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Brandenburg Dienstag, 25 Mai 2021 von [wp]

Alles rund um Röntgenstrahlung

Alles rund um Röntgenstrahlung

Jedes Material setzt sich irgendwie zusammen. Diese Zusammensetzung ist häufig relevant für weitere Bestimmungen. Vor allem im archäologischen Kontext dürfen Materialien und Oberflächen oftmals nicht einfach so angefasst und analysiert werden. Eine gute Möglichkeit ist hier die röntgenbasierte XPS Spektroskopie.

Alles Wichtige zu Röntgenstrahlen

Was ist Röntgen?

Für die Entdeckung der Röntgenstrahlen erhielt der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen 1901 den Nobelpreis für Physik. Bei einer Röntgenuntersuchung entsteht ein Abbild eines bestimmten Teils des Körpers. Darum bezeichnet man Röntgen auch als ein sogenanntes bildgebenden Verfahren. In Deutschland werden pro Jahr statistisch gesehen 1,7 Röntgenuntersuchungen pro Einwohner durchgeführt. Röntgen ist damit das am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren. Dabei entstehen die meisten Röntgenaufnahmen bei zahnmedizinischen Untersuchungen (ca. 42 Prozent) und bei Untersuchungen des Skeletts (27 Prozent).

Wie läuft das Röntgen ab?

Die von der Röntgenröhre erzeugten Strahlen bestrahlen kurz den entsprechenden Bereich des menschlichen Körpers: Die Röhre enthält zwei Vakuumelektroden, eine Kathode und eine Anode. Wenn die Anode Licht emittiert, werden Elektronen aus dem Material freigesetzt und dann in Richtung der Anode beschleunigt. Wenn Elektronen auf die Anode treffen, senden sie Energie in Form von elektromagnetischen Wellen aus: Röntgenstrahlen. Röntgenstrahlen können in den Körper gelangen. Strahlen, eine Art Film hinter dem menschlichen Körper, werden Röntgenstrahlen ausgesetzt, um Bilder zu erzeugen. Unterschiedliche Körpergewebe lassen unterschiedliche Strahlungsmengen durch. Wenn eine große Anzahl von Röntgenstrahlen auf den Film trifft, wird das Röntgenbild zu diesem Zeitpunkt abgedunkelt. Wenn weniger Strahlen auf den Film bestrahlt werden, wird das Röntgenbild dunkler und das Röntgenbild bleibt zu diesem Zeitpunkt weiß. Beispielsweise sind Knochen dichter als Muskeln und absorbieren daher mehr Strahlung. Die Knochen sind auf Röntgenstrahlen deutlich sichtbar, mit glänzenden Umrissen oder Strukturen. Auf der anderen Seite übertragen Hohlräume und Weichteile viel Strahlung, sodass sie im Bild schwarz oder dunkel erscheinen und sichtbar werden.

Wie viel Röntgen ist normal?

Die Strahlenbelastung durch das Röntgen für den Patienten wird nach wie vor erforscht und bleibt vielfach umstritten. Es gibt sogar ein internationales Komitee, das UNSCEAR. Dieses schätzt in seinem Bericht aus dem Jahr 2010 das durchschnittliche lebenslange zusätzliche Sterberisiko bei einer akuten Dosis von 100 Millisievert auf 0,4 bis 0,7 Prozent für Krebs. Jeder von uns muss also selbst wissen, wie oft man eine Röntgen-Untersuchung mitmacht. Das BfS (Bundesamt für Strahlenschutz) gibt dazu Richtlinien vor, ab wann sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten gesundheitlicher Folgen erhöht. Der empfohlene Grenzwert liegt hier bei 20 Millisievert im Kalenderjahr für beruflich strahlenexponierte Personen, im Einzelfall kann die Behörde auch für ein einzelnes Jahr bis zu 50 Millisievert zulassen.

Was muss vor einem Röntgen beachtet werden?

Sofern ein Abbild Ihrer Zähne gemacht wird, geht das schnell und unkompliziert. Sobald es jedoch um ein anderes Körperteil geht, wird Ihnen wahrscheinlich Kontrastmittel verabreicht. Bei der Einnahme müssen Sie nüchtern sein. Das bedeutet für Sie, dass Sie 4 Stunden vorher nichts essen und nur mäßig Flüssigkeit zu sich nehmen dürfen. Der Grund ist, dass die seltene Überempfindlichkeitsreaktion auf jodhaltige Kontrastmittel ein Erbrechen auslösen können.

Wie schützt man sich vor Röntgenstrahlung?

Hierzu gibt es in Deutschland Strahlenschutzgesetze, die den Umgang regeln. Jeder, der sich jemals einer Röntgenuntersuchung beim Zahnarzt unterzogen hat, kennt die schwere Schürze, die den menschlichen Körper vor Strahlung schützen soll. Der Arzt trägt ähnliche Schutzkleidung. Obwohl Patienten selten Schürzen tragen, tragen Ärzte jeden Tag unbequeme Kleidung. Diese Ausrüstung wiegt fünf Kilogramm. Das Innere der Röntgenschürze enthält eine mehrschichtige Mischung aus einem Trägermaterial wie Gummi und einer Substanz, die aus strahlungsabsorbierenden Elementen hoher Dichte besteht. Dieses Schutzmaterial macht bis zu 80 Prozent aus. Blei wurde bisher nur zur Verhinderung von Strahlung eingesetzt. Schwermetalle sind heute als giftig bekannt. Blei ist in der EU weitgehend aus dem Alltag verschwunden (z. B. aus Benzin, Farbe und Spielzeug). Krankenhäuser müssen Blei-Röntgenschürzen entsorgen, die sie als teuren Sondermüll einstufen müssen.

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