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Brandenburg Dienstag, 30 März 2021 von [wp]

Öffnungszeiten: Wer hat während Corona-Ostern geöffnet?

Öffnungszeiten: Wer hat während Corona-Ostern geöffnet?

Die Corona-Pandemie hält Deutschland weiterhin in Atem. Am Montag, dem 22. März, wurde im Zuge des Corona-Gipfels unter anderem beschlossen, in den strengsten Lockdown zu gehen, seit die Pandemie begonnen hat.

Dieser umfasst besonders um die Osterfeiertage striktere Kontaktbeschränkungen und geänderte Vorschriften für Supermärkte. Notdienste stehen an den Tagen natürlich dennoch zur Verfügung. So ist es beispielsweise möglich, einen geöffneten Schlüsseldienst in Ehrenfeld finden.

An welchen Tagen welche Geschäfte öffnen dürfen und was Verbraucher darüber hinaus beachten müssen, erklärt der folgende Beitrag.

Ostern in der Pandemie – Lockdown für die Supermärkte

Laut den Äußerungen der Bundeskanzlerin Angela Merkel am 22. März, wird für die Feiertage über Ostern eine erweiterte Ruhezeit verhängt. Diese beginnt am Gründonnerstag, dem 1. April, und endet nach Ostermontag, dem 5. April. Das bedeutet, dass in diesem Jahr der Gründonnerstag als Feiertag betrachtet wird. Zur Konsequenz hat dies, dass an diesem Tag auch die Supermärkte nicht öffnen dürfen. Das gleiche gilt selbstverständlich auch für den Karfreitag – bei diesem handelt es sich jedoch ohnehin um einen bundesweiten Feiertag.

Öffnen darf der Einzelhandel im Lebensmittelbereich jedoch am 3. April, dem Ostersamstag. Ob an diesem Tag jedoch die herkömmlichen geregelten Öffnungszeiten für Samstage realisiert werden, ist noch fraglich, jedoch wahrscheinlich. Über die gesamten Feiertage gibt es allerdings auch Geschäfte, die von den Regelungen ausgenommen sind. Zu diesen gehören zum Beispiel Kioske und Tankstellen, welche eine Sondergenehmigung besitzen, durch welche sie dazu berechtigt sind, auch an Wochenenden ihren Regelbetrieb zu öffnen.

Die entsprechende Beschlussvorlage wurde bereits vor dem eigentlichen Corona-Gipfel veröffentlicht. In dieser heißt es, dass das Prinzip „Wir bleiben zu Hause“ somit für fünf zusammenhängende Tage gelten soll. Jedoch befürchtet der Handel, dass es durch diese Entscheidung zu einem sehr starken Ansturm auf die Supermärkte und Discounter am Ostersamstag und an dem Mittwoch vor Gründonnerstag kommen wird.

Scharfe Kritik des Handels an der Schließung der Supermärkte am Donnerstag

Der stellvertretende Ministerpräsident des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen der CDU, Joachim Stamp, äußerte hinsichtlich der neuen Beschlüsse, dass der große Ansturm auf den Lebensmitteleinzelhandel vor den Feiertagen durch die Öffnung am Ostersamstag entzerrt werden soll.

Die Schließung der Supermärkte wurde von dem Handelsverband Deutschland jedoch bereits scharf kritisiert und als kontraproduktiv bezeichnet. Es handele sich bei den beschlossenen Maßnahmen lediglich um eine Symbolik, welche bei der Bekämpfung der Pandemie kaum hilfreich ist. Schließlich zeichnet sich der Lebensmittelhandel ohnehin durch hervorragende und etablierte Hygienekonzepte aus. Diesen für einen Tag zu schließen, wird somit laut dem Hauptgeschäftsführer des HDE, Stefan Genth, nicht als sinnvoll erachtet.

Neuste Entwicklungen: Doch keine Ruhetage an Ostern

Die beschriebenen Beschlüsse wurden nun am Mittwoch, dem 24. März, wieder gekippt. Demnach werden über die Feiertage an Ostern doch keine Ruhetage eingeführt. Bundeskanzlerin Angela Merkel vereinbarte in einer sehr kurzfristig angesetzten Videokonferenz mit den Führungen der Bundesländer, den Corona-Beschluss, der erst in der Nacht auf Dienstag gefasst wurden war, wieder zu verwerfen.

Als Hauptgrund dafür wurde genannt, dass die Spitzen der Länder und des Bundes die rechtlichen Hürden bei der Fassung des Beschlusses unterschätzt haben. Anschließend erfolgte eine Erklärung von Angela Merkel zu der getroffenen Entscheidung über die Ruhetage an Ostern im Bundestag.

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