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Brandenburg Donnerstag, 11 März 2021 von [wp]

Digitalisierung: 88 % der Deutschen sind online

Digitalisierung: 88 % der Deutschen sind online

Digitalisierung ist dieser Tage in aller Munde. Für viele ein Segen, hat der Trend zum digitalen Arbeiten und Lernen in Deutschland jedoch noch viele Skeptiker. Computer, Smartphones und Tablets wurden bisher hierzulande von vielen hauptsächlich mit der privaten Nutzung des Internets in Verbindung gebracht. Laut einer Befragung der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) für das Jahr 2018 gingen die Deutschen bisher vornehmlich für Nachrichten, Streaming, soziale Netzwerke und Shopping online. Daneben wurde das Internet auch von Spielbegeisterten für Angebote wie https://wazamba.com/de/ und anderer Glücksspielplattformen wie die von Soft2bet entwickelten genutzt.

Spätestens seit Beginn der Corona-Krise hat sich die Internetnutzung der Deutschen jedoch verändert. Dem kürzlich veröffentlichten Bericht zum D21-Digital-Index 2020/2021 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zufolge sei die Internetnutzung im Vergleich zu Untersuchungszeitraum 2019/2020 um 2 % auf 88 % gestiegen. Der Anteil der Menschen mit niedrigerem Bildungsgrad sei dabei von 64 % auf 70 % angewachsen. Die Gruppe der Menschen, die komplett offline leben, sei auf 12 % gesunken.

Die vermehrte Nutzung von Online-Diensten war in verschiedenen Bereichen zu beobachten. So sei das Arbeiten von zuhause aus um 17 % auf 32 % gestiegen. Auch in Sachen Gesundheit hat das Internet Fahrt aufgenommen: 34 % der Befragten könnten sich demnach vorstellen, eine ärztliche Sprechstunde per Internet wahrzunehmen. Nicht zuletzt hat auch der digitale Unterricht zugenommen. So hätten 22 % der Befragten angegeben, von Homeschooling betroffen gewesen zu sein.

Wer profitiert vom Digitalisierungstrend?

Während die Digitalisierung voranschreitet, stellt sich die Frage, inwieweit die Menschen davon profitieren, mehr Dienste im Internet zu nutzen. Dem D21-Index zufolge glaubt nur eine knappe Mehrheit von 56 %, persönlich von der Entwicklung zu profitieren. Die Zustimmung zur Digitalisierung hängt dabei unter anderem vom Bildungsgrad sowie vom Alter ab. So glaubten 41 % der Nicht-Berufstätigen, 32 % der formal niedrig Gebildeten und nur 22 % der über 70-Jährigen, von der Digitalisierung zu profitieren.

Der Zuwachs der Internetnutzung war aufgrund der Krise zuletzt eine eher erzwungene als natürliche Entwicklung und ging vielfach holprig vonstatten. Schwierigkeiten gab es der Studie zufolge für 68 % der befragten Schüler und Lehrer, die von Problemen mit dem Internet oder einem Mangel an Geräten berichtet hätten. Das Arbeiten von zuhause aus scheint hingegen besser abgeschnitten zu haben. So wünschten sich 53 % der Beschäftigten, die erstmals oder mehr im Homeoffice gearbeitet haben, einen weiteren Ausbau des Arbeitens von zuhause aus. Führungskräfte hingegen scheinen weniger begeistert davon, ihre Mitarbeiter von zu Hause arbeiten zu lassen. 75 % hätten angegeben, die Möglichkeit zum Homeoffice zu einem späteren Zeitpunkt nicht fördern zu wollen.

Es gibt viel aufzuholen

Einer Studie des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) zufolge gibt es in Sachen Digitalisierung in Deutschland noch viel zu tun. Nur 28 % der Unternehmen seien digital, so der Bericht des BDI. Insbesondere Fragen zum Datenschutz zählen zu den damit verbundenen Sorgen.

Für die Verbesserung des digitalen Lernens in Schulen gibt es unterdessen bessere Aussichten: Der jüngst veröffentlichte Bericht „Perspektiven des Lernens mit digitalen Medien an Schulen in Brandenburg“ der brandenburgischen Bildungsministerin Britta Ernst gehört zu den ersten Schritten, mit denen der digitale Rückstand in Deutschland aufgeholt werden soll. Schon im Jahr 2019 war der sogenannte DigitalPakt Schule 2024 ins Leben gerufen worden, in dessen Rahmen bereits 136 Millionen Euro in die digitale Ausstattung von Schulen in Brandenburg geflossen seien. Aktuell stünden 320 Millionen Euro für weitere Investitionen zur Verfügung, so die Ministerin.

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