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Brandenburg Donnerstag, 22 April 2021 von [wp]

Schlafstörungen und Einschlafprobleme - sanfte Hilfe durch Yoga

Schlafstörungen und Einschlafprobleme - sanfte Hilfe durch Yoga

Geschätzte sechs bis zehn Prozent er Bevölkerung sind von Schlafstörungen betroffen. Insomnia kann jeden treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Lebenssituation. Die Folgen der Schlafstörungen zeigen sich tagsüber in Konzentrationsproblemen, Reizbarkeit und mangelnder Belastbarkeit. Nicht immer lassen sich die Ursachen beseitigen.

Ursachen für Schlafstörungen

Der Begriff "Schlafstörungen" trifft es nicht so ganz: Das Schlafen selbst bereitet den Betroffenen keine Probleme. Insomnia äußert sich darin, dass Menschen nach einer Weile wieder aufwachen und 20 Minuten oder länger benötigen, um erneut einzuschlafen. Korrekt handelt es sich also um Einschlafstörungen. Etwa sieben bis acht Stunden Schlaf benötigen die meisten Menschen jede Nacht, einige kommen auch mit weniger aus. Und viele benötigen neun oder zehn Stunden Schlaf. Ältere Menschen halten eher kurze Nickerchen am Tag und wachen nachts immer wieder auf.

Es gibt ganz unterschiedliche Ursachen für Schlafstörungen. Psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen, aber auch Angststörungen und eine Demenz wirken sich auf eine ungünstige Verteilung des Schlafes über die Tages- und Nachtzeit hin aus. Drogenkonsum, sogar Alkoholkonsum kann zu Durchschlafstörungen führen. Die Schlafstörungen verschwinden dann nicht, wenn mal kein Bier oder Glas Wein am Abend konsumiert wird.

Verschiedene neurologische Erkrankungen, Epilepsie, Tumore und Schlaganfälle haben ebenfalls bisweilen Insomnia zur Folge. Und eine extrem häufige Ursache sind Atmungsstörungen. Davon sind etwa zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung betroffen. Schnarchen ist ein Alarmsymptom für solche Atmungsstörungen, die oft genug mit Annone einhergehen. Daneben werden häufig Erkrankungen der Schilddrüse, der Hypophyse, der Nebennierenrinden, aber auch rheumatoide Arthritis und Krebserkrankungen ihren Anteil an Schlafstörungen

Die vermutlich häufigste Ursache ist jedoch im Lebensstil zu finden: Dauerstress, Reizüberflutung, zu wenig Bewegung und eine ungünstige Ernährung begünstigen Insomnia. Unregelmäßige Schlafenszeiten und der extreme Druck hinsichtlich Selbstoptimierung tragen ein Übriges bei.

Insomnia therapieren

Generell sollte eine anhaltende Schlafstörung immer ernst genommen werden. Fachärzte gehen den Ursachen auf den Grund, hier setzen die meisten Therapien an.

Aber auch jeder und jede Betroffene selbst kann tätig werden. Yoga zum Einschlafen ist eine Möglichkeit, eine andere ist eine gute Schlafhygiene.

Diese Tipps helfen:

  • geregelte, immer gleiche Schlafenszeiten
  • das Bett nur zum Schlafen nutzen, nicht zum Fernsehen oder Arbeiten
  • Schlafraum abdunkeln und Temperaturen von 15 Grad Celsius bis maximal 18 Grad Celsius einstellen
  • ein Zu-Bett-Geh-Ritual einführen
  • anregende Genussmittel am Nachmittag vermeiden
  • abends nicht mehr essen
  • Stress vermeiden und sich nicht selbst unter Druck setzen

Yoga zum Einschlafen

Liegt man nachts erst einmal wach, ist guter Rat teuer. Ein paar Atemübungen aus der Yoga-Praxis können hier schon helfen:

  • Lange ausatmen: Wer im Shavasana der Länge nach auf dem Bett liegt, entspannt Brustkorb und Bauchraum, den Bauch selbst und die Unterleib. Beide Hände unterhalb des Nabels auf den Bauch legen, Ellenbogen entspannt liegen lassen. Atmung und en Bauch ziehen, die Atmung dabei langsam verlängern, ohne zu pressen. Rhythmus ändern: Vier Takte einatmen, acht Takte ausatmen. Jetzt wird die Atmung weiter modifiziert, bis ein stabiler 1:2 Rhythmus da ist. So stimmt sich der Körper auf den Schlaf ein.
  • Atemzüge zählen: Ruhig und gleichmäßig atmen, ohne bewusst zu Takten. Dabei acht Atemzüge auf dem Rücken absolvieren, 16 Atemzüge auf der rechten Seite, 32 auf der linken Seite.
  • Herz beruhigen: Beide Hände flach übereinander auf das Herz legen und die Wärme der Hände spüren. Jetzt die Menschen visualisieren, die ienm am Herzen liegen, und ihnen Gutes und Schönes wünschen. Dann das Bewusstsein weiten, vom Herzen über die linke Körperseite nach rechts und zurück zum Herzen wandern. Die Wünsche wandern mit, die Liebe zirkuliert. Der Geist bewegt sich damit zum Herzen und dieses beruhigt sich.

Beruhigende Asanas helfen ebenfalls

Einige Asanas sind besonders beruhigend und helfen, den Geist nach einem anstrengenden Tag zu entspannen und den Körper auf den Schlaf vorzubereiten.

Diese zwei zum Beispiel:

  • Prasarita Padottanasana
  • Supta Baddha Konasana

Wer nicht viel oder keine Erfahrung mit Yoga hat, sollte sich allerdings nicht einfach Anweisungen im Internet suchen, sondern die Übungen unter fachlicher Anleitung studieren.

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