Durchblutung der Haarwurzeln. Bei krankhaftem Haarausfall zeigen Hausmittel allerdings eher keine Wirkung.

Was Sie bei Haarausfall selbst tun können

Bei nicht genetisch bedingtem Haarausfall und gestresster Kopfhaut können natürliche Mittel hilfreich sein. Neben den beschriebenen Brennnesseln sind es vor allem Kokosöl und Apfelessig, die empfohlen werden, um Haarausfall einzudämmen. Bockshornklee und sogar Bier werden häufig genannt, um durch ihren hohen Gehalt an Vitamin B die Haarstruktur zu stärken. Letztlich werden Aloe Vera und Arganöl aufgrund ihrer feuchtigkeitsspendenden und keimtötenden Effekte angepriesen.

Es ist schon viel getan, wenn stressbedingte Momente so weit wie möglich vermieden werden. Wer den ganzen Tag unter Strom steht, läuft eher Gefahr, seine Haarpracht zu verlieren. Zudem ist es empfehlenswert, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten, damit der Nährstoffbedarf des Organismus gedeckt bleibt.

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