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Brandenburg Freitag, 09 April 2021 von [wp]

Sicherheit im Netz: Grundwissen für unerfahrene Nutzer

Sicherheit im Netz: Grundwissen für unerfahrene Nutzer

Insbesondere Internetnutzer, die noch nicht auf langjährige Erfahrungswerte zurückgreifen können und somit nicht intuitiv richtige Entscheidungen bei der Nutzung dieses virtuellen Mediums treffen können, sollten sich im Netz gut schützen. Gefahren lauern oft dort, wo man Sie am wenigsten erwarten würde: in der doch so authentisch aussehenden E-Mail der Bank, der geforderten Zustimmung, die man getätigt hat, ohne zu wissen, wofür, im erstellte Passwort, das man für sicher gehalten hatte.

Der erste Schritt, um sich als eher unerfahrener Nutzer nicht aus Versehen zu gefährden, ist, die Reise ins World Wide Web mit soliden Informationen im Gepäck anzutreten. Nichts wie los also, zu den wichtigsten Sicherheits-Tipps für die Nutzung des Internets!

Computer, Netzwerke, Hardware

Ein etwas schwieriger Punkt, von dem sich unerfahrene Internet- bzw. Techniknutzer häufig abschrecken lassen, sind Netzwerke und scheinbar komplexe Begrifflichkeiten rund um Router, SSL-Verschlüsselungen und andere Hardware-Themen. Doch keine Sorge, auch auf diesem Feld können Sie mit einfachem Grundwissen bereits einen erheblichen Einfluss auf Ihre Sicherheit nehmen.

Unser erster Tipp: Lassen Sie sich Zeit und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Eine der wohl größten Fehlerquellen bei der Internetnutzung sind unüberlegte Handlungen und Entscheidungen, die ohne Informationen und unter Druck getätigt werden.

Nutzen Sie das Internet nur zu Hause und am eigenen Computer, dann ist es ratsam, das erstmalige Setup von einem Profi durchführen zu lassen. Nutzen Sie öffentliche Netzwerke und Computer, dann achten Sie immer darauf, dass es sich um geschützte Netzwerke handelt.

Selbst dann, wenn Sie nur zum Vergnügen im Internet surfen, gibt man dabei oft eigene Daten preis. Wer an Gewinnspielen teilnehmen oder andere virtuelle Unterhaltung nutzen möchte, muss sich dafür in der Regel anmelden und Angaben zur eigenen Person machen. Ein Online Casino Bonus ist eine tolle Sache, um ohne Geldeinzahlung zu spielen, und somit auch hilfreich, um dabei einen der größten Risikofaktoren, nämlich die Online Geldüberweisung, zu umgehen. Erforderlich ist dafür allerdings dennoch, dass Sie sich mit Ihren Daten bei der Plattform anmelden.

Auch in diesen Fällen gilt: Sichere und passwortgeschützte Netzwerke sind nötig. Abgesehen davon sollten Sie auch immer eine Antivirensoftware auf Ihrem PC installiert haben.

5 simple Grundregeln für Sicherheit im Netz

Sind Sie bei der Nutzung des Internets angelangt, so wird die Sache sogar noch komplexer als bei der Hardware-Seite mit PC und Netzwerken. Hier geht es um zig Details, die schnell überwältigend wirken können.

Doch keine Sorge, zu Beginn können simple Grundregeln helfen, sich im Netz zurechtzufinden und erste wichtige Sicherheitsaspekte zu verstehen. In den folgenden fünf Grundsätzen zur Online Sicherheit zeigen wir Ihnen genau diese Grundlagen, die Sie für den sicheren Umgang mit dem Internet benötigen.

1. Sichere und geheime Passwörter nutzen

Passwörter sind in der Welt des Internets elementar. Wo auch immer Sie nicht nur Informationen und Inhalte konsumieren, sondern in Interaktion mit dem Anbieter oder anderen Nutzern treten, müssen Sie einen Account, eine Art Nutzerkonto, erstellen und dieses mit einem Passwort schützen. Der Grundgedanke: Andere kennen Ihr Passwort nicht und können sich somit nicht einloggen und Ihr Profil einsehen oder gar nutzen.

