Landkreis
Brandenburg Dienstag, 22 Dezember 2020 von [wp]

Gesund und langfristig abnehmen – mit Low Carb ohne Hunger zur Traumfigur

Gesund und langfristig abnehmen – mit Low Carb ohne Hunger zur Traumfigur

Etwa die Hälfte der Deutschen leidet an Übergewicht. Das ist vornehmlich auf Bewegungsmangel und falsche Ernährung zurückzuführen. Dadurch entstehen die sogenannten Zivilisationskrankheiten, die das Herz-Kreislauf-System und die Stoffwechselfunktionen des Organismus beeinträchtigen. Die Nahrungsmittelindustrie nimmt diese zum Anlass, zahllose künstliche Produkte auf den Markt zu werfen, um ihre Umsätze zu steigern.

Dabei untermauern sie ihre Argumente durch gängige Ernährungslügen, um Milchpulver, zuckerhaltige Energy-Drinks und Nahrungsmittelergänzungen für teures Geld unter die Leute zu bringen.

Dabei gibt es durchaus gesunde Wege, um nachhaltig Gewicht zu verlieren. Oftmals ist es mit einer einfachen Umstellung der Essgewohnheiten getan. Die meisten Fälle von Übergewicht gehen mit einer Nahrungsaufnahme einher, welche überdimensional viele Kohlenhydrate beinhaltet. Oftmals werden diese Speisen zudem zu falschen Tageszeiten eingenommen. Dabei kann man mit etwas Planung und Disziplin in der täglichen Routine durchaus schnell und effektiv abnehmen.

Der Ketose-Effekt

Unbestreitbar benötigt der Organismus ausreichend Energie, um seine Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Diese bezieht er entweder aus der schnellen Umsetzung von Kohlenhydraten in Glucose oder Zucker sowie durch den Abbau der körpereigenen Fettzellen. Mit der Zufuhr von kohlenhydratreichen Lebensmitteln wie Nudeln, Reis, Brot oder Kartoffeln bedient sich der Organismus schnell zur Verfügung stehenden Energiequellen. Für körperlich aktiv arbeitende Menschen oder Ausdauersportler ist eine verstärkte Aufnahme von Kohlenhydraten sicherlich dienlich.

Problematisch wird es für Otto Normalverbraucher mit Bürojob und wenigen Bewegungsmöglichkeiten im Alltag. In der Regel werden die aufgenommenen Kohlehydrate nicht in ihrer Gänze verbrannt und setzen sich an Hüften, Oberschenkeln und Bauch ab, wo sie hässliche Fettpölsterchen verursachen. Dabei ist es wichtig, dass die Energiespeicher leer gefahren werden können. Denn nur dann bezieht der Organismus seine Energie aus den eigenen Fettreserven. Die Fettzellen werden dabei in der Leber zu Ketonkörpern transformiert, welche dann als Energielieferanten dienen. Der Ketose-Zustand bedeutet also, den Körper in einen künstlichen Hungerzustand zu versetzen, um schnell Gewicht verlieren zu können.

Geregelter Low Carb Ernährungsplan

Problematisch bei Diätplänen ist die Vermeidung von Heißhungerphasen. Diese entstehen dann, wenn der Blutzuckerspiegel unter ein gewisses Niveau fällt. Im Normalfall führt das dazu, dass die Betroffenen den Kühlschrank plündern. In Minutenschnelle werden die verlorenen Pfunde wieder „angefressen“ (Jo-Jo-Effekt). Gegner von Low Carb Diäten sprechen zudem von der Eintönigkeit der Speisepläne. Dies war zugegebenermaßen lange Zeit eine nicht zu verleugnende Problematik. Doch inzwischen gibt es unzählige wohlschmeckende Gerichte, die ohne Kohlenhydrate auskommen.

So enthalten moderne Low Carb Rezepte Zutaten wie Fisch, Hühnchen und mageres Fleisch, deren Zubereitung an die Arbeit von Sterneköchen erinnert. Hochwertige Öle aus Olive, Hanf und Kokos verarbeiten gesunde Soßen, Gemüse und Salate in Speisefolgen, welche nicht nur sättigen, sondern fähig sind, die haute cuisine zu zelebrieren.

Tagesablauf während einer Low Carb Diät

Wer sich dazu entschließt, es mit einem Low Carb Ernährungsplan zu versuchen, sollte sich zu einigen Routinen im Tageslauf durchringen, damit er/sie verlorenes Gewicht halten kann. Grundlage dabei sind drei feste Mahlzeiten. Zudem sagen Experten, dass den Tag über 120 Gramm kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel das oberste Limit bedeutet, um den Ketose-Zustand zu erreichen. Bei einer intelligenten Low Carb Diät kann das Frühstück üppig ausfallen. Es sollte nicht später als 30 Minuten nach dem Aufstehen eingenommen werden, um nicht schon gleich am Morgen dem Heißhunger anheimzufallen. Das Frühstück soll zudem den Organismus für den Tag mit ausreichend Energie versorgen.

Zu Mittag gilt es dann, mit spitzem Bleistift zu arbeiten. Mehr als 30 Gramm Kohlenhydrate sind dabei nicht zu empfehlen. Der Sättigungseffekt wird durch Fleisch, Gemüse und Salate erzielt. Am Abend ist dann nochmals an der Schraube zu drehen. Mehr als 10 Gramm an Kohlenhydraten sind nicht ratsam. Im Tagesrhythmus können eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten jeweils gerne ein halber Liter Wasser getrunken werden, um das Hungergefühl zu vermeiden. Zwischendurch sind einige Nüsse erlaubt. Wer die erste Woche überstanden hat, ist über den Berg. Der Magen hat sich verkleinert und die Hungerattacken bleiben aus. Täglich kann sich nun über den fortschreitenden Gewichtsverlust gefreut werden.

Das könnte Sie auch interessieren