Brandenburg Samstag, 27 Februar 2021 von [wp]

Wie können Panikattacken verhindert werden?

Wie können Panikattacken verhindert werden?

Laut Professor Andreas Ströhle erlebt jeder fünfte Deutsche einmal im Leben eine Panikattacke aus dem Nichts. Der Psychiater ist verantwortlich für die Arbeitsgruppe „Angsterkrankungen“ in der Berliner Charité. Typische Auslöser sind Menschenansammlungen wie ein ausverkauftes Konzert oder ein volles Fußballstadion. Ebenso treten sie bevorzugt in gut besuchten Kaufhäusern auf. In der Regel klingen Panikattacken innerhalb einer halben Stunde wieder ab. Treten die Phänomene einzeln auf, bezeichnet sie Professor Manfred Beutel, der Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Uniklinikum Mainz, als harmlose Erscheinungen.

Nach evolutionären Gesichtspunkten sind Panikattacken sogar gesund. So stellen sie eine Alarmreaktion dar, machen auf Gefahren aufmerksam und fordern zur Flucht oder zum Kampf auf. Adrenalin wird ausgeschüttet, die Gefäße verengen sich. Das Herz pumpt mehr Blut in die Adern und bereitet die Muskeln auf Arbeit vor. Die Problematik beginnt, wenn sich die Attacken wiederholen, ohne dass ein Grund dafür vorliegt. Dann liegt eine Panikstörung vor, welche den Alltag der Betroffenen nachhaltig negativ bestimmt und die Gesundheit gefährdet. 

Typische Symptome einer Panikattacke

Dabei gerät nicht nur die Psyche des Betroffenen in Mitleidenschaft. Der gesamte Körper erlebt einen Ausnahmezustand. Eine Panikattacke äußert sich anfangs durch ein starkes Gefühl der Beklemmung. Die Umgebung scheint unwirklich wie durch Milchglas. Begleitet werden diese Eindrücke durch ein Gefühl der Todesangst. Das Adrenalin steigert den Blutdruck und Herzrasen kann auftreten.

Im Moment der höchsten Panik zieht sich die Brustmuskulatur zusammen und löst Atemnot aus, die sich in Hyperventilation ausdrückt. Erstickungsangst und Schmerzen im Brustbereich gaukeln den Betroffenen einen Herzinfarkt vor. Leichtere Symptome werden mit Schwindel- und Ohnmachtsgefühlen beschrieben. Ein Kribbeln in Armen und Beinen vermittelt den Eindruck von Gefühllosigkeit. Schwitzanfälle wechseln mit Gänsehaut ab und ein flaues Gefühl im Magen verursacht Übelkeit.

Panikattacke: Soforthilfe-Maßnahmen

Wer unter Panikstörungen leidet, sollte sich auf jeden Fall mit einem Psychotherapeuten seines Vertrauens in Verbindung setzen, um mit einer entsprechenden Verhaltenstherapie das Leiden anzugehen. Im akuten Fall gibt es jedoch einige SOS-Methoden, mit denen versucht werden kann, plötzlich aufkommende Angstgefühle nicht an sich herankommen zu lassen. So raten Experten, die Gedanken auf etwas anderes zu richten, wenn man das Heraufziehen einer Panikattacke erkennt. Es ist kontraproduktiv, sich auf jede kleine Körperreaktion zu konzentrieren. Dies bestärke nur die Ausbreitung der Angst.

Auch intensive Atemübungen können verhindern, dass die Panik überhandnimmt. Dabei ist die Luft durch die Nase tief einzuatmen und langsam in drei kurzen Stößen wieder auszuatmen. Wer zu Hyperventilation neigt, der kann sich eine Papiertüte oder ein Taschentuch vor Mund und Nase halten, um den Kohlendioxidgehalt im Blut zu normalisieren. Dadurch wird das Atemzentrum reguliert. Letztlich helfen Lockerungsübungen dabei, die Muskeln zu entspannen.

Hilft CBD bei Panikattacken?

Mit dem Aufkommen von CBD (Cannabidiol) eröffnet sich eine weitere Möglichkeit, akute Panikattacken an der Wurzel zu packen. Wird der Substanz doch ein überaus breit gefächertes Wirkungsspektrum bescheinigt.

CBD ist vor allem für seine angsthemmenden und entspannenden Wirkungen bekannt. Diese setzen im körpereigenen Endocannabinoid-System (ECS) an und hemmen diejenigen Botenstoffe, die im Nervensystem und Gehirn für Angstzustände ausschlaggebend sind. Sofort werden beruhigende und entspannende Signale ausgesendet, die den Angstgefühlen entgegenwirken. Dabei ist es das CBD-Öl, welches über die Mundschleimhaut aufgenommen wird und schnelle Linderung verspricht.

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Wie kann eine Panikstörung behandelt werden?

Die Ursachen einer Panikstörung sind vielfältig. Manche Wissenschaftler sehen sie im Erbgut verortet. Andere hängen der These an, dass sie durch Traumata in der Kindheit entstehen. Die Schulmedizin offeriert mehrere psychotherapeutische Ansätze. Viele Patienten profitieren von der Konfrontationstherapie. Dabei werden Situationen nachgestellt, in denen der Patient Angstzustände verspürt. Diese Momente müssen zwingend vom jeweiligen Therapeuten begleitet werden.

Auch die kognitive Verhaltenstherapie hat ihre Anhänger. Dabei lernt der Patient Schritt für Schritt, welche Ursachen zu Panikattacken führen und versucht, diese Situationen in seinem Alltag zu vermeiden.

Bei der Verwendung von Antidepressiva und Beruhigungsmitteln sollte Vorsicht geboten sein, besitzen diese doch ein hohes Suchtpotenzial und schädigen die Leber. Wer versuchen möchte, seine therapeutischen Bemühungen mit CBD auf natürlichem Wege zu unterstützen, der sollte es auf einen Versuch ankommen lassen. In einigen Studien konnte bereits nachgewiesen werden, dass CBD Angstzustände eindämmen kann. Vor allem sind aber keine Nebenwirkungen bekannt.

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