Brandenburg Montag, 05 April 2021 von [wp]

Wird eine Haussanierung gefördert und was muss man beachten?

Wird eine Haussanierung gefördert und was muss man beachten?

Das Eigenheim zu sanieren kann unter Umständen zu einer kostspieligen Angelegenheit werden. Deshalb fragen sich viele Hausbesitzer, ob die Renovierungsarbeiten, die früher oder später anstehen, finanziell gefördert werden. Dies hängt mitunter von der Art der Sanierung ab.

Zwei Bereiche der Altbausanierung

Grundsätzlich gibt es zwei Bereiche der Altbausanierung: die Sanierung aus energetischen Gründen und die Sanierung aus kosmetischen Gründen. Welche Sanierungsarbeiten nun in welchem Fall gefördert werden, soll nun geklärt werden.

Altbau energetisch sanieren

Altbauten sind bei vielen Wohnungs- und Haussuchenden beliebt, jedoch sind sie verglichen mit Neubauten auch oftmals mit höheren Nebenkosten verbunden. So muss in einem unsanierten Altbau deutlich mehr geheizt werden, um die gleiche Temperatur länger aufrechtzuerhalten. Möchte man den Charme des Altbaus dennoch sein Eigen nennen, dann kommt man nicht um Dämmungsarbeiten herum. Diese können an den Fenstern, den Dächern, den Kellern und an der Fassade vorgenommen werden.

Die Fenster zum Beispiel bieten ein großes Einsparpotenzial für die Sanierenden. Ist die Verglasung etwas in die Jahre gekommen, kann an den Fenstern ein Großteil der Wärme entweichen. Heute ist der Standard eine Dreifachverglasung. Lässt man die Fenster austauschen und dämmt zusätzlich die Fassade um diese herum, können die Kosten eingespart werden.

Neben den bereits genannten Möglichkeiten kann auch ein neuer Fußboden nach der Dämmung sinnvoll sein. Dieser sorgt nicht nur für eine messbare Wärmeisolierung, sondern bietet auch Wärmekomfort und Schallschutz.

Altbau kosmetisch sanieren

Hierbei stehen eine Reihe von möglichen Sanierungsarbeiten zur Auswahl. Das Bauelement, das am sichtbarsten an einem Haus ist, ist zweifelsohne die Fassade. Bei vielen Altbauten aus der Gründerzeit ist die Fassade in die Jahre gekommen und alter Putz bröckelt von den Wänden. Hausbesitzer können diese mittels Putz, Farbe und Materialien individuell gestalten und den Charme des Altbaus neu aufleben lassen.

Auch können Fenster und Türen im Zuge der Sanierungsarbeiten ausgetauscht werden. Handelt es sich bei den ursprünglichen Fenstern und Türen um ältere Modelle, dann werden die neuen Türen und Fenster automatisch günstigere Nebenkosten ins Haus bringen, denn der heutige Energiestandard der Fenster und Türen ist deutlich höher als damals.

Beim Dach können die Ziegel ganz nach Belieben gewählt werden, denn der wichtige Teil der Dämmung befindet sich darunter. Somit kann man, wenn man das Dach zu kosmetischen Zwecken sanieren möchte, nach Optik gehen.

KfW, BAFA und Bund: Wer fördert was und wie viel?

Es gibt für Sanierungen von Altbauten unterschiedliche Förderungsmöglichkeiten. Besonders bei einer Sanierung aus energietechnischen Gründen gibt es viele Zuschüsse vom Staat, eine KfW Förderung und Förderprogramme der BAFA.

Eine Sache, die vielen BürgerInnen nicht bekannt ist, ist, dass die Bundesregierung im Rahmen der Klimaschutz-Diskussion tatsächlich vergangenes Jahr ein neues Paket entworfen hat,  wodurch Sanierungen an Altbauten durch Zuschüsse vom Staat besser gefördert werden. Bei dieser werden im Gegensatz zur bisherigen staatlichen Förderung nicht ganze Haussanierungen bezuschusst, sondern Teilsanierungen wie der Austausch von alten Fenstern oder Heizkörpern. Insgesamt ist ein Betrag von bis 40.000 € möglich. Das Haus muss älter als 10 Jahre alt sein und der Handwerksbetrieb muss bestätigen, dass die Arbeiten unter bestimmten Rahmenbedingungen stattgefunden haben bzw. den Zweck einer energieeffizienten Sanierung erfüllen.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert ebenfalls Sanierungen an Altbauten. Diese Sanierungen müssen eine nachhaltige Energieversorgung zum Ziel haben. Hierzu zählt unter anderem, das Austauschen eines herkömmlichen Heizsystems durch Solarzellen oder durch ein Heizsystem, welches mittels nachhaltiger Rohstoffe betrieben wird. Bei Einzelmaßnahmen beträgt der Förderungssatz bis zu 60.000 € und bei einer ganzen Haussanierung hin zu Effizienzhaus bis zu 150.000 €.

Auch die KfW-Bank stellt Förderungspakete für diejenigen zur Verfügung, die ihren Altbau sanieren möchten. Dabei lehnen sich die Förderprogramme an das Gebäude-Energie-Gesetz, kurz GEG. So fallen die Sanierungen dann unter verschiedene Förderstufen, je nachdem wie der Energiestandard des Gebäudes vor und nach der Sanierung ist. So sollen laut GEG Gebäude nach der Sanierung lediglich einen bestimmten Energiebedarfswert erreichen, um dementsprechend förderungsfähig zu sein. Bei der KfW-Bank liegt der Zuschussbetrag bei bis zu 48.000 €.

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