Brandenburg Montag, 28 Dezember 2020 von [wp]

Immobilienbewertung und Co. - Tipps für das vererbte Eigenheim

Immobilienbewertung und Co. - Tipps für das vererbte Eigenheim

Jede zweite größere Erbschaft in Deutschland schließt eine Immobilie mit ein. Oft sind sich die Erben jedoch nicht darüber im Klaren, wie sie am besten mit dem Elternhaus verfahren sollten. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Schritte und Überlegungen, die in dem Fall von Bedeutung sind. So steht einer nutzbringenden und alle zufrieden stellenden Entscheidung nichts mehr im Wege.

Den Wert ermitteln

Damit es überhaupt möglich ist, sich aktiv mit den möglichen Optionen zu befassen, muss zunächst der tatsächliche Wert der Immobilie ermittelt werden. Hierfür reicht es nicht aus, eine grobe Schätzung anzustellen oder die Immobilie mit anderen Objekten vor Ort zu vergleichen. Stattdessen spielen viele individuelle Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel die Wohnfläche, das Baujahr und das Datum der letzten Modernisierungen. Anbieter wie die Heid Immobilienbewertung bieten hierfür ihre Expertise an. Auf diese Weise ist eine präzise Ermittlung des genauen Werts möglich.

Der tatsächliche Verkehrswert des Hauses und natürlich seine zu prognostizierende Entwicklung geben Aufschluss darüber, welche der drei großen Optionen nun die beste wäre. Neben den finanziellen Gesichtspunkten der Entscheidung spielt dabei immer auch eine gewisse Sentimentalität eine Rolle, wenn es sich zum Beispiel um das Haus der Eltern handelt.

Der Blick auf die Erben

Sofern zu Lebzeiten keine klare Entscheidung darüber getroffen wurde, wer nun als Erbe des Hauses eingesetzt werden soll, bildet sich eine Erbengemeinschaft. Die Hinterbliebenen müssen und er Folge im Konsens darüber entscheiden, was weiter mit dem Haus geschehen soll. Eine genaue Abstimmung ist hier von großer Bedeutung. Denn eine mehrheitliche Entscheidung reicht noch nicht aus, um eine der Handlungsoptionen durchsetzen zu können. Stattdessen ist es wichtig, eine Auswahl im völligen Einklang zu treffen, hinter der sich alle versammeln können.

Verkaufen, vermieten oder selbst nutzen?

Doch welche Wahl haben nun die Erben, wie sie weiter mit der Immobilie verfahren möchten? Angesichts der in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Preise kommt für viele der Verkauf in Betracht. Je nach Lage kann ein besonders hoher Preis erzielt werden, der als weiteres Argument für diese Entscheidung herangezogen werden kann. Besonders im Rahmen einer Erbengemeinschaft ist es durch den Verkauf leichter, zu einer finanziellen Übereinkunft zu kommen. Der Erlös des Verkaufs kann einfach unter den Parteien aufgeteilt werden.

Eine zweite Alternative, die in Betracht gezogen werden könnte, ist die Vermietung des Hauses. Sofern es sich um ein Einfamilienhaus handelt, raten Experten zumeist von diesem Schritt ab. Denn die hohen Instandhaltungskosten können nicht ausreichend auf einen einzelnen Mieter umgelegt werden. In der Folge dessen verschlechtert sich das Verhältnis zwischen den Mieteinkünften und den weiteren Kosten, die das Haus mit sich bringt. Anders gestaltet sich die Situation dann, wenn mehrere Partien in Wohneinheiten untergebracht werden können. Besonders die Aussicht auf ein weiteres Einkommen, das den eigenen finanziellen Spielraum künftig jeden Monat erweitert, wirkt auf viele Menschen sehr anziehend und veranlasst sie dazu, diese Variante zu wählen.

Eine dritte legitime Variante, die für Erben infrage kommt, ist die eigene Nutzung des Hauses. In Anbetracht der derzeit hohen Mietpreise lässt sich diese Entscheidung auch aus finanzieller Sicht durchaus rechtfertigen. Die geographische Lage entscheidet letztlich darüber, ob zum Beispiel eine annehmbare Distanz zum eigenen Arbeitsplatz vorliegt, die der Übernahme des Hauses nicht im Wege steht.

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