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Brandenburg Donnerstag, 03 Dezember 2020 von [wp]

CBD-Hype - Getränke und Eis mit CBD?

CBD-Hype - Getränke und Eis mit CBD?

CBD scheint überall präsent zu sein. In Nordamerika haben eine Reihe von Brauereien, Spirituosen- und sonstigen Getränkeherstellern geplant, in das Geschäft mit CBD einzusteigen und CBD-haltige Getränke auf den Markt zu bringen. 2018 haben verschiedene Medien berichtet, dass auch Coca-Cola ein Cannabis-Getränk gemeinsam mit dem Partner Aurora Cannabis auf den Markt bringen will. Mittlerweile haben diese Spekulationen ein Ende gefunden, denn Coca-Cola weist dies als Gerücht massiv zurück. Was ist geschehen?

Zu den Gerüchten rund um Coca-Cola und der CBD-haltigen Brause kam es, als im Spätsommer 2018 ein Video auf YouTube erschien. In diesem Video wurde eine Coca-Cola Dose mit einem kindersicheren Verschluss vorgestellt. Im Video hieß es unter anderem, dass Coca-Cola eine neue Brause in Kanada einführen möchte, die Extrakte von CBD enthalten solle. Mittlerweile wurde dieses Video jedoch gelöscht.

Coca-Cola dementiert diese Aussagen

Coca-Cola dementiert die Aussage aus dem Video mittels einer E-Mail an Bloomberg News - auch wenn es Gespräche mit dem Marihuana-Hersteller Aurora Cannabis gegeben haben soll. Aurora Cannabis hat sich zu diesen Vorwürfen bis jetzt nicht geäußert.

Wird es doch bald eine CBD-Brause von Coca-Cola geben?

Bisher wurde nur bekannt, dass Coca-Cola ein Getränk auf Wellness-Basis ohne psychoaktive Wirkung auf den Markt bringen will. Sowohl Coca-Cola wie auch Aurora Cannabis wollen mehr den Gesundheitsaspekt bei ihren Getränken in den Vordergrund rücken.

Wie sieht es mit anderen Getränken und CBD aus?

Sowohl Brauereien wie auch Spirituosenhersteller mischen unter ihre Getränke THC. Die Heineken Marke Lagunitas hat mittlerweile ein alkoholfreies Getränk mit Cannabis in ihrem Portfolio und nennt es „Hi Fi Hops“. Es handelt sich hierbei um einen bierähnlichen Mix, der mit THC und CBD angereichert ist und als das neue Bier angepriesen wird.

Eine Reihe von Getränkeherstellern sucht nach neuen Märkten

Was Coca-Cola angeblich bereits 2018 versuchte, wird von immer mehr Getränkeherstellern aufgegriffen. Sie möchten ihren Getränken als trendige Zutat Cannabis zufügen, da die traditionellen Geschäfte immer mehr rückläufig sind.

Ob die Cola mit CBD den Sprung nach Europa schafft, bleibt abzuwarten. In der ersten Hürde muss der Deal zwischen Coca-Cola und einem Partner erst einmal zustande kommen.

Warum gerade Kanada CBD-haltige Getränke auf den Markt bringen will

Hintergrund ist, dass Kanada schon im Oktober 2018 Cannabis sowohl als Medizin wie auch als Genussmittel für legal erklärt hat. Somit ist für eine Reihe von Unternehmen Kanada das Land, indem man Cannabis-haltige Produkte testen kann, da in vielen anderen Ländern Cannabis immer noch als illegale Droge gilt.  Auch in Deutschland ist der Konsum von Cannabis illegal, denn die Droge wurde nur für Schwerkranke freigegeben.

Eis mit Cannabis?

Nicht nur Getränkehersteller spekulieren mit Cannabis-haltigen Substanzen, sondern auch der US-amerikanische Konzern „Ben and Jerrys“, der für sein Eis weltbekannt ist. Das Unternehmen aus Vermont möchte bei seiner neuen Eis-Linie insbesondere die gesundheitlichen Vorteile der Konsumenten in den Vordergrund rücken. Die Pläne des Unternehmens sind es ein Cannabis-Eis auf den Markt zu bringen. Jedoch haben die Behörden dazu eine ganz andere Meinung. Zum aktuellen Zeitpunkt wartet der Eis-Hersteller in Amerika auf eine Legalisierung seiner neuen Eis Sorte durch die Bundesbehörden.

Ben and Jerrys macht bereits Werbung

Wirft man einen Blick auf die Webseite von Ben and Jerrys, dann wird man sofort feststellen, dass für die neue Eis Sorte bereits massiv die Werbetrommel gerührt wird. Das neue Speiseeis soll Cannabidiol (CBD) enthalten und man fragt sich unweigerlich, ob dies legal sei.

Ben and Jerrys sagt dazu, dass Cannabis zu den Trends von 2019 zähle und man den Wünschen der Kunden gerecht werden möchte. Dazu muss ganz klar gesagt werden, dass CBD nicht psychoaktiv wirkt und man durch den Genuss des neuen Eises von Ben and Jerrys keinen Rausch bekommt, denn das Eis enthält kein THC (Tetrahydrocannabinol). Allerdings soll die neue Eis Sorte den Konsumenten medizinische Vorteile bescheren. Durch die Inhaltsstoffe im neuen Cannabis-Eis sollen die Konsumenten eine

  • angstlösende
  • schmerzlindernde
  • entzündungshemmende

Wirkung verspüren. Somit soll das Eis bei Migräne oder bei einer Arthritis für Linderung sorgen.

Die ganze Sache hat jedoch einen Haken, denn in Amerika ist es zum aktuellen Zeitpunkt noch verboten, dass Lebensmittel CBD enthalten. Somit dürfen diese Lebensmittel auch nicht legal verkauft werden. Aktuell strengt die Food and Drug Administration (FDA) Überlegungen an, ob das Verbot von CBD-haltigen Lebensmitteln staatenübergreifend aufgehoben werden soll (Quelle www.cbdsfinest.de) und somit der Weg für Cannabis-haltige Lebensmittel frei geräumt wird.

Ben and Jerrys ermutigt seine Leser Kommentare auf der Webseite von FDA zu hinterlassen, um die Legalisierung voranzutreiben.

Europa ist hier einen Schritt weiter

In Österreich und in Europa hat sich Cannabis schon längst durchgesetzt. Das Unternehmen Ben & Jerrys gehört zum Konzern Unilever, sodass das neue Cannabis-Eis an die Kunden verkauft werden darf.

In der Zentrale von Ben and Jerrys in Holland, die das Eis für ganz Europa herstellt, wurde bis Ende 2019 noch kein Cannabis-Eis produziert.

Zusammenfassung

CBD wird immer mehr zum Trend-Lebensmittel. So ist es nicht verwunderlich, dass verschiedene Hersteller von Lebensmittel auf diesen Zug aufspringen wollen und CBD-haltige Produkte in ihr Portfolio aufnehmen möchten. Es bleibt nach wie vor spannend, ob und wann man legal CBD-haltige Lebensmittel weltweit kaufen kann.

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