Brandenburg Donnerstag, 10 Dezember 2020 von [wp]

Slow Fashion: Lebensdauer von Kleidung durch die richtige Pflege verlängern

Slow Fashion: Lebensdauer von Kleidung durch die richtige Pflege verlängern

Die Menschheit konsumiert mehr als jemals zuvor in ihrer Geschichte. Auch die Mode ist davon nicht ausgenommen: Eine Million Tonnen Textilmüll wandern in Deutschland jährlich in den Abfall, um wieder durch neue Sachen ersetzt zu werden. Dabei handelt es sich oft nicht einmal um Kleidung, die unbrauchbar ist. Im Gegenteil - nicht selten wurden die Sachen kaum getragen oder sind lediglich etwas ausgeblichen. Indem Sie schonend mit Ihrer Kleidung umgehen, die Pflegehinweise beachten und beim Kauf auf Qualität achten, können Sie dem Verschwendungswahn viel entgegensetzen.

Ernährung und Kleidung

Nachhaltigkeit im Alltag kann viele Gesichter haben: vegane Ernährung, die Nutzung von Energiesparlampen, öfter mit dem Rad fahren. In Bezug auf Mode beginnt Nachhaltigkeit bereits beim Kauf. Wer nämlich vermehrt auf langlebige Kleidung setzt, hat automatisch länger etwas von seinem Kauf. Indem Sie sich weniger Stücke zulegen, die dann jedoch echte Lieblingsteile sind, anstatt in einem der zahlreichen Sales haltlos zuzugreifen, schonen Sie zudem Umwelt und Geldbeutel. Gute Qualität erkennen Sie, indem Sie sich die Verarbeitung der Nähte, Knöpfe und Stoffe genauer anschauen.

Nicht jedes Kleidungsstück hat die gleichen Bedürfnisse. Lesen Sie aufmerksam die Hinweisschilder auf Ihrer Kleidung und sortieren Sie die Wäsche so, dass Sie Weiß-, Bunt-, Koch- und Feinwäsche getrennt voneinander waschen. Die Pflege weißer Wäsche gestaltet sich beispielsweise anders als die von groben Wollpullovern. Während die Weißwäsche 60 Grad und eine hohe Schleuderzahl gut verkraften kann, werden farbige Pullover besser bei niedrigerer Temperatur und Schleuderzahl gereinigt.

Weniger Waschmittel

Da viele moderne Waschmaschinen sehr effizient reinigen, ist es häufig möglich, Alltagswäsche bei etwas niedrigerer Temperatur zu waschen als angegeben. Auch die Mengenangaben für Waschmittel sind meist sehr großzügig bemessen. Grundsätzlich ist es schonender, weniger Waschmittel zu verwenden und bei niedrigeren Temperaturen und niedriger Drehzahl zu waschen. Davon ausgenommen sind stark verschmutzte Wäsche, Handtücher, Bettwäsche, Unterwäsche und Sportkleidung.

Jeder Waschgang stellt - selbst bei Schonprogramm und niedrigeren Temperaturen - eine Strapaze für den Stoff dar. Je seltener ein Kleidungsstück gewaschen wird, umso länger werden die Farben strahlen. Ist also ein Kleidungsstück noch sauber und hat nur einen schlechten Umgebungsgeruch aufgenommen, beispielsweise weil Sie den Abend in einer verrauchten Bar verbracht haben? Dann reicht es meist aus, es für ein paar Stunden auf dem Balkon auslüften zu lassen. Ein Longsleeve unter dem dicken Winterpullover verhindert Schweißgeruch, ebenso wie ein gutes Deodorant. Jeans werden wieder frisch, indem sie für ein paar Stunden ins Gefrierfach gelegt werden. So lässt sich das Waschen nicht gänzlich vermeiden, aber zumindest etwas hinauszögern.

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