Die Voraussetzung dafür ist ein sicheres Passwort, das nicht erraten werden kann. Vermeiden Sie Passwörter, die Geburtsdaten, Namen, Jahrestage, Tiere oder Ähnliches enthalten und kreieren Sie möglichst komplexe Passwörter. Es ist ratsam, dabei eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu verwenden und Passwörter nicht mehrfach zu verwenden. Dann gilt es nur noch, die Passwörter geheim zu halten und nicht an Dritte weiterzugeben. Schon haben Sie alle wichtigen Grundlagen in puncto Passwort-Sicherheit beachtet.

2. Die Abmeldung nicht vergessen

Haben Sie einen Internetdienst genutzt, egal, ob E-Mail, Bestellservice, Online Shop oder soziale Medien, achten Sie immer darauf, sich abzumelden, bevor die Seite verlassen. Es genügt also nicht, die Homepage zu schließen. Eine Wiederherstellung Ihrer Daten kann dann nämlich noch möglich sein. Verwenden Sie immer den bereitgestellten Abmeldeknopf (oft auch „Logout“ genannt), bevor Sie die Homepage schließen.

3. Phishing-E-Mails erkennen

Einer der größten Übeltäter im Internet sind sogenannte Phishing-E-Mails. Die durch solche E-Mails entstehenden Schäden werden vom BSI alleine in Deutschland jährlich auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt.

Phishing-E-Mails sind E-Mails, in denen sich Betrüger als vertrauenswürdige Stelle wie Ihre Bank ausgeben und Sie dazu auffordern, Daten preiszugeben, auf Links zu klicken oder Dateianhänge herunterzuladen. Dadurch können Betrüger auf Ihre persönliche Daten zugreifen, schädliche Software auf Ihrem Computer integrieren und insgesamt sehr große Schäden verursachen. Man kann sich in etwa vorstellen, welche schwerwiegende Folgen das beispielsweise im Finanzsektor haben kann.

Informieren Sie sich am besten ausgiebig darüber, wie Phishing-E-Mails aussehen, woran Sie diese erkennen und was Sie im Fall der Fälle tun sollten. Eines hierzu schon vorneweg: Im Zweifelsfall lieber nichts tun und auf anderem Weg Informationen einholen.

4. Datenangaben so gering wie möglich halten

Der vierte Grundsatz ist einer, der schnell verstanden ist und keiner großen Erklärungen bedarf. Hier geht es lediglich darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Angabe von Daten im Internet keine problemfreie Sache ist.

Wo auch immer Daten von Ihnen abgefragt werden, halten Sie diese Angaben so gering wie möglich. Bei Anmeldeformularen füllen Sie idealerweise immer nur gekennzeichnete Felder aus, die zwingend nötig sind. Lassen Sie alle anderen Felder einfach frei.

5. Keine Zustimmung ohne genaue Informationen erteilen

Direkt im Zusammenhang mit den Angaben, die Sie bei Registrierungen machen, stehen auch die erteilten Zustimmungen. Ein kleines Häkchen genügt und Sie geben an, einer ganzen Reihe an Bedingungen und Vereinbarungen (meistens in einem verlinkten Dokument aufgelistet) zuzustimmen. Hier ist besondere Vorsicht geboten!

Ganz wie im echten Leben sollten Sie auch im Internet keine Zustimmungen erteilen, wenn Sie nicht wissen, wofür. Lesen Sie die Bedingungen, bevor Sie ihnen zustimmen. Verschaffen Sie sich zumindest einen groben Überblick und holen Sie im Zweifelsfall vor der Zustimmung weitere Informationen ein.

Fazit: Bleiben Sie wachsam

Behalten Sie stets eine gewisse Skepsis, denn im Internet ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Ein gewisses Maß an Vorsicht ist somit ein idealer Begleiter.

Lassen Sie sich jedoch auch nicht von potentiellen Unsicherheiten und Betrügern einschüchtern. Gefahren lauern in unserem Alltag überall, ob online oder offline. Mit etwas Wissen und den fünf wichtigen Grundregeln im Hinterkopf können Sie durchaus die ersten Schritte in die Welt des Internets wagen. Viel Spaß bei der Erkundung dieser wunderbaren virtuellen Welt!

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