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Brandenburg Mittwoch, 09 Dezember 2020 von [wp]

Sportwetten in Deutschland: schon 18 Lizenzunternehmen

Sportwetten in Deutschland: schon 18 Lizenzunternehmen

Alleine im Jahr 2019 gaben Unternehmen wie sunmaker, Tipico, bwin und einige andere mehr als 40 Millionen Euro für das Marken-Sponsoring im Profisport aus. Offizielle Partner sind neben dem FC Bayern auch die Borussia aus Dortmund, der 1. FC Köln und einige andere. Nun sind seit Oktober 2020 die Sportwetten in Deutschland amtlich. Das ging mehr oder weniger von heute auf morgen. Bisher agierten viele jahrelang schlicht in einer Grauzone.

Nach mehr als 16 Jahren nun Sportwetten unter deutscher Lizenz

Seit Oktober 2020 gibt es inzwischen 18 Lizenzunternehmen, die hierzulande ganz legal ihre Dienste im Rahmen der Sportwetten anbieten dürfen. Insofern ist es offiziell möglich, in Deutschland Sportwetten etwa auf den FC Energie Cottbus abzuschließen. Diese Regelung gilt erst einmal bis in den Sommer 2021. Dann soll der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft treten. Wer bei den Unternehmen mit offizieller deutscher Lizenz auf den Sport Wetten platziert, darf das zum „eigenen Schutz“ bis zu einer Summe von 1.000 Euro im Monat tun. Wird hingegen ein stationärer Wettanbieter aufgesucht, fällt dieses Limit. Zudem gibt es diverse Einschränkungen, um ein mögliches Suchtpotenzial zu „entschärfen“.

Anders hingegen zeigen sich die Anbieter, die weiterhin unter maltesischer Lizenz ihr Angebot online offerieren. Damit begibt sich der Kunde letztendlich wieder in die bereits erwähnte Grauzone. Das ist jedoch ein Umstand, den er die vergangenen 16 Jahre ohnehin schon in Kauf genommen hat. Um stets die Top-Buchmacher im Blick zu haben und beste Sportwetten Quoten für die diversen Begegnungen zu finden, ist die Meinung von Sportexperten wichtig. Hinzukommen aktuelle Nachrichten sowie weitere Informationen, die einen detaillierten Einblick in die Sportwelt bieten.

Vor- und Nachteile der Lizenzierung der Sportwettanbieter

Für die in Deutschland nun lizenzierten Sportwettanbieter ergeben sich daraus zwei wichtige Punkte. Denn zum einen agieren sie in einem rechtssicheren Raum. Das hilft im Umgang und Finden von Investoren und sorgt für ein besseres Image. Eines, das abseits von schummrigen Buchmachern angesiedelt ist. Schließlich handelt es sich bei so manchem um börsennotierte Konzerne. Auf der anderen Seite wird durch die deutsche Lizenz das Angebot eingeschränkt. Denn Live-Wetten, etwa auf die nächste „Gelbe Karte“, sind so nur noch bedingt möglich, was sich in einem Minus von rund 50 Prozent bei den Live-Wetten niederschlagen kann. Zudem werden sogenannte „Highroller“, die also deutlich mehr als 1.000 Euro im Monat für das Wetten auf Sportereignisse ausgeben, ausgegrenzt.

Der Kampf in der Branche wird daher mit immer härteren Bandagen geführt. So setzte sich etwa Tipico dafür bei seinen Werbepartnern wie Sky, ProSieben, Sport1 oder Sat. 1 dafür ein, dass unlizenzierte Wettanbieter keine Werbung mehr bei den Sendern schalten dürfen. Ungeachtet dessen, ob ein Konzessionsantrag gestellt wurde oder nicht. So beruft sich der FOCUS in diesem Punkt auf einen Insider, der damit die Marktführer im Versuch sieht, sich einen Wettbewerbsvorteil aufgrund der Lizenzierung in Deutschland zu verschaffen.

Welches Geschäft hinter den Sportwetten steckt, zeigen die Zahlen von 2019. So lag der Umsatz hierzulande bei 9,3 Milliarden Euro. Weltweit sind es 1,69 Billionen Euro. Dabei spielen die meisten aus dem Grund Geld zu gewinnen (62,6 Prozent). Zudem investieren 73,8 Prozent bis zu 50 Euro im Monat, wobei hohe Einsätze eher selten sind.

